Reisebericht Frankreich
Atlantik
Vom 28. Mai bis 21. Juni 2008

Frankreich 2008 - Atlantik -  Viel Spaß beim lesen -

Wir planen vor und während des Urlaubs mit:

Bordatlas von Reisemobil 2008

Wohnmobilstellplätze
und alles rund ums Wohnmobil

Tourenpaket -Frankreich Atlantikküste -

Reisemobilstellplätze hauptsächlich Frankreich (DVD)

Mittwoch, 28. Mai 2008  08:15 Uhr  KM Stand 29691
Unsere Urlaubsreise führt uns diesmal an den Atlantik in Frankreich.  Lange hat es gedauert (gefühlt) bis es losgehen kann. Der aktuelle Dieselpreis, der über 1,50 Euro liegt, macht uns etwas Sorgen. Die Preise sind in so kurzer Zeit nach oben geschnellt und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wo liegen die Preis in Frankreich? Keine Ahnung, aber wir können es sowieso nicht ändern.
Die Fahrt geht über Leverkusen, wo wir noch einige Campingartikel einkaufen, weiter über Aachen, Belgien in Richtung Paris. Wie passieren die Grenze um 13:40 Uhr nach Frankreich ohne größere Verzögerungen. Wir haben uns entschlossen im ersten Teil auch mautpflichtige Autobahnen in Frankreich zu benutzen, wir wollen ausnahmsweise mal schnell voran kommen. Unseren ersten Tankstopp machen wir auf der Autobahn kurz hinter der Belgischen Grenze beim Km Stand von 30096 mit 60 Litern für 90,00 Euro. Tja, nicht teuerer und nicht billiger als bei uns aber der hohe Verbrauch stört doch etwas. Wir programmieren das Navi auf -Orléans-. Noch vor der Rushhour durchqueren wir Paris über die südliche Route. Mittlerweile ist Bordeaux  ausgeschildert, was uns eine Fahrt mitten durch Paris erspart.
Unser Navi zeigt einen Stellplatz südwestlich von Orléans im Ort Beaugency an. Den nehmen wir, schließlich sind wir von der Fahrt etwas kaputt. Um 19.00 Uhr erreichen wir den Wohnmobilstellplatz, der unmittelbar an der Loire liegt. Als wir näher kommen, stellen wir fest, dass wir schon einmal hier waren, wir haben es nur nicht dokumentiert.

Reisemobilstellplatz unter hohen Bäumen in Beaugency an der Loire

Der Stellplatz liegt unter hohen Bäumen in unmittelbarer Nähe zum Altstadtkern und ist kostenlos. Frischwasser, Strom und Toilettenentsorgung sind vorhanden. Die Entsorgung von Brauchwasser ist noch eine Baustelle, das war es auch schon beim letzten mal. Zwei saubere Toiletten runden den Stellplatz ab.
Wir wandern noch einmal durch die ruhige Innenstadt und fallen früh in einen tiefen Schlaf.


Mit Blick von den Stellplätzen auf die Loire

Beaugency mit historischem Altstadtkern

Donnerstag, 28. Mai 2008  07:52 Uhr  KM Stand 30412
Die Nacht war ruhig, Gewitter wie angekündigt gleich Fehlanzeige. TomTom programmiert auf Cognac und los geht die Fahrt, jetzt aber über die RN 10.  In Tours tanken wir an einem Supermarkt für 1,43 Euro den Liter Diesel. Beim Stand  von 30506 schluckt der Tank 58 Liter für 82,94 Euro. Es regnet leicht und die Landschaft begeistert nicht gerade. Es ist 12.00 Uhr und das Wetter wird immer besser. Wir legen noch einen kurzen Stopp beim Discounter ein, um hier die Preise kennen zu lernen und die Fahrt geht weiter in Richtung Cognac.


