Reisebericht Deutschland 
NRW
Vom 17. April bis 21. April 2008

Es ist so weit. Die Durststrecke von Anfang November 2007 bis zum April 2008 ist überwunden. Für uns Wohnmobilisten als Nichtwinterurlauber eine lange Zeit. Das Wohnmobil wird aus dem Winterschlaf erweckt mit einem planmäßigem Werkstattbesuch. TÜV mit ASU und  Inspektion sorgen dafür, dass der Ducato wieder reisefertig ist.
Für die Saison 2008 bereiten wir uns schon im Winter vor. Der Bordatlas 2008 ist wieder unsere Standardlektüre für die anstehenden Urlaube. Zusätzlich haben wir uns ein neues Navigationsgerät zugelegt. Ein TomTom one XL T steht uns jetzt   mit einer  2GB SD Karte  und Europa sowie Osteuropa-Karten zur Verfügung. Wir haben einiges an POIs  (
Point of Interest) auf das TomTom aufgespielt. Beim heimatlichen Test läuft alles gut, wie es in der Praxis aussieht, wird sich noch herausstellen.

Es ist Donnerstag, der 17. April 2008.
Wir starten am Vormittag, nachdem wir den Altenaer Wochenmarkt besucht und uns mit Leckereien für den Abend eingedeckt haben. Unser WoMo
steht auf dem Wohnmobilstellplatz an der Lenne, ein sehr schöner Platz, wie wir finden. Er ist für mindestens 10 Mobile ausgelegt, hat eine Ver- und Entsorgungsstation, einige Stromanschlüsse und ist kostenlos. In 300 m Entfernung gibt es frische Brötchen. Der Platz wird regelmäßig gewartet und die Stadt legt großen Wert darauf, dass die Anlage nur von Wohnmobilen genutzt wird.

Der Wohnmobilstellplatz Altena direkt an der Lenne

 am Sportzentrum Pragpaul, Hermann-Voß-Str. 16


Hier kann man auch im Winter stehen, da die VE ganzjährig betrieben wird.


Altena hat den Besuchern viele Sehenswürdigkeiten zu bieten

Donnerstag, 17.04.2008, 11:15 Uhr     Km Stand 29276
Unser Ziel ist Düsseldorf am Rhein mit dem Stellplatz  "
Tonhallenufer". Wir verlassen Altena bei herrlichem Wetter. Keine Wolken am Himmel, seit längerer Zeit etwas Außergewöhnliches. Die Nacht hat uns noch mit -6 Grad Frost beglückt. Die Aussichten für die nächsten Tage sind durchwachsen, was unsere  Freude auf das Wochenende aber kaum beeinträchtigt.
Das neue Navigationsgerät zeigt was es kann. Die Möglichkeiten sind faszinierend und so erreichen wir ohne Umwege den Stellplatz in Düsseldorf, direkt am Rheinufer mit speziell für Wohnmobile reservierte Boxen in Höhe der Tonhallen unterhalb der Promenade. Bei Einfahrt wird ein Ticket gezogen und vor der Ausfahrt an einem der Kassenautomaten bezahlt. 12 Euro für 24 Stunden, nicht ganz billig, dafür aber in schöner und stadtzentraler Lage.


Wohnmobilstellplatz Düsseldorf "Tonhallenufer" direkt am Rhein


Blick auf den Rheinturm

Burgplatz mit dem Schlossturm
Mobil eingeparkt und los geht es entlang der Rheinuferpromenade. Die Gastronomie nutzt den schönen Tag ebenfalls. Unterhalb des Burgplatzes haben die Restaurationsbetriebe Tische und Stühle aufgebaut. Auch wenn es etwas kühl ist, sitzen schon Hunderte von Touristen unter Heizstrahlern und hinter windgeschützten Ecken bei Altbier und kulinarischen Leckereien. Ein toller Anblick.
Es geht weiter, vorbei am Landtag Nordrhein-Westfalens. Im Eingangsbereich begegnen wir noch kurz unserem aktuellen Ministerpräsidenten Dr. Rüttgers, ich glaube er hat uns beiden nicht erkannt.
Wir gönnen uns die Auffahrt (6,00 Euro pro Person) auf den 234 Meter hohen Rheinturm und damit dem höchsten Gebäude in Düsseldorf. Wir werden mit einem herrlichen Panorama belohnt. LTU Arena, Flughafen, Altstadt, Landtag, Medienhafen, Rheinknie und vieles mehr liegen uns im wahrsten Sinne zu Füßen.

Medienhafen mit den Gehry-Bauten

Vom Handelshafen zum Medienhafen
Modezentrum/Architekturzentrum/Gastronomie

Blick auf den Landtag Nordrhein-Westfalens

WDR Gebäude und Blick auf den Medienhafen

Blick vom Rheinturm

auf Düsseldorf

Ein Hauch von Frühling für die Touristen

auch für die Natur


Schöner Ausblick vom Wohnmobilstellplatz auf Düsseldorf und den Rhein
Die blinkenden Bullaugen des Rheinturms zeigen die größte Dezimaluhr der Welt (ohne Anleitung ein Rätsel)

Wir verlassen den Rheinturm und schlendern entlang der Rheinuferpromenade und tauchen in eine der vielen Gassen der Altstadt ein. Die Gastronomievielfalt hier ist gewaltig. Der Spruch von der längsten Theke der Welt hat hier seine Wahrheit. Wir genießen am Rheinufer einen Cappuccino für Antje und ein Hefe-Weizen (Altbier ist hier keine Pflicht, man wird auch nicht komisch angeschaut beim Bestellen) für Kugel. Den Abend verbringen wir mit einem tollen Ausblick auf den Rhein, einem Schluck Wein und dem Gefühl von Urlaub  im Wohnmobil.


Der Straßenname steht für die Shoppingmeile und Bummeln

Freitag, 18.04.2008
Nach dem Frühstück geht es noch zur "Kö". Die Königsallee, eine der bekanntesten Shoppingmeilen in Deutschland, lockt auch uns zum Bummeln aber sicher nicht zum Kaufen. 24 Stunden reichen natürlich nicht für Düsseldorf. Wir werden unsere Landeshauptstadt bestimmt noch einmal besuchen.


Die Düsseldorfer Innenstadt


Die Königsallee

Einkaufspassage "Sevens"

Wir bezahlen für 24 Stunden 12 Euro
 

Freitag, 18.04.2008, 11:50 Uhr     Km Stand 29379
Wir haben die Nacht einigermaßen ruhig verbracht. Die vorbeifahrenden Schiffe und der Parkverkehr haben unseren Schlaf nicht wirklich gestört.
Wir starten in Richtung Oberhausen. Der Wohnmobilstellplatz  "Am Kaisergarten" ist unser Ziel. Wir haben diesen Platz im Herbst 2006 schon einmal besucht und waren von der Lage und der Ausstattung begeistert. Der Wetterbericht meldet für Samstag schlechteres Wetter, so wäre ein Bummel im "Centro" nicht schlecht. Der Platz liegt an einer stark befahrenen Eisenbahnlinie und einer Sportanlage für Jugendliche mit Musikbeschallung, da ist die Lärmbelästigung nicht schlecht. Wir wollen hier ja keinen Urlaub verbringen.
Wir spazieren durch den angrenzenden Schlosspark mit einem kleinen Tierpark bis zum Kanal, von dort geht es weiter bis zum Gasometer. Im Gasometer ist eine Ausstellung "Das Auge des Himmels" , wie der Name vermuten lässt handelt es sich um Aufnahmen der Erde aus dem Weltraum durch Satelliten . Wir besuchen diese Ausstellung und lassen uns in dieser "Riesentonne" mit dem Glasaufzug auf das Dach schießen. Eine tolle Aussicht über das Ruhrgebiet rundherum.


Wohnmobilstellplatz im Oberhausener "Kaisergarten"


Ein Hauch von Frühling

im  Schlosspark von Oberhausen
 

Der Rhein-Herne-Kanal

Ein Klettergarten am "Gasometer"

Gasometer Oberhausen

Ein Ausstellungsstück "Das Auge des Himmels"

Ausblick vom Dach des Gasometers über das gesamte Ruhrgebiet.

Freizeitpark

Blick in Richtung Norden

Blick auf den Wohnmobilstellplatz "Am Kaisergarten"

Das CentrO

Samstag, 19.04.2008    09:00 Uhr
Eine nicht ganz ruhige Nacht durch den Bahnverkehr ist vorbei. Das Wetter macht einen guten Eindruck. Antje bekommt noch einmal drei Stunden selbstständigen Ausgang zum Einkaufszentrum ohne viel Bargeld.

Es ist 12:45 Uhr, der Einkaufsbummel ist ohne Schwierigkeiten verlaufen und beim KM Stand von 29418 machen wir uns auf in Richtung Xanten. Vorher lassen wir noch unser Abwasser ab und bunkern Frischwasser (im Stellplatzpreis von 7,00 Euro enthalten). Unser Ziel aus dem Bordatlas ist der Wohnmobilpark Römerschlucht. Laut TomTom sind es genau 49,9 Kilometer. Eigentlich ist das Wetter  viel besser als vorhergesagt und wir erreichen Xanten nach 45 Minuten. Der Stellplatz entspricht nicht unseren Vorstellungen. Er ist stark belegt, schräg und uns einfach nicht sympathisch. Das müssen wir nicht haben, schließlich soll es uns Spaß machen.
Plan "B" tritt in solchen Fällen in Aktion. Wir beschließen den Stellplatz in Rees (18 Km von Xanten entfernt) anzufahren, der uns vom Vorjahr her bekannt ist. Gegen 14:30 Uhr sind wir da. "Potz Blitz" ganz schön Betrieb auf dem Stellplatz. Klar, Wochenende und das erste ohne Regen. Offensichtlich krabbeln die Mobile alle aus den Winterquartieren, toll.
Ein schöner Stellplatz für ca. 40 Mobile am Frei- und Hallenbad. Für 24 Stunden bezahlen wir 4,50 Euro inkl. Ver- und Entsorgung. Strom gibt es an reichlich Anschlüssen für 0,50 Euro pro KW. Müll kann hier entsorgt werden und die Infotafel mit dem Stadtplan weist uns den kürzesten Weg in die Innenstadt, da gibt es nichts zu meckern.


Der Stellplatz in Rees


VE/Müllentsorgung/Strom/INFO-Tafel

Kunstfiguren aus Holz im gesamten Stadtgebiet

Der Um die Ecke Kieker

Rees hat eine schön gestaltete Uferpromenade

Alte Stadtmauer/Teich/Kunstgegenstände

Zwei Mädchen beim "Schnattern" am Rhein
Nach der Stadtbesichtigung lassen wir uns häuslich nieder. Der Himmel hat sich zugezogen und es beginnt zu tröpfeln. Die richtige Zeit für ein Buch oder das Laptop, wir entspannen uns, während immer noch neue Wohnmobile den Platz anfahren.

Samstag, 20.04.2008, 09:30 Uhr       KM Stand  29494
Nach einer hurtigen Ver- und Entsorgung (wegen ausgiebigem Duschen)  am frühen Morgen starten wir um 09:30 Uhr Richtung Ruhrgebiet. Aus dem Bordatlas haben wir uns den Stellplatz in Oer-Erkenschwick ausgesucht.
In der Nacht hat der Regen aufgehört, der Wetterbericht verspricht nach Auflösung der Wolken einen schönen Tag.
Auf dem Weg schauen wir noch kurz an dem Flugplatz Marl Loemühle vorbei. Ein Platz mit vielen Flugbewegungen, mal etwas anderes.

Flugplatz Marl-Loemühle

Eine "Alte Bekannte" Absetzmaschine der Springer

Stellplatz in  Oer-Erkenschwick

VE vor der Einfahrt zu den Stellplätzen

Der Reisemobilplatz Am Stimbergpark ist gut ausgeschildert und liegt am Erlebnisbad "Maritimo". Der in drei Ebenen ausgelegte Platz ist leer und macht zu  Beginn einen guten Eindruck. Stühlchen raus und sonnen ist angesagt. Dass hier hin und wieder mal ein Pkw vorbeifährt stört weniger. Der eigentliche Stellplatz ist mit dem Parkplatzzeichen P und dem Zusatzschild Wohnmobile ausgeschildert. Ab 15.00 Uhr geht es dann richtig los. Die Tuningszene schein hier ein Treffen zu haben. Pausenlos fahren jetzt die Fahrzeuge durch die drei Ebenen. Teils mit durchdrehen Rädern, teils mit Auspuffanlagen ohne Schalldämpfer(?) und ständig laute Soundanlagen mit den bekannten Bässen. Die schwarzen Radierstreifen auf der Fahrbahn sagen alles. Zwischen diese Fahrzeuge mischen sich auch noch Motorräder. Dann sammelt sich hinter uns noch ein Tuning Club mit entsprechender Lautstärke. Von Feuerwerkskörpern, die zwischendurch gezündet werden, wollen wir gar nicht reden. Das ist auch uns zuviel, es ist 18.00 Uhr und wir beschließen einen anderen Stellplatz aufzusuchen, schließlich wollen wir etwas ruhiger schlafen. Wie ist das erst im Sommer hier? Wir wollen es nicht wissen und entschließen uns der Stadtverwaltung eine Email zu schicken, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen.

Wir finden im Bordatlas einen Wohnmobilstellplatz in Bergkamen - Wohnmobilhafen Marina Rünthe -. Die Beschreibung und das Foto gefallen uns. Gegen 18:50 Uhr, erreichen den Platz. Super, wie beschrieben und das Foto passt auch, sogar noch schöner. Diese neue Anlage im Hafenbereich ist mit VE/Strom/Müllentsorgung  und Info-Tafel bestens ausgestattet. Damit der Platz nicht von Pkw zugeparkt  wird, sind Ein- und Ausfahrt mit Kette bzw. Gitter gesperrt -Hinweis: "Nur für Wohnmobile". Für kulinarische Höhepunkte ist in 40 Metern Entfernung auch gesorgt.
Wir  schlemmen aber im Mobil und merken uns diesen Platz schon einmal für später vor.


VE im Wohnmobilhafen Marina Rünthe

Einfahrt mit  Infotafel


"Gehen Sie hier vor Anker" so das Motto des Betreibers


Der Frühling hat es geschafft


Montag, 21.04.2008, 09:15 Uhr      KM Stand   29620
Wir verbringen hier eine sehr ruhige Nacht, nachdem die letzten Gäste "The Gate to Asia" verlassen haben.
Frühstücksbrötchen, die es hier sonst im nahe gelegenen Cafe zu kaufen gibt, schlafen noch, denn Montags ist Ruhetag.
Wir entsorgen noch einmal und werden vom netten Platzwart herzlich begrüßt und gleichzeitig verabschiedet. Von ihm erfahren wir alles über diesen Ort und den neuen Stellplatz. Wir nehmen noch einige Flyer mit und versprechen für den Platz zu werben.  Es wäre schön, wenn er so gepflegt erhalten bliebe.
Bei kühlem Ostwind und blauem Himmel starten wir in Richtung Heimat. Wir besuchen noch ein skandinavisches Möbelhaus, ein Lebensmitteldiscounter, eine Tankstelle (Km Stand 29632 = 60 Liter -Liter für 1,31 Euro) und ein Baumarkt (Verlust eines Teiles des Abwasserleitungssystems).
Am Nachmittag erreichen wir unseren Heimatort. Ein tolles Wohnmobilwochenende, das erste im Jahr 2008, geht zu Ende. Alles dicht, Pumpe ist O.K. die neuen Batterien zeigen eine tolle Leistung wir sind bereit für das Womo-Jahr.
Ca. 400 Kilometer haben uns in NRW Bekanntes und Neues gezeigt, es lohnt sich auch bei uns im Land einmal zu schauen.
Der Blick geht nach vorne, wir freuen uns auf den kommenden Sommerurlaub. Dazu später aber mehr.


Marina Rünthe

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