Wohnmobil - Reisebericht Hessen/Bayern/Pfalz
22.10.2006 - 04.11.2006

Sonntag, 22. Oktober 2006,  11:25 Uhr     Kilometerstand 19991
Es  ist soweit, alles verstaut, Diesel genug im Tank, es kann los gehen.
Erstes Ziel für die Abschlussfahrt 2006 soll Poppenhausen an der Wasserkuppe sein. Diesen Platz haben wir ja schon im Mai kennen gelernt und für gut befunden. Nach Programmierung unserer „Else“ führt die Fahrt über alt bekannte Strecken in Richtung Süd-Ost. 


Piste Marburg-Schönstadt

Neugierig???
Wir beschließen zwischendurch ein „Päuschen“ einzulegen und parken das Wohnmobil  direkt an der Landebahn des Flugplatzes Marburg-Schönstadt. Optische Abwechslung bei der Nahrungsaufnahme ist ja nicht verkehrt. Hier ist an diesem Sonntag Nachmittag bei schönem, aber windigem Wetter noch Betrieb.

Blick von der Wasserkuppe

Lautloses Fliegen im Hangaufwind

Wir fahren weiter an Fulda vorbei und erreichen Poppenhausen bei strahlendem Sonnenschein. Ein Blick auf den Stellplatz zeigt uns, ein riesiges Zelt ist in unmittelbarer Nähe aufgebaut und Plakate weisen auf die an diesem Wochenende laufende  Kirmes hin. Nein, hier müssen wir nicht nächtigen. Der Blick fällt auf die Wasserkuppe 950 Meter hoch. Wir klettern den Berg mit 2,8 Litern und 127 PS hoch, kein Problem. On Top angekommen staunen wir nicht schlecht, es ist voll. Offensichtlich habe auch viele andere Besucher das gute Wetter noch einmal ausgenutzt um diesen Berg der Flieger zu besuchen. Der Wetterbericht meldet für den nächsten Tag Regen und Sturm. Wir beschließen am späten Nachmittag einen Fußmarsch zum Fliegerdenkmal zu machen und das schöne Wetter wirklich auszunutzen.

Wieder ein tolles Erlebnis auf diesem Berg. Der Flugbetrieb wurde bereits auf Grund des starken Windes beendet. Lediglich die Modellflieger und die Gleitschirmpiloten nutzen den Hangaufwind aus und so entstehen zum Sonnenuntergang hin noch einige schöne Bilder. Eine Übernachtung hier in fast tausend Metern Höhe brauchen wir bei angesagtem starken Regen mit Sturm nicht.  Wir verlassen die Wasserkuppe in Richtung Bad Brückenau.

Herbststimmung

Stellplatz Hammelburg mit -VE-

Schließlich finden wir in unserem Bordatlas für diesen Kurort zwei Stellplätze. Es ist noch hell und so entdecken wir den ersten Stellplatz (Freizeitbad Sinnflut) nach einigem Suchen an der beschriebenen „Ausfallstraße“. Nein Danke, fünf Meter Entfernung von den vorbeifahren Autos ist uns aus Lärmgründen einfach zu wenig (VE übrigens vorhanden). Wir beschließen den zweiten Wohnmobilstellplatz in der Heinrich-von-Bibra-Straße anzufahren. Es ist mittlerweile dunkel und wir finden den ausgeschilderten Stellplatz (Beschreibung im Bordatlas: separater Platz für Reisemobile an der Remise hinter dem Staatsbad für 25 Wohnmobile auf Schotter, kostenlos). Dort stehen genau 3 Wohnmobile und der Rest ist mit Pkw zugeparkt. Wir sind überzeugt, dass auch bei Tageslicht dieser Stellplatz an der Remise nicht wirklich überzeugen kann. Ob die Stadt Bad Brückenau Wohnmobilfahrer als Gäste haben will? Hammelburg, eine Stadt die wir schon immer einmal besuchen wollten. Also geht es weiter zum Stellplatz Bleichrasen in Hammelburg. Geschafft, gegen 20.00 Uhr, besetzen wir den letzen noch vorhandenen Stellplatz  zwischen der Fränkischen Saale und dem Kellereischloss. Der Platz ist o.K., WC, VE und Brötchenservice  vorhanden und nahe am Zentrum. Wir schlendern noch ins Städtchen und beenden anschließend den Tag um 21:30 Uhr mit dem  „Bettgang“.


Stellplatz Volkach

Innenstadt Volkach

Wir fahren weiter nach Schweinfurt. Laut Bordatlas sind dort die Stellplätze auf einem öffentlichen Parkplatz in unmittelbarer Innenstadtnähe am Main. 5 Stellplätze auf Asphalt, kostenlos, enge Einfahrt. Stimmt genau, wie beschrieben finden wir die Örtlichkeit vor. Leider sind alle Stellplätze trotz Ausschilderung von Pkw belegt. Auch wenn ein Platz frei wäre könnte ich auf Grund der engen Parkboxen hier nicht einparken. Stadtbesichtigung und Einkaufen fällt hier leider aus. Schweinfurt will offensichtlich auch keine Wohnmobilfahrer. Platz für einen vernünftigen Stellplatz in der Parkanlage wäre sicher ausreichend vorhanden. Nun gut, wir fahren weiter am Main entlang, hier soll es schöne Plätze geben. Wir erreichen das kleine Städtchen Volkach am Main. Die beiden ausgeschilderten Stellplätze sind gut zu finden. Wir entschließen uns für den Platz auf der linken Mainseite, wo schon 5 Mobile stehen. 5 Euro kostet die Übernachtung (wird von einem sehr freundlichen Stadtmitarbeiter am nächsten Morgen abgeholt), leider ohne VE, die Entsorgung findet in der ca. 2 Kilometer entfernten Kläranlage statt. Volkach hat eine nette Innenstadt, die man vom Stellplatz in wenigen Minuten erreichen kann. Ein Plätzchen direkt am Main, an dem die Schiffe sehr nahe am Ufer vorbei kommen- toll-. Diesen Platz können wir einfach nur weiterempfehlen.


Museum der Militär- und Zeitgeschichte in Stammheim

Ausstellungsstücke in den Hallen

Dienstag, 24.10.2006,  09:50 Uhr      KM Stand 20405 Es hat die ganze Nacht „Katzen und Hunde“ geregnet. Als wir aufstehen strahlt der Himmel wie blank geputzt. Wir starten und fahren noch kurz an der Kläranlage vorbei. (Entsorgung an einer Kläranlage –ist ja eigentlich nicht so selten- , das hatten wir bisher noch nicht.) Vor uns stehen bereits zwei Wohnmobile zur Entsorgung. Jürgens Vermutung bewahrheitet sich. Abwasser und WC Kassette werden in einen handelsüblichen Gittergulli entsorgt. Ist das ein Problem? Natürlich nicht für das Brauchwasser, das mit relativ kleinen Schwebeteilchen durchsetzt ist. Für die WC Kassette tauchen hier Probleme auf. Für nicht aufgelöstes Toilettenpapier und anderen hier nicht näher beschriebenen Sachen, ist das Gitterrost einfach zu eng. Eine weiter nähere Beschreibung des Problems ersparen wir uns. Hierzu nur der Hinweis, dass ein 20 cm großes  geschweißtes Loch in der Mitte alle Probleme beseitigen könnte.
Ohne Entsorgung geht es weiter in Richtung Stammheim.
Hier besuchen wir  ein Museum der Militär- und Zeitgeschichte. Für 5,- € Eintritt pro Person machen wir einen Spaziergang durch das Außengelände und in den Hallen.


Blick auf den Wohnmobilstellplatz von Kitzingen


Stellplatz Kitzingen mit -VE- und WC

Innenstadt von Kitzingen mit dem Königsplatz

Schöne Uferpromenade in Kitzingen

Herbstliche Stimmung von der Mainbrücke aus
Von dort geht es direkt nach Kitzingen. Der Stellplatz „Am Bleichwasen“ ist gut ausgeschildert und ohne Probleme zu finden. Wir stehen direkt am Main mit mehreren Wohnmobilen. Der Preis von 5,- € ist in Ordnung und wird an einem Automaten an der Entsorgungsstation bezahlt. Zusätzlich befindet sich noch ein WC – Container am Platz. Wir stehen unter hohen Bäumen und es stürmt mächtig. Am Nachmittag geht es über die Brücke in die historische Altstadt. Nett in Kitzingen. Bei einem prächtigen Farbenspiel am Himmel und starkem Wind, aber bei angenehmen Temperaturen wandern wir anschließend längst den Main – Was für ein toller Tag Ende Oktober -. Den Abend verbringen wir im Womo ohne Fernsehen (hohe Bäume) mit einer Kniffel-Nacht.


Der PhoeniX-Wohnmobilhafen in Bad Windsheim


Geranienpracht Ende Oktober

Alte Gebäude in der Innenstadt

Mittwoch, 25.10.2006, 10:00 Uhr              KM Stand: 20438
Wir verlassen Kitzingen und fahren 9 Km weiter nach Iphofen. Dort ist ein Womo - Stellplatz im Bordatlas beschrieben. Der Platz bei der dortigen Feuerwehr ist schnell gefunden, er ist sehr geräumig, aber für uns nicht sehr ansprechend. Ne Nacht kann man hier aber schon verbringen. Wir fahren weiter, nachdem wir „Else“ auf Bad Windsheim programmiert haben. Zuerst schauen wir uns den auf dem Berg liegenden Flugplatz in Bad Windsheim an. Menschenleer und der Parkplatz wäre super für eine Übernachtung geeignet. Wir ziehen es aber vor den PhoeniX-Wohnmobilhafen an der Franken-Therme anzufahren. Ein neu angelegter Stellplatz nahe der Therme für 9,-€ die Nacht. VE, Gasservice, Brötchenservice sind vorhanden. Der Stellplatzwart ist bemüht, muss sich aber noch ein bisschen einarbeiten, ist ja noch alles neu hier. Der Platz ist zwar neu (Bepflanzungen fehlen noch zum Teil) und zweckmäßig, aber es fehlt ihm was. Was, können wir auch nicht sagen. Negativ aufgefallen ist uns jedenfalls der Geruch der nahe liegenden Industrie hinter dem Erdwall.


Für Fußfaule eine Alternative der Stadtbesichtigung

Bad Windsheimer Rathaus

Welches Geschäft verbirgt sich unter dem Zeichen?

Wir haben wieder einen gefunden in diesem Urlaub
 Der Besuch des Kurortes Bad Windsheim entschädigt da natürlich wieder. Ein  Tag verabschiedet sich mit einem tollen Sonnenuntergang und die Aussicht, laut Antenne Bayern, am nächsten Tag mit dem wärmsten Oktobertag, den es je gegeben hat. Wir warten mal ab und legen uns schlafen, übrigens immer noch ohne Heizung.
Donnerstag, 26.10.2006, 10:00 Uhr
Wir starten bei dem angekündigten guten Wetter. Nach kurzen Besuchen an den Flugplätzen Neustadt a.d.Aisch und Herzogenaurach landen wir in Forchheim. Der Stellplatz am Freizeitgelände Sportinsel der Stadt Forchheim ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Wir suchen uns ein Plätzchen in einem der parzellierten Stellplätze. Es ist wirklich ein toller Tag. Kurzes Hemd für Jürgen, Antje mit Trägertop (und das Ende Oktober), bei fast 26 Grad C gönnen wir uns ein kleines Sonnenbad. Später holen wir die Fahrräder vom Träger und radeln am Wasser entlang und in die Altstadt. – Super – dieser Tag.

Innenstadt von Forchheim

Bei 25 Grad C am 26.10.2006 im Biergarten

Nicht genug, nachdem die Fahrräder wieder verstaut sind, geht es noch einmal zu Fuß in die Innenstadt. Sommerliche Stimmung macht sich breit und wir haben Schwierigkeiten einen freien Platz in einem der Straßencafes zu finden. Wir ergattern einen und bei einem Hefeweizen Bier lassen wir uns die Sonne mit vielen anderen Sonnenhungrigen ins Gesicht scheinen. – Toll -.
Insgesamt ist Forchheim und der Stellplatz zu empfehlen. Leider macht die nahe Autobahn etwas viel Lärm. Das stört ja nicht jeden. Dieser Stellplatz, der zwischen dem Seitenarm Regnitz-Altwasser und dem Main-Donau-Kanal liegt, hat leider keine VE. Außergewöhnlich ist die Anmeldung beim Platzwart, der über Telefon (Telefonnummer auf der INFO – Tafel angegeben)  zu informieren, oder persönlich in seinem Büro im Stadion während der Öffnungszeiten ansprechbar ist. Bei ihm werden auch die 3,- € bezahlt, dafür gibt es auch nützliche Tipps aus der Gastronomie und –man beachte- Strom um sonst.


Fußgängerzone von Forchheim

Ein Besuch wert, dieses Städtchen

Freitag, 27.10.2006, 09:35 Uhr                 KM Stand: 20597
Ab geht die Fahrt an die nächste Entsorgungsstation. Der Bordatlas lotst uns nach Wiesenttal-Streitberg an den Bahnhof der Museumseisenbahn mit 15 Stellplätzen für Wohnmobile. Wir finden diesen ausgeschilderten Platz mehr durch Zufall. Der Stellplatz ist nicht sehr ansprechend, dafür können wir hier WC und Abwasser entsorgen und Frischwasser auffüllen. Für das Trinkwasser werfen wir ein 1,-€ in den „Spendenstein“. So, wieder unabhängig und es geht weiter durch das Tal der Wiesent. Leichte Ähnlichkeiten mit dem Altmühltal sind hier zu erkennen.


Eine Sch...... Arbeit (Zensur)

Blick auf den Stellplatz in Bischofsgrün

 Wir lassen den Ducato  klettern und zwar ins Fichtelgebirge nach Bischofsgrün unterhalb des Ochsenkopfes. Dieser Kurort ist auch gleichzeitig Wintersportort , was die vielen Lifte rund um den Ort zeigen. Im Ort finden wir einen besonders gekennzeichneten Stellplatz am Rande des Friedhofes. Außer uns hat bereits ein anderes Wohnmobil eingeparkt. Eine neue VE Station macht hier einen guten Eindruck. Was uns besonders erstaunen lässt, die vier Stromanschlüsse und die Übernachtung sind kostenlos (bis jetzt). Bei einer Höhe von fast 800 Metern um so erstaunlicher, dass der Stellplatz ganzjährig geöffnet ist. Dazu finden wir Hinweisschilder, dass bei Frost das Frischwasser an dem nahe gelegenen WC der durchgehend geöffneten Friedhofskapelle zu entnehmen ist. Eine tolle Idee.  Das Örtchen selbst, kein besonderes Highlight. Dafür verspricht die Umgebung außerhalb des Winters viel Wandervergnügen.


Kirche von Bischofsgrün

Neue -VE- Anlage  -Super-

Samstag, 28.10.2006,  10:30 Uhr             KM Stand: 20740
Ausnahmsweise sind wir heute spät dran. Frische Brötchen holt Jürgen im „Dorf“, es waren übrigens die beiden Letzten. Gemütliches Frühstück, aufräumen, abrüsten, entsorgen und Frischwasser tanken. Wir „juckeln“ los durch das Skigebiet und machen noch einmal den Dieseltank voll . KM Stand 20741 , 41,5 Liter, 44,36 €.
Wir fahren die Stadt Kulmbach im Frankenwald an, laut Atlas mit einem ein abgetrennten Parkplatz für Wohnmobile am Schwedensteg. Als wir das Gelände erreichen, fällt es uns wieder ein. Auf diesem Stellplatz haben wir bereits schon mal gestanden und das nahe Städtchen ist in Ordnung. Der Stellplatz mit VE, WC und Strom ist für 3,- € die Übernachtung und je 1,-€ für Strom und Frischwasser zu empfehlen. Wir verlassen Kulmbach mit einem Blick zur Burg die oberhalb des Großparkplatzes liegt.
Die Fahrt geht weiter in Richtung Nord/Westen nach Coburg auf einen ausgeschilderten Parkplatz für Womos. Wir halten uns hier nicht lange auf. Der Platz ohne VE ist nicht sehr ansprechend und es geht ohne Besichtigung der Stadt weiter in Richtung Süd/West.


Königsberg in Bayern

Altes Fachwerk wohin das Auge blickt

Kostenloser Stellplatz in Königsberg in Bayern

Sehr ruhig am Friedhof gelegen
Wir entdecken ein kleines altes Städtchen – Königsberg i.Bay-.  Der Stellplatz ist gut ausgeschildert, liegt zwischen dem Friedhof und dem Sportplatz. Eine einfache VE ist vorhanden und er ist kostenlos. Ein altes Fachwerkstädtchen lädt zum Bummel ein, hat aber  sonst nichts Besonderes. Wir sind froh, dass wir heute noch ein ruhiges Örtchen gefunden haben. Etwas nachdenklich machen uns die Wetternachrichten, die für Donnerstag ein Temperatursturz und Schneefälle bis in die Niederungen melden. Wir schlafen und draußen fängt es mächtig zu schütten an.

Tolles Airbrush Hallentor am Flugplatz Haßfurt

Starker Herbstwind bläst uns entgegen

Flugplatz von Bad Königshofen

Farbenpracht im Herbst

Sonntag, 29.10.2006, 09:00 Uhr               KM Stand 20914
Es ist die Winterzeit und nicht etwa senile Bettflucht, die uns schon so früh auf die Piste treibt. Das Wetter sieht gar nicht mal so schlecht aus und gibt uns für den Tag Hoffnung. Wir steuern den Flugplatz von Bad Königshofen an, menschenleer. Jürgen sammelt mitten auf der Piste frische Champignons, kaum zu glauben Ende Oktober.
Anschließend schauen wir noch am Flugplatz  Saal Kreuzberg vorbei und stellen fest, dass wir hier schon genächtigt haben. Toller Platz und für eine Übernachtung gut geeignet. Das Wetter wird immer besser, aber auch immer windiger. Wir fahren den dritten Flugplatz an diesem Tag an, Bad Neustadt/Saale auf dem Berg gelegen. Super Aussicht von hier oben, leider nur schräge Parkplätze. Macht nichts, am Fuße des Berges befindet sich der offizielle Reisemobilplatz der Stadt Bad Neustadt.


Toll eingerichteter Wohnmobilstellplatz in Bad Neustadt/S.

Blick auf die Womo - Boxen

Toller Platz und für eine Übernachtung gut geeignet.  Wir beschließen die Nacht auch hier zu verbringen. Es passen ca. 50 Mobile auf diesen sehr schön angelegten Platz. VE vorhanden. Die Nacht kostet 8,-€ inklusive Strom, ist o.K. Der gut angelegte Fußweg in die Innenstadt ist gut zu bewältigen. Bad Neustadt ,ein nettes Städtchen und wir können beides weiterempfehlen. Wir beenden den Tag mit einem super Sonnenuntergang und einem Stern klaren  Himmel.


Innenstadt von Bad Neustadt/Saale

Der Marktplatz

Montag, 30.10.2006, 10:00 Uhr                 KM Stand 21022
Wir beschließen noch einmal etwas in Richtung Süden zu fahren. „Else“ wird auf Aschaffenburg programmiert, ca. 120 Kilometer entfernt. Es geht los bei 6/8 Bewölkung, angenehmer Temperatur und Windstille.  Wir fahren durch Münnerstadt und folgen den Womo Piktogrammen. Ein kleiner feiner Stellplatz mit VE und Strom. Weiter geht’s bei immer besser werdendem Wetter.  Der Reisemobilstellplatz Willigsbrücke in Aschaffenburg ist gut zu finden, auch wenn wir viele Umleitungen wegen Baustellen fahren müssen. Der Platz liegt unmittelbar am Main und bietet 30 Stellplätze, die kostenlos sind (Spende erwünscht- Kugel wirft 3,-€ ein). Strom ist vorhanden, die VE ist ca. 200 Meter entfernt .


Aschaffenburg

Der Reisemobilhafen von Aschaffenburg

Die Fußgängerzone

und die City Galerie

Zu Fuß (ca. 500 Meter) geht es über die Brücke in die Innenstadt. Eine Stadt zum Einkaufen (Antjes Meinung) mit vielen Geschäften und einer City Galerie, einer Einkaufsmeile, etwas kleiner als das Centro in Oberhausen.
Die Stadt Aschaffenburg und der Stellplatz sind von uns auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Nach dem anstrengenden Stadtbummel geht noch einmal ein super Tag zu Ende, es immer noch relativ warm und von Schnee keine Spur.


Nicht so einfach dort vorbeizugehen

Aschaffenburg Innenstadt

Dienstag, 31.10.2006, 09:30 Uhr              KM Stand 21143
Wir sind wieder auf der Straße nachdem wir entsorgt haben. Unser nächstes Ziel ist Eltville am Rhein (ist vielleicht wärmer beim vorausgesagten Kälteeinbruch), ca. 100 KM entfernt. In Mörfelden tanken wir 59 Liter, für 64,24€ bei 21194 Kilometern. Das Wetter verschlechtert sich zunehmend, es wird immer diesiger. Wir erreichen den Reisemobilstellplatz (vielmehr den ehemaligen Reisemobilstellplatz) in Eltville am Rhein. Leider gibt es diesen Stellplatz nicht mehr. Der Platz ist mit 2 Meter hohen Schranken versehen, ein Ausweichplatz ist nicht ausgeschildert. Sehr schade, wir haben vor zwei Jahren hier schon mal gestanden und fanden Stellplatz und Stadt einen weiteren Besuch wert.


Rüdesheimer Fähre

Für 5,50€ setzen wir über (es ist keine Brücke zu finden)

 Es geht weiter nach Bingen-Gaulsheim zum dortigen Wohnmobilpark. Schön leer hier, mit uns stehen noch 6 weitere Mobile auf dem Gelände. Der Platzwart ist nicht anwesend (laut Zettel am Eingang: Bin um 16:00 Uhr wieder da). Wir suchen uns ein Stellplatz, holen die Fahrräder runter und ab geht es am Rhein entlang in die Innenstadt von Bingen. Die Fahrradfahrt dorthin geht an vielen Baustellen vorbei. Wir können es überall lesen: „Landesgartenschau 2008 in Bingen“


Wohnmobilpark in BIngen-Gaulsheim

Blick von Bingen auf die Rüdesheimer Weinberge

Das Niederwald-Denkmal in Rüdesheim

Weltberühmt, der Binger Mäuseturm

Buntes Laub in den Weinbergen von Rüdesheim

Die Burgruine Ehrenfels

 Auf der Rückfahrt zum Stellplatz  gönnen wir uns ein Glas  Wein und sitzen noch etwas draußen, vielleicht das letzte Mal in diesem Urlaub.  Am Stellplatz bezahlen wir bei dem zwischenzeitlich eingetroffenen Platzwart 5,-€ für die Übernachtung.


Trotz Wein noch den Durchblick haben, es geht

auch wenn die Schiffe plötzlich anders aussehen

Mittwoch, 01.11.2006, 10:00 Uhr              KM Stand 21251
Wir werden wach und die Sonne scheint mit viel Wind nach einer regnerischen Nacht. Die Brötchen bringt uns der Platzwart um 09:00 Uhr mit, dadurch starten wir nach VE auch erst gegen 10:30Uhr. Der Wetterbericht spricht für Hamburg von einer Sturmflut und in unserer Region Temperatursturz mit Schneefall bis in die Niederungen. Es geht den Rhein 25 Kilometer abwärts und wir fahren den Womo – Stellplatz in Bacharach an.


Womo-Stellplatz von Bacharach

Burg Stahleck in Bacharach

Bacharachs Innenstadt schön und alt

Zum Abendessen hier  natürlich ein Gläschen Wein

Wir stehen unmittelbar am Rhein mit einer tollen Aussicht. Wir entscheiden uns, die Nacht hier zu verbringen. Da wir nicht viel gefahren sind, entschließen wir uns hier für 2,50€ zu den 6,-€ Stellplatzgebühren auch Strom zu nehmen. Es wird draußen merklich kühler und die Heizung läuft schon sehr früh (dafür ist sie ja da). Wir genießen es aus dem Womo heraus die vielen Schiffe auf dem Rhein zu beobachten, einfach fantastisch. Ein kleiner Besuch im Touristen Städtchen Bacharach ist natürlich auch noch drin. Ein schönes Städtchen mit den vielen Fachwerkbauten und Gastwirtschaften und im Sommer bestimmt überlaufen. Wir ziehen uns wieder ins Womo zurück, nachdem wir den Außensender für das Thermometer draußen befestigt haben, wir wollen schließlich aus dem Warmen heraus die angekündigte kälteste Nacht mit erleben. Wir lassen die Heizung zum ersten mal leicht durchlaufen und schlafen ein.


Sonnenaufgang, wolkenlos, kalt, trocken

Geisterhaft schweben die Schiffe im Nebel

Donnerstag, 02.11.2006, 10:00 Uhr                     KM Stand 21276
Eine relativ kalte Nacht ( -1,8 Grad C) liegt hinter uns, dafür werden wir mit einem wolkenlosen Himmel geweckt. Das mit einer zusätzlichen Wolldecke abgeschirmte Führerhaus hat die Kälte in der Nacht tatsächlich zurückgehalten, eine wichtige Erfahrung. Jürgen holt frische Brötchen im Ort und macht auf dem Rückweg noch tolle Bilder von den Nebelschwaden über dem Rhein und der aufgehenden Sonne.
Nach dem Frühstück  und VE geht es weiter Rhein abwärts in Richtung Bonn, durch Koblenz und vorbei am Lahntal.

Wir fahren den im Bordatlas angegebenen Stellplatz in Bonn an der Museumsmeile an. Finster, eng und voll. Nichts für uns, es geht weiter zum Stellplatz in Bonn-Auerberg. Nett hergerichtet, mit großen Boxen für die Mobile, nur das drum herum und die Straßenbahnhaltestelle sagen uns nicht so zu.
„Else“ wird programmiert auf Köln-Riehl und es geht los, ausnahmsweise mal über die Autobahn. Nicht ganz so einfach zu finden der Platz, zumal der Einfahrtbereich mit mehreren Baustellen bestückt ist. Wir bezahlen am Automaten 6,-€ für die Nacht. Der Stellplatz ist bis zum Abend voll ausgelastet. Übrigens schön gelegen und für einen mehrtägigen Aufenthalt zum Besuch der Stadt Köln gut geeignet. Der Wetterbericht verspricht uns den nächsten Tag wieder steigende Temperaturen, allerdings auch feuchtes Wetter.


Stellplatz in Köln-Riehl

Die vorgelagerte -VE- im Baustellenbereich

Blick vom Stellplatz auf den Kölner Dom

Die Sonne und der Schauer zaubern einen Regenbogen

Freitag, 03.11.2006, 10:00 Uhr                 KM Stand 21427
Frische Brötchen aus dem türkischen Geschäft im AXA Haus, entsorgt und die Fahrt geht in Richtung Olpe. Die Fahrt geht über Land, über landschaftlich schön gekennzeichneten Strecken, durch Lindlar, Engelskirchen, Bergneustadt bis zum Freizeitbad in Olpe. Es stehen schon einige Womos auf dem nur für Wohnmobile gekennzeichneten Flächen direkt am Flüsschen Bigge. VE vorhanden, Wasser 1,-€, Strom 10 Stunden 2,-€, kostenloser Stellplatz und nicht weit bis in die Innenstadt. Also bestens zu empfehlen. Beim Besuch der Innenstadt stoßen wir überraschend auf den Martinusmarkt mit vielen Ständen und Futterbuden. Es ist wenig los, wahrscheinlich einfach zu kalt und zu feucht. Gegen 16:00 Uhr regnet es sich langsam ein und wir ziehen es vor, den Rest des Tages im Womo mit Heizung zu verbringen. Der Stellplatz ist dabei mit 9 Wohnmobilen besetzt und damit auch voll ausgelastet. Einfach erstaunlich für November und so ein Wetter. Offensichtlich gibt es außer uns noch andere Wohnmobilgestörte.
Morgen werden wir unsern Heimathafen anlaufen, unwiderruflich die letzte Übernachtung im Womo für dieses Jahr. Das ist wirklich schade.


Der Stellplatz in Olpe am Flüsschen Bigge

Klasse Womo reservierter Stellplatz am Erlebnisbad Olpe
Samstag, 04.11.2006, 09:30 Uhr         
Nach der üblichen "Ende des Urlaubs Prozedur" geht es in Richtung Heimat. Eigentlich Schade, denn damit ist die Womo Saison 2006 auch vorbei. 
Der Abwassertank wird zum Reinigen mit in heißem Wasser aufgelöstem Geschirrspülreiniger aufgefüllt und wird bis zur Entsorgungsstation in Plettenberg am Aqua Magis ordentlich durchgeschüttelt. Leitungen und Abwassertank sind dann für den Winter sauber und geruchsfrei. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Der Frischwassertank bekommt Corega -Tabletten, auch eine einfache Methode.
Es ist 11:40 Uhr und wir erreichen Neuenrade wieder  KM Stand 21558
13 Tage und 1567 Kilometer liegen hinter uns. Für Übernachtungen haben wir insgesamt 53,00€ ausgegeben.
Während das Wohnmobil für den Winterschlaf fertig gemacht wird, laufen schon die ersten Planungen für das Jahr 2007.

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