Die Fahrt geht vorbei an riesigen Getreidefeldern und Kumuluswolken, soweit das Auge reicht

Dann fahren wir vorbei an großen Getreidefeldern die sich mit Weinreben abwechseln. Es wird wärmer und die Sonne schaut durch die unzähligen Schönwetterwolken hindurch. Die Urlaubsstimmung hebt sich.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir den Campingplatz "CAMPING DE COGNAC". Die Rezeption ist nicht besetzt und nach dem Hinweis können wir uns einfach einen Platz aussuchen und später anmelden. So machen wir das und suchen uns den schönsten Stellplatz  aus (ist ja schließlich subjektiv mit dem schönsten Platz). Mit uns sind noch 7 andere Fahrzeuge auf dem Campingplatz, schön ruhig hier. Insgesamt macht der Platz den Eindruck eines Schloss Parks, sehr gepflegt und sauber, direkt am Fluss  La Charente gelegen. Es ist Vorsaison und noch nicht alles in Betrieb aber vollkommen ausreichend. Bis Sonntag Morgen wollen wir hier bleiben und dann zur Air Base BA 907 fahren.
Wir genießen es hier bei tollem Wetter (26 Grad Celsius) und lassen sogar schon den Gasgrill glühen. Beim Abendessen mit einem Gläschen Rose wird noch ein I-Tüpfelchen oben drauf gesetzt. Die "Patrouille de France" fliegt mit acht Maschinen in Formation tief über den Campingplatz. Wollen wir noch mehr? Nein, so kann es bleiben.


Campingplatz in Cognac ***

Schlosspark ähnlich angelegt

Freitag, 30. Mai 2008  08:00 Uhr 
Eine ruhige Nacht hat uns ausschlafen lassen. Die Befürchtung, die nahe gelegene Straße könnte uns den Schlaf verwehren, hat sich nicht bestätigt. Gegen 09.00 Uhr fährt der Bäcker auf den Platz und es gibt frisches Baguette und Croissants. Ein ausgiebiges Frühstück bestätigt, wir sind in Frankreich.
Am Vormittag erreichen wir fußläufig die Innenstadt von Cognac. Ein nettes Städtchen, wie für den Tourismus gemacht. Ja, Cognac ist dieses berühmte alkoholische Getränk, auch Weinbrand genannt und hier zu hause. Namen wie Hennessy, Martell, Rémy Martin und Otard sind hier beheimatet und es gibt exklusive Führungen und Proben. Nichts für uns, wir  mögen Cognac nicht gerne.
Unsere unmittelbaren englischen Nachbarn schleichen am Nachmittag mit Hennessy-Einkaufstüten an der Hand auf den Platz, können kaum noch grüßen, sinken in die Campingstühle und verfallen in eine zweistündige Starre. Wir haben so die Vermutung, dass es eine Cognac-Probe gegeben hat. Gegen Abend bewegen sie sich wieder und grüßen freundlich, ja, ja der Cognac.


Place Francois I in Cognac

Cognac Centreville

Jardin de Hotel de Ville - ein schöner Park -

Samstag, 31. Mai 2008  kein KM Neustrand
Der Tag beginnt leicht bewölkt aber schön warm. Gegen 10:30 Uhr werden die Fahrräder fit gemacht und es geht in die grobe Richtung Airbase. Mit einigen Umwegen erreichen wir den Militärflugplatz nach 10 Kilometern. Es ist schon gewaltig, was die Franzosen hier auffahren. Heute am Samstag ist der Platz für die Allgemeinheit nicht geöffnet. Die Vorbereitungen für den nächsten Tag laufen hier auf Hochtouren und machen einen professionellen Eindruck. Auf das Gelände können wir leider noch nicht, daher nutzen wir die Gelegenheit und suchen uns ein Plätzchen direkt im Anflugbereich. Kunstflugprogramm am laufenden Band und landende Flugzeuge dicht über unseren Köpfen, zum greifen nahe. Zwei Stunden verbringen wir bei blauem Himmel in der Anflugschneise, als sich plötzlich ein gewaltiges Gewitter hinter unserem Rücken aufbaut. Alarmstart für uns zurück zum Campingplatz auf dem kürzesten Weg. Mit höchster Leistung und etwas Glück erreichen wir den Campingplatz als die Gewitterwalze einsetzt und es blitzt und donnert. Ein normales Gewitter geht über uns hinweg, die dunklen Wolken haben uns etwas anderes erwarten lassen.
Wir nutzen die Gelegenheit und begleichen schon einmal unsere Rechnung in Höhe von 51,00 Euro (17,- pro Tag inkl. Strom und Duschen). Diesen Campingplatz können wir jedenfalls weiterempfehlen. Für den Rest des Tages tröpfelt es mal mehr und mal weniger aufs Dach, irgendwie beruhigend, dieses Geräusch.


Die Stars des Tages die "Patrouille de France"

Sonntag, 01. Juni 2008   08:20 Uhr     KM Stand 30733
Wir stehen um 07:00 Uhr auf, schließlich wollen wir früh am Flugplatz sein. Es regnet und die Tropfen werden immer mehr und lauter auf dem Wohnmobil. Wir entsorgen noch kurz an der Stelle für Wohnmobile und es geht in Richtung Airbase. Alle Parkplatzeinfahrten sind noch geschlossen. Wir fragen uns, ob die Veranstalter bei dem Sauwetter überhaupt die Parkplätze öffnen. Wir finden gegenüber der zweiten Einfahrt ein Stück Betonpflaster auf dem wir auf die Dinge warten, die da kommen. Wir erfahren, dass die Parkplätze erst um 10:00 Uhr öffnen. Das Gerölle vor uns auf der Straße wird immer größer und es schauert immer mehr. Bei dem Regen auf einer Wiese parken? Da kommt keiner mehr ohne fremde Hilfe raus. Dann tut sich was, es wird hektisch rund um die Einfahrt. Wir erfahren, dass die Einfahrt für Wohnmobile an einer anderen Stelle ist. Egal, Hauptsache nicht auf einer Wiese parken. Es ist 10:15 Uhr wir gelangen zur Einfahrt für Wohnmobile, vorher bezahlen wir noch 5,00 Euro Eintritt (für einen gemeinnützigen Zweck!!)  pro Person. Freundlich werden wir von der Gendarmerie auf den Betonparkplatz in unmittelbarer Nähe des Ausstellungsgeländes eingewiesen. Es regnet immer noch, hier kommen wir aber wieder weg.


Es ist 10:00 Uhr und es regnet in Strömen

Blick auf den Wohnmobilparkplatz direkt am
Ausstellungsgelände

Trotz Regen füllen sich die Plätze hinter den Absperrungen. Das Programm startet wie geplant, auch wenn die Wolkenuntergrenze nicht gerade prickelnd ist. Das Wetter wird jetzt von Minute zu Minute besser. Nicht zu Glauben, die haben hier einfach Glück, es sei ihnen gegönnt, schließlich gehen die Einnahmen aus diesem Spektakel an einen gemeinnützigen Zweck. Wir kommen in den Genuss von 8 1/2 Stunden Flugprogramm mit tollen Vorführungen bei super Flugwetter. Für die, die es interessiert, hier die Fotos von der Veranstaltung!!!!

Tausende von Zuschauern bestaunten diese super organisierte Airshow in Cognac

Gegen  19:00 Uhr geht ein langer Tag dem Ende zu. Die Abfahrschlangen zeigen noch kein Ende, so bleiben wir noch etwas auf dem "Airportstellplatz", essen zu Abend und machen uns gegen 20:30 Uhr auf den Weg in Richtung Burie (18 KM), da wir dort einen Stellplatz ausgemacht haben. Dort angekommen, entspricht er nicht unseren Anforderungen und wir planen weiter in Richtung Saintes. In St Bris des Bois, was am Weg liegt, finden wir zufällig eine Übernachtungsstelle auf einem öffentlichen Parkplatz an einem See. Wir nutzen die Gelegenheit, da wir von dem langen Tag einfach "kaputt" sind.


Übernachtungsparkplatz an einem


 kleinen See in St. Bris des Bois

Montag, 02. Juni 2008   09:00 Uhr     KM Stand 30768
Wir starten nach einer etwas unruhigen Nacht, es hat fürchterlich geregnet und gewittert. Es geht in Richtung La Rochelle, ca. 90 Kilometer entfernt. Der Himmel ist bewölkt und überall sind die Spuren des Starkregens zu sehen, während die Fahrbahn schon wieder abtrocknet. Wir besuchen noch kurz einen Intermache, tanken dort günstig für 1,40 Euro der Liter, 33 Liter beim KM Stand von 30783.
Gegen Mittag erreichen wir La Rochelle und versuchen die im Navi angegeben Wohnmobilstellplätze in der Nähe der Stadt anzufahren. Ganz schön schwierig, wir fahren kreuz und quer durch die Innenstadt, finden schon alle Sehenswürdigkeiten aber keinen Wohnmobilstellplatz. Wir geben auf und fahren zu dem einzigen findbaren Stellplatz. Es ist ein P+R Parkplatz (Jean Moulin) am Rande de Innenstadt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof (stört nicht). Ein bewachter und umzäunter Großparkplatz mit einem Bereich für Wohnmobile. Sauber, gepflegt mit einer VE-Station, ohne Stromanschluss. Für 24 Stunden zahlen Wohnmobilisten 5,00 Euro inkl. VE. Als Bonbon fährt direkt vom Parkplatz aus kostenlos ein Pendellbus in die Innenstadt und zurück, alle 10 Minuten, bis 20 Uhr. Ein guter Service, deshalb empfehlen wir diesen Stellplatz weiter.


La Rochelle

P+R Reisemobilstellplatz am Rande der Innenstadt

Entsorgungsstation

Die Wehrtürme an der Hafeneinfahrt

Symbolisch - die Hafenausfahrt in die weite Welt


Reges Treiben rund um


 den Vieux Port in La Rochelle


Hafenausfahrt von La Rochelle - Das Tor zum Atlantik -

Dienstag, 03. Juni 2008    09:45 Uhr   KM Stand 30870
Die Nacht hat uns Dauerregen gebracht, selbst auf dem Schotterparkplatz haben sich riesige Seenplatten gebildet. Doch jetzt nach dem Frühstück sieht der Himmel schon wieder ganz anders aus. Wir beschließen auf die Insel "Ile de Re" zu fahren. Es soll die sonnenreichste Gegend hier sein, das werden wir testen. Die Überfahrt über die "Pont de Ile de Re" Brücke bezahlen wir mit 9,00 Euro, ausgezeichnet sind die Preis für Wohnmobile nicht.
Es geht über die ganze Insel bis zum Ende. Dort angelangt finden wir den beschriebenen Wohnmobilstellplatz in les Portes-en-Re. Der Stellplatz für ca. 30 Wohnmobile mit -VE- liegt unmittelbar am Meer und wurde gerade frisch asphaltiert. Der Platz ist kostenlos und hat halt den Charme eines Parkplatzes, ansonsten ist er in Ordnung. Wir beschließen hier auf den Insel einen Campingplatz aufzusuchen und zwei Tage zu bleiben.
Jetzt sind wir gespannt, wir wollen zum ersten Mal unsere Camping Cheques einsetzen.
- Camping Cheque - so der Name dieses Systems, bietet in 22 Ländern 576 Campingplätze an, die diesem Vertrag angeschlossen sind. Die Cheques werden im Voraus bestellt und bezahlt, sie kosten im Jahr 2008 14,00 Euro pro Stück. (Wir haben 10 Stück im Januar bestellt, bezahlt und zusammen mit einer Karte und einem Camping Cheque Führer erhalten). Bei den angeschlossenen Campingplätzen werden die Cheques nur in der Vor- Nachsaison akzeptiert und bieten für 1 Cheque die Übernachtung für 2 Personen auf einem Standartplatz, inklusive Reisemobil bzw. Auto und Wohnwