Reisebericht Frankreich Provence
Vom 30. Juli  bis 20. August 2011


Stand: 01. September 2011

Samstag, 30.Juli 2011   07:10 Uhr    KM Stand 58850      13 Grad C kühl, Nieselregen
Wir haben die Nase von dem Regenwetter einfach voll und wollen ins Warme und Trockene. Die letzten Juliwochen im Sommer 2011 sind
enttäuschend. Also, auf die Europawetterkarte geschaut und die Entscheidung fällt auf Frankreich und die Provence, warum auch nicht?
Die Fahrt geht bei Nieselregen los in Richtung Süden. Unterwegs entscheiden wir uns kurzfristig über Luxemburg zu fahren und tanken beim Stand
von 59190 KM 50 Liter Diesel, zum Preis von 1,19 Euro pro Liter. Das Navi wird auf Goncourt programmiert, ein Stellplatz am Ufer der Meuse  an
der D 74 zwischen Neufchâteau und St. Thiébault. Wir programmieren: "Mautstraßen vermeiden" und sind begeistert von der Fahrt über Land-
Strassen, parallel zur Autobahn. Lkw - Fehlanzeige auf dieser Strecke, jedenfalls am Samstag.
Am Nachmittag erreichen wir den Stellplatz bei trockenem Wetter. Die Sonne schaut schon mal durch die Wolken, aber es ist noch kalt. Für den
Anfang ist das schon ganz gut. Strom gibt s hier nicht, dafür Ver- und Entsorgung. Die Gemeinde freut sich über 2,- Euro, die in die Spendenbox
kommen. Goncourt selber gibt nicht viel her, halt ein sehr kleiner Ort. Wir schlummern in die erste Urlaubsnacht.


Der Wohnmobilstellplatz in dem kleinen Örtchen Goncourt am Ufer der Meuse

Hinweise für den Wohnmobilgast

Wohnmobilstellplatz Goncourt am Ufer der Meuse

Sonntag, 31.Juli 2011   07:00 Uhr    KM Stand 59376      10 Grad C, bewölkt, trocken
Eine ruhige Nacht liegt hinter uns und wir werden um 08:00 Uhr hupend vom Bäcker begrüßt, der frisches Baguette mitbringt. Klasse.
Wir rollen wieder über die Landstraße mit dem Ziel: Savigny-les-Beaune, zwischen Dijon und Chalon-S-Saône an der A 6.
Im Ort Savigny-les-Beaune fahren wir den Campingplatz an, der etwas außerhalb des Ortes liegt. Es ist 12:00 Uhr und der kleine nette Campingplatz ist halb voll. Für eine Nacht bezahlen wir 14, 60 Euro, inkl. Strom.  Wir richten uns ein und bei blauem Himmel steigen die Temperaturen auf 27 Grad C. - TOLL -
Im Ort, der von Weinbergen umgeben ist, gibt es ein Château mit einem Museum. Wie es der Zufall so will ist es ein Museum mit Ausstellungen von
ABARTH, alten Motorrädern, Landmaschinen, Feuerwehrfahrzeugen, Weinen, Flugzeugen und tausende von kleinen Modellen.
Für 9,00 Euro pro Person besichtigen wir das Château de Savigny und bleiben fast drei Stunden in dem Museum und dem Park mit seinen
wirklich guten Sehenswürdigkeiten.
Am Campingplatz wieder angekommen stellen wir fest, dass der Platz ausgebucht ist. Ein Durchreisecampingplatz auf dem Weg in den Süden,
fest in Holländischer Hand.


Château de Savigny

ABARTH Ausstellung n der 1. Etage

Alte Landmaschinen

Château de Savigny Ausstellung alter Motorräder

Château de Savigny Flugzeugausstellung mit 80 Ausstellungsstücken

In die Jahre gekommene Jets

Restaurierte Jets vor dem Zusammenbau

Château de Savigny Flugzeugausstellung

Fouga Magister

Rundweg im Flugzeugpark

Tigerlackierung an einem Jaguar Jet

Château de Savigny

Château de Savigny

Montag, 1. August 2011    07:00 Uhr    KM Stand 59538      8 Grad C, wolkenloser Himmel
Eine ruhige Nacht liegt hinter uns, bis 6:30 Uhr. Dann beginnen die "Durchreiser" wieder zu Starten. Wir frühstücken in Ruhe im Wohnmobil, weil
es draußen mit 8 Grad noch etwas kalt ist. Dabei beschließen wir noch eine Nacht hier zu verbringen.
Dann geht es mit den Fahrrädern in die Stadt Beaune, ca. 7 Kilometer entfernt. Das nette Städtchen ist einen Besuch wert. Am Nachmittag
gönnen wir uns etwas Ruhe bei blauem Himmel und 27 Grad C.


Campingplatz Savigny-les-Beaune

Innenstadt von Beaune

Dienstag, 02. August 2011, 09:10 Uhr     KM Stand 59538    10 Grad C (um 07:00 Uhr)  wolkenlos - blau -
Das Wetter hält sich und die Fahrt geht weiter n Richtung Süden.  In Macon tanken wir 53 Liter beim Stand von 59633 km für 1,33 Euro der Liter.
Wir fahren den Campingplatz "Indigo Parc des Oiseaux" in Villars-les-Dombes, nordöstlich von Lyon, an. Platz gibt es noch genug auf diesem Camping, der direkt an einem Freibad liegt. Wir bezahlen 16,55 Euro für die Übernachtung, allerdings ohne Strom, der erschien uns mit 4,50 Euro doch etwas hoch. Der Besuch des Freibades ist für Campinggäste kostenlos, insgesamt können wir diesen Platz empfehlen, der nur wenige
Gehminuten von dem großen Vogelpark "Parc Oiseaux" liegt, der Besuch ist natürlich eine Pflichtveranstaltung.
Für 11,00 Euro ( mit Ermäßigung für Campinggäste) pro Person schließen wir uns der Schlange an der Kasse an. Voll ist es hier, die Parkplätze sind fast alle belegt. Es ist halt Ferienzeit. Nach drei Stunden sind wir  erschöpft, über 30 Grad C und kaum Wind, es ist genug für heute. Ein toll angelegter Park, in dem man den ganzen Tag verbringen kann - also, den Besuch einplanen wer hier mal vorbei kommt.
Den Rest des Tages verbringen wir vor dem Wohnmobil und zum ersten mal in diesem Urlaub sitzen wir bis nach Mitternacht draußen bei Temperaturen über 20 Grad C.


Campingplatz "Indigo Parc des Oiseaux" in Villars-les-Dombes
   
Vogelpark "Parc Oiseaux" in Villars-les-Dombes

Mittwoch, 03. August 2011, 09:45 Uhr   Km Stand 59678     20 Grad C, stark bewölkt, ganz wenige Regentropfen
Weiter in Richtung Süden, dort wo es nicht regnet. Unser Ziel ist der Ort Hauterives mit dem "Palais Idéal", südlich von Lyon. Wir umfahren Lyon auf der östlichen Seite über kleine und landschaftlich schön eingezeichnete Straßen, verfolgt von dunklen Wolken, die uns ab und zu einige Schauer runter schicken. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir den Ort Hauterives. Wir parken auf dem großen Wohnmobilstellplatz am Ortsrand unterhalb des Freibades, der Regen ist verschwunden. Es ist heiß und staubig hier, also erstmal Mittagspause mit kühlen Getränken. Anschließend geht es in das "Palais Idéal", ca. 400 Meter vom Parkplatz entfernt. Erbaut wurde dieses wohl außergewöhnliche Gebäude von dem französischen Briefträger Ferdinand Cheval (1836-1924)  in tausenden von Arbeitsstunden. Es wird auch als einziges Beispiel der Architektur der naiven Baukunst bezeichnet. Stimmt, wir sehen es auch so und finden es interessant. Ein Besuch lohnt sich in Hauterives.


"Palais Idéal"  erbaut von dem französischen Briefträger Ferdinand Cheval (1836-1924)
   
"Palais Idéal" von dem französischen Briefträger Ferdinand Cheval (1836-1924) erbaut

Wir könnten hier auf dem Camping Car Platz mit VE zwar übernachten, ziehen es aber vor weiterzufahren. Es geht an die Rhône nördlich von Valence. Nach einigen Fehlversuchen beim Aussuchen von Campingplätzen landen wir in Tournon. Das heißt eigentlich in dem Ort Tain L'Hermitage, auf der anderen Rhône-Seite gegenüber von Tournon. Wir lassen uns auf dem Campingplatz Municipal "Les Lucs", direkt an der Rhône nieder. Neben dem Campingplatz befindet sich ein Freibad mit freiem Eintritt für die Campinggäste. Die Übernachtung kostet 17,90 Euro, inkl. Strom und Taxe de séjour. Es ist schön hier, vermutlich werden wir noch eine Nacht hier verbringen. Für weitere Aktivitäten ist es heute mit 30 Grad C einfach zu warm, also relaxen.


Campingplatz Municipal "Les Lucs" in Tain L'Hermitage

Donnerstag, 04. August 2011, 08:15 Uhr   Km Stand 59852    21 Grad C, blauer Himmel vier kleine Cumulus-Wölkchen in der Ferne -Super-
Wir frühstücken im Freien  bei leichtem Wind mit Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe. Anschließend geht es mit den Fahrrädern rüber in die Stadt Tournon. Jetzt, kurz vor Mittag sind es knapp 30 Grad C und zwischen den schattigen Häuserzeilen lässt es sich gut aushalten. Noch ein bisschen über den gut ausgebauten Radweg entlang der Rhône und dann am Nachmittag relaxen wir wieder am Campingplatz. Wir wollten so ein Wetter ja haben, hier ist es dann bitte schön.  Keine körperlichen Anstrengungen mehr.

   

Tournon an der Rhône

Freitag, 05. August 2011, 00:30 Uhr   Km Stand 59852   23 Grad C wolkenlos
Weiter geht es in Richtung Süden. St. Martin d' Ardèche ist das nächste Ziel, am Eingang zur Ardèche. Es geht über die  RN 7 und wir wechseln nach einem riesigen Stau auf die N 86. St. Martin d' Ardèche ist überlaufen und die Campingplätze sind voll und eng. Wir fahren weiter nach
Pont-St-Esprit zu den ausgeschilderten Campingplatz Beaucamp, ca. 3 Kilometer außerhalb der Stadt. Dort angekommen stellen wir fest, dass
es den Campingplatz seit 2011 nicht mehr gibt. Unsern Stützpunkt finden wir dann am Campingplatz "Le Mas  Sud Ardèche", parzellierte Plätze am Fluss für 22,50 Euro Übernachtungsgebühr inkl. Strom. Wir bauen auf und Ende ist es für heute. 33,3 Grad C sind es im Wohnmobil dank Ventilator. Die Außentemperatur erreicht allerdings den Höchststand bei 36,2 Grad C. Ja, ja, die Geister die wir riefen.......
Gegen Abend ziehen zwei lokale Gewitter rechts und links an uns vorbei, ohne uns zu treffen. Es kühlt sich in der Nacht auf 23 Grad C ab.


L´Ardèche am Campingplatz

Campingplatz Le Mas  Sud Ardèche
   
Hinweis zum Campingplatz                             Das sind mal Sommertemperaturen!                                  "Plage"  an der Ardèche

Samstag, 06. August 2011,  07:00 Uhr  KM Stand  59997   20 Grad C   stark bewölkt und trocken
Die Nacht hat uns mit Gewittern und Regen verschont. Gefrühstückt wird mit frischem Baguette in der freien Natur. Eine Tour mit dem Fahrrad in
den Ort Pont-St-Esprit ersparen wir uns. Wir müssten über die N86, einen anderen Weg gibt es wohl nicht. Der starke Verkehr und die  dunklen Wolken, so wie Temperaturen von nun 28 Grad C bescheren uns noch einen Relaxtag, wir haben ja schließlich Urlaub.
Gegen Abend gibt es mit unseren französischen Nachbarn aus Paris eine lockere Stehparty. Ein Gemenge aus deutschen, französischen und englischen Vokabeln, aufgelockert  mit Williams und Rum  ergibt eine unterhaltsame die Gesprächrunde. Das Paar begegnet uns mit einer tolle Gastfreundschaft und lädt uns nach Paris ein . Zu schnell ist der Abend vergangen und wir krabbeln bei Wetterleuchten und "Grummeln" in die Kojen.


"Plage" mit Sand (!) an der Ardèche

Sonntag, 07. August 2011,  07:00 Uhr  KM Stand  59997 08:30 Uhr   Stark bewölkt und starker Regen
Es hat die ganze Nacht mit Starkregen gewittert und beim Frühstück schüttet es immer noch. Das Baguette hat es soeben von der Rezeption zum Wohnmobil geschafft, ohne aufzuweichen. Wir bauen im Regen ab, ver - und entsorgen und sind schon das erste Mal nass. Wir bezahlen 44,88 Euro für zwei Übernachtungen mit Strom. Den Plan, heute Morgen eine nahegelegene Krokodilfarm zu besichtigen, geben wir schnell auf.  Es geht weiter in Richtung Orange, zum Campingplatz "Le Jonquier". Kurz vor dem Ziel machen wir noch einen "Boxenstopp" am Supermarkt und tanken 42 Liter beim Stand von 60023 KM.  Dann kaufen wir noch das Nötigste ein. Es ist Sonntag und der "Laden" ist  voll, bei dem Wetter scheinen alle Langeweile zu haben.
Erst gegen Abend lässt der Regen nach und wir erleben noch einen trockenen Sonnenuntergang. Andere Camper, die aus dem Süden erst jetzt am Campingplatz ankommen, sind erstaunt, dass es hier geregnet hat. Wir können wieder im Freien zu Abend essen, so soll es weitergehen.


Der Regen hat sich zum Sonnenuntergang verzogen

Campingplatz "Le Jonquier" in Orange
Montag, 08. August 2011, 08:10 Uhr   KM Stand 60025     21 Grad C leichte Bewölkung, trocken und windstill
Im Internet hatten wir recherchiert, dass montags in Orange Markt ist. Das war eine krasse Fehlinformation. Wir sind früh mit den Rädern unterwegs, aber kein Markt in Sicht. Im Office de Tourisme  erfahren wir, donnerstags ist ein großer Markt Mitten in der Stadt, heute nicht. Zu dumm, aber wir schauen uns trotzdem die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten an, wie die folgenden Bilder beweisen. Am Nachmittag ist Relaxen in der Sonne angesagt, der stetige Wind (Mistral?) hält die Temperatur mit 27 Grad im gut erträglichem Bereich.
   
Orange

Arc de Triomphe

Ein schön gestalteter Kreisverkehr in Orange
   

Théâtre    

Antique

Blick vom Parc colline Saint-Eutrope über Orange

Blick vom Parc colline Saint-Eutrope auf den Mont Ventoux

Der Mont Ventoux verhüllt von Wolken
   
Cathédrale Notre Dame de Nazareth

Place des Frères Mounet

Dienstag, 09. August 2011, 08:10 Uhr   KM Stand 60025    18 Grad C  blauer Himmel mit vereinzelten Wölkchen
Wir bezahlen für 2 Übernachtungen 60,00 Euro inkl. Strom. Ein stolzer Preis für die Leistung, die dort geboten wird. Mit Abstand finden wir die unsaubersten Sanitäranlagen dieses Urlaubs vor.
Wir fahren weiter in Richtung Süden, vorbei an Avignon nach St. Remy de Provence, dort soll mittwochs Markt sein, den wollen wir uns anschauen.
Die Auswahl der nächsten Schlafstätte fällt auf den "Camping Pegomas" in St. Remy de Provence.  In der Urlaubszeit sind wir nicht sehr wählerisch und nehmen den sehr vollen und engen Platz. Langsam, mit eingeklappten Spiegeln, geht es vorbei an geparkten Pkw zum Standplatz. Nach längerem Rangieren ist es geschafft, wir stehen. Eigentlich ist dieser Campingplatz nicht geeignet für größere Wohnmobile, zur Enge kommen auch noch die tief überhängenden Bäume dazu. Die Nacht kostet 27,60 Euro inkl. Strom.
Mit den Fahrrädern geht es in das kleine Örtchen, was vom Campingplatz auch gut zu Fuß zu erreichen ist. Enge kleine Gassen, mit Laden an Laden, eine touristische Sehenswürdigkeit. Von dem Markt am kommenden Tag versprechen wir uns nicht all zu viel in diesem "Örtchen".
Der Schatten auf dem Campingplatz durch die Bäume, macht sich für den Rest des Tages bezahlt. Bei 30 Grad lässt es sich aushalten.


"Camping Pegomas" in St. Remy -  de - Provence

St. Remy - de - Provence
   
In den Gassen  von St. Remy - de - Provence

Mittwoch, 10. August 2011, 08:00 Uhr   KM Stand 60075  blauer Himmel, 17 Grad C  leichter Wind
Wir stehen relativ früh auf, frühstücken und fahren mit den Fahrrädern zum Markt. Wir sind erstaunt, ein riesiger und interessanter Markt offenbart sich uns, kaum zu glauben. Wer in der Nähe ist sollte diesem Markt unbedingt besuchen.
Wir kommen mit einigen Würsten, Lavendel und 100 Fotos zurück.


Wochenmarkt von St. Remy - de - Provence

Eine einfache künstlerische Gestaltung unter den Platanen
   
Korbtaschen in allen Farben                                            Oliven in allen Variationen                                 Schmuck aus Trinkdosenverschlüssen

Töpfereien

aller Art

Eine etwas andere Obstverpackung

Das Team - Orange -

Livemusik gehört hier zum Markt dazu

so wie die passende Kopfbedeckung

Die Fahrt geht weiter nach Tarascon, ca. 20 Kilometer westlich von St. Remy - de - Provence gelegen. Wir fahren auf den Campingplatz "Camp Tartarin", direkt am Château Royal de Provence an der Rhône. Der kleine Campinglatz wird vorwiegend von französischen Campern benutzt und macht einen etwas "übrig gebliebenen " Eindruck. Wir bezahlen für eine Übernachtung ohne Strom 18,50 Euro. Für eine Übernachtung ist das in Ordnung. Am Nachmittag geht es in den Ort Tarascon zu Besichtigung.  Ein bestimmt historischer Ort aber nicht unbedingt attraktiv für Touristen.
Gegen Abend füllt sich der Campinglatz etwas mehr, offensichtlich mit "Durchreisern" - spät kommen - früh weg.


Château Royal de Provence

Château Royal de Provence

Innenstadt  von Tarascon

Camping Tartarin
   
Hände, die Türen öffnen in Tarascon
   
Innenstadt  von Tarascon

Donnerstag, 11. August 2011, 08:00 Uhr   KM Stand 60096   blauer Himmel 18 Grad C
Wir bauen ab, verlassen den Campingplatz und parken vor der Einfahrt. Mit den Fahrrädern geht es über de Rhône in den Ort Beaucaire. Hier ist nämlich heute Markt. Was für ein Unterschied zum Markt in St. Remy - de - Provence! Hier ist fast alles nur "Schrott", fliegende Händler mit Sachen die irgendwie den Eindruck machen, als wären sie vom Lkw gefallen. Schnell geht es zurück zum Wohnmobil und die Fahrt geht weiter in die Gebirgsregion "Alpilles" und anschließend ins Durance - Tal. Tolle Landschaften, in der Straßenkarte  grün gekennzeichnet.
Am Nachmittag erreichen wir die Stadt Apt, östlich von Avignon. Wir steuern den Campingplatz "Camping Municipal Les Cedres" an und ergattern den letzten Stellplatz, aber auch nur für eine Nacht. Bei 30 Grad C lassen wir den Tag langsam ausklingen. Fotos von Apt gibt es leider nicht.


Château von Beaucaire

Wochenmarkt in Beaucaire

Hafen von Beaucaire

Hafen von Beaucaire

Campingplatz in Apt

Heute ist Melonentag

Freitag, 12. August 2011, 08:00 Uhr  KM Stand  60234     12 Grad C blauer Himmel mit leichten Zirren
Für die Übernachtung inkl. Strom bezahlen wir 14,00 Euro, ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. 10:00 Uhr, wir rollen wieder, mit dem Ziel Forcalquier an der N 100. Es geht wieder über landschaftlich schöne Straßen. Im Ort St. Michel, kurz vor Forcalquier, gibt es ein Observatorium und ein Wohnmobilstellplatz am Ortsrand mit toller Aussicht auf die Gebirgslandschaften.
Gegen Mittag erreichen wir den Campingplatz "Camping Indigo Forcalquier" und bekommen noch ein Stellplatz. Es ist wieder sehr warm in der Mittagszeit und wir lassen es langsam angehen.


St. Michel, kurz vor Forcalquier, das Observatorium

Am Nachmittag geht es zu Fuß in den Ort Forcalquier, bei 31 Grad C. Es ist eine typisch französisch/provencialische Kleinstadt mit kleinen und kleinsten Geschäften, Antiquariaten und Touristenramsch. Wir erklimmen den Hügel mit der Citadelle und genießen den tollen Rundumblick über die Haute Provence auf der einen und das Vaucluse auf der anderen Seite.


Camping Indigo Forcalquier

Camping Indigo Forcalquier mit reichlich Animation
   
Citadelle Notre-Dame de Provence

Ausblicke von der Citadelle Notre-Dame de Provence

Ausblicke von der Citadelle Notre-Dame de Provence

Fantastische Wellenwolken über den Gebirgen

Bizarre Formen am Vormittag

Samstag, 13. August 2011, 07:30  Uhr  KM Stand  60280    18 Grad C   blauer Himmel, windstill. So kühl soll es heute nicht bleiben. Um 14 Uhr sind es 32 Grad!! Aber bis dahin sind wir noch mal im Ort gewesen, einen Marché de Poterie anschauen, einen Espresso trinken und Leute begucken. Herrlich! Der Nachmittag bleibt dem süßen Nichtstun vorbehalten, etwas Lesen, Bilder auslesen und die Homepage pflegen, damit sie beim nächsten WIFI aktualisiert werden kann.


Notre-Dame du Bourguet

Töpfermarkt in Forcalquier


Töpfereien in allen Farben


 und Formen

Sonntag, 14. August 2011, 07:55  Uhr  KM Stand  60280    18Grad C   stark bewölkt, dicke Regentropfen
Wir werden mit Regentropfen geweckt. Was ist das denn??? Es sind nur einige wenige Tropfen, dann ist es wieder trocken. Wir bauen ab und fahren in Richtung Norden, die Stadt Sault ist unser Ziel für den heutigen Tag. In Sault soll am 15. August eine Lavendel Fete sein, das wollen wir uns einmal anschauen. Wir fahren den Camping Municipal du Defends, etwas außerhalb von Sault an. Die Fahrt geht über kleine schmale Straßen in Richtung Mont Ventoux, durch Schluchten und unzähligen, leider schon abgeernteten  Lavendelfeldern. Gegen 11:00 Uhr erreichen wir den Campingplatz, der direkt gegenüber der Pferderennbahn liegt. Es gibt einen Stellplatz unter hohen Pinien und Eichen, ohne Parzellierung aber uneben und mit Pinienzapfen übersäht. Das Auswiegen dauert halt etwas länger, klappt aber auch.


Blick vom Campingplatz auf den Mont Ventoux

Camping Municipal du Defends in Sault

Von unserm Stellplatz haben wir die Einfahrt zur Rennbahn in Sicht. Anhand der vielen ankommenden Pferdewagen mit Sulkys glauben wir an ein Traberrennen. Es füllt sich immer mehr und Parkplätze sind keine mehr zu finden. Wir entschließen uns mal einen Blick um die Ecke zu werfen.
Wir bezahlen 5,00 Euro Eintritt pro Person und sind auf der Rennbahn und erleben unser erstes Live - Trabrennen. Übrigens ist das Innere der Rennbahn mit Lavendelbahnen voll, wir sind ja schließlich in der Provence.
Wir verstehen das Prozedere hier nicht wirklich, lassen uns aber von der Atmosphäre rundherum anstecken. Wir würden ja auch mal wetten, keine Ahnung wie das geht. Die Schlangen vor den Annahmestellen sind sehr lang, wir lassen es natürlich bleiben. Insgesamt ein interessanter Nachmittag auf einer Pferderennbahn.


Sonntags auf der Pferderennbahn
   

Telefonieren während des Aufwärmens

Dichtes Feld auf der Zielgeraden

Gefüllte  Ränge am Renntag

Lange Schlangen vor dem "Wettbüro"

Gegen Abend leert sich der Platz rund um die Pferderennbahn, schließlich soll morgen auch hier die Lavendel Fete stattfinden. Viele fleißige Hände sind nun damit beschäftigt, den Platz vorzubereiten. Stände werden aufgebaut und Erntemaschinen sind damit beschäftig ein Teil des Lavendels in der Rennbahnmitte zu ernten. Es wird bereits dunkel und die vielen Scheinwerfer der eingesetzten Maschinen leuchten im Staub über den Platz. Das Schöne, es liegt ein sehr intensiver Lavendelgeruch über dem gesamten Campingplatz. Wir sind auf den morgigen Tag gespannt.

Montag, 15. August 2011, 08:10  Uhr  KM Stand  60339   blauer Himmel, vereinzelte kleine Wolken 16 Grad C
Bereits ab 5:00 Uhr hat gegenüber ein reges Treiben eingesetzt. Lavendelgeruch streift wieder durchs Wohnmobil. Nach dem Frühstück geht es rüber ins "Lavendelgetümmel". In den noch verbleibenden Lavendelreihen findet der Wettbewerb statt, mit Leinensack und Sichel, so wie früher. Rundherum gibt es Stände mit allen Lavendelprodukten der Provence. Hier gibt es wirklich alles aus und mit Lavendel, Brot, Kuchen, Limonade, Eis, Schnaps, Gewürze und natürlich Duftsäckchen und jede Menge Deko. Daneben stehen Künstlerstände mit zum Teil sehr hübschen und ausgefallenen Sachen, so weit das Auge reicht. Wirklich toll.


" Fete de la Lavande Sault " der Wettbewerb der besten Ernter

Lavendel bis zum Abwinken für die Besucher

Lavendel der Provence

Lavendelprodukte

Lavendelmotive aus der Provence

Lavendel, Lavendel, Lavendel und Lav..........................................

Dienstag, 16. August 2011, 07:30  Uhr  KM Stand  60339   blauer Himmel,  15 Grad C
Die vergangene Nacht war sehr frische, aber trocken. Wir starten in Richtung Nordosten und fahren vorher noch einen Supermarkt im Ort an. Da der Dieselpreis mit 1,27 Euro günstig ist, tanken wir beim Stand von 60340 KM 40 Liter. Zum ersten mal bezahlen wir mit "Plastikgeld" am Automaten, da keiner im Kassenhäuschen sitzt. Ein netter französischen Wohnmobilfahrer hat uns die Vorgehensweise demonstriert, und es hat geklappt.
Die Fahrt geht wieder über kleine, als landschaftlich schön eingetragene Straßen, durch unzählige abgeerntete Lavendelfelder. Es geht durch den Gorges de la Meouge mit einem fantastischen Panorama. Leider bleiben wegen der Konzentration beim Fahren die Fotos auf der Strecke. Aussichtspunkte zum Anhalten gibt es hier nicht.
Bei Laragne-Monteglin fahren wir auf die RN 75 in Richtung Grenoble, durch die Haute Provence und Savoie entlang der Alpen.  Nach Chambery finden wir nördlich davon einen Wohnmobilstellplatz am südlichen Seeufer des Lac du Bourget. Der Stellplatz befindet sich vor dem "Camping International de I'lle aux Cygnes" Der Platz hat 25 Einstellbuchten und kostet für die Nacht 10,00 Euro. Strom gibt es nicht , aber VE ist vorhanden. Die Schrankeneinfahrt wird mit Kreditkarte bedient und ist nicht so einfach, zumal die Sonne voll auf das Display scheint. Mit dem Ausgangskode vom Ticket kann wieder ausgefahren werden. So können auch nicht mehr als 25 Fahrzeuge einfahren. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Wir erkunden mit den Fahrrädern noch etwas den wunderschönen See und die Promenade und lassen den Abend spät bei 25 Grad C ausklingen.


Auf wiedersehen Vaucluse mit deinen Lavendelfeldern

Wir verabschieden uns vom Mont Ventoux und dem Vaucluse

Mittagspause mit dem Blick auf die Alpen

Ausblick von der N 75

auf die von Wolken umhüllten  Bergspitzen ca. 45 Km vor Grenoble

Wohnmobilstellplatz vor dem Campingplatz  "Camping International de I'lle aux Cygnes"

Lac du Bourget

Lac du Bourget

Mittwoch, 17. August 2011, 07:00  Uhr  KM Stand  60588   blauer Himmel,  15 Grad C hohe Luftfeuchtigkeit
Wir haben uns einen Wohnmobilstellplatz in Baume-les-Dames, ca. 30 Kilometer nordöstlich von Besancon ausgesucht. Der Stellplatz liegt am Kanal Fréssinet, in der Nähe eines Campingplatzes. Nach ca. 300 Kilometern erreichen wir unser Ziel. Das Hinweisschild zum Campingplatz zeigt an, dass er "VOLL" ist. Der Wohnmobilstellplatz hat zwar noch einige wenige Plätze frei, aber alles sehr dicht an dicht in engen Parzellen. Nein, das gefällt uns nicht und wir fahren weiter. Es geht entlang am Fluss Doubs, auf einer landschaftlich schönen Straße bis zum Ort Clerval, dort gibt es einen "Camping Municipal les Iles". Ein schön angelegtes Gelände, direkt am Fluss gelegen, inkl. Strom für 10,00 Euro pro Nacht, ein sagenhaft günstiger Preis für diese Leistung. Nach dem wir das am Eingang angebrachte Schild gelesen haben "Suchen Sie sich einen Platz, unser Mitarbeiter kommt später bei Ihnen vorbei" beziehen wir unseren Stellplatz und bauen auf. Danach wird der Ort kurz erkundet (hat nicht allzu viel zu bieten) und bei 31Grad C entspannt. Am späten Nachmittag sucht uns der freundliche Mitarbeiter der Kommune auf und wir bezahlen direkt für zwei Übernachtungen.  Bis zur Schließung des Campingplatzes finden doch noch einige Camper diesen Platz.
Mit der Dämmerung ziehen dunkle Wolken auf und wir räumen alles schnell ein, als die ersten Tropfen kommen. Dann geht ein Gewitter nach dem anderen durch, mit allem was dazu gehört. Der  Starkregen und die Böen lassen uns nicht die Möglichkeit, irgendein Fester zu öffnen. Blitzeinschläge mit Stromausfällen begleiten dieses Unwetter. Das geht so die ganze Nacht hindurch.


Camping Municipal

Donnerstag, 18. August 2011, 06:50  Uhr  KM Stand  60885   stark bewölkt, noch leichter Regen und 17 Grad C
Die Nacht ist vorbei, Schäden können wir bei uns nicht feststellen. Überall befinden sich große Pfützen auf dem Campingplatz.
Frisches Baguette gibt es nach wenigen Schritten im Ort und es wird anschließend ausführlich im Wohnmobil gefrühstückt. Nach und nach verziehen sich die Wolken und um 10:30 Uhr haben wir wieder unseren blauen Himmel, gut so. Allerdings steigen die Temperaturen wieder in Richtung 30 Grad C und das bei der Feuchtigkeit, wir ertragen es. Die Wettervorhersage für zuhause sagt eine schwere Gewitterfront voraus, das ist bestimmt  unsere Front hier, die auf dem Weg nach NRW ist.


Clerval am Fluss Doubs

Clerval am Fluss Doubs

Freitag, 19. August 2011, 06:55  Uhr  KM Stand  60885  blauer Himmel
Die Nacht wurde noch einmal von einem Gewitter bestimmt, nicht so schlimm wie in der Nacht davor. Heute Morgen ist der Himmel wieder blau und wir starten früh in Richtung Heimat. Zuvor tanken wir 58 Liter beim Stand von 60895 Km für 1,27 Euro der Liter. Ab Besancon geht es über die Autobahn in Richtung Deutschland. Am Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel, Expocamp in Wertheim. Der Stellplatz für Wohnmobile und Gespanne kostet 5,00 Euro für die Übernachtung. Strom gibts an den Säulen für 1,00 Euro für 180 Minuten. Wir richten uns ein und schlendern anschließend durch die Wohnmobilausstellung, ohne uns ernsthaft für neues WoMo zu interessieren. Gucken macht auch Spaß. Den Rest des Abends verbringen wir am Wohnmobil und bewundern den letzten Sonnenuntergang dieses Urlaubs.


Expocamp mit Stellplatz in Wertheim

Sonnenuntergang in Wertheim

Samstag, 20. August 2011,  08:00 Uhr  KM 61330   bewölkt, Nebel,  kleine blau Löcher, trocken  14 Grad C
Die Nacht war relativ ruhig und die Geräusche der Autobahn störten uns nicht. Der angekündigte Brötchenservice geht an uns vorbei, keine Ahnung warum. Wir frühstücken trotzdem gut. Wir kaufen im Zubehörladen einige Sachen ein und dann ist natürlich  Wertheim Village angesagt.
Am Nachmittag geht es dann in Richtung Heimat. Lange Staus sind angesagt und kommen leider auch. Unser Zeitplan wird etwas durcheinander gehauen. Wir kommen erst spät zuhause  beim von KM 61604 an, müde und erschöpft.
Frankreich war wieder mal eine Reise wert, auch in der Haupturlaubszeit. Freie Übernachtungsplätze bzw. Campingplätze haben wir immer gefunden, man muss halt früh ankommen. Und das Wetter, das wir in der Provence angetroffen haben, war wieder toll.
Mal schauen was das Jahr noch so bringt.

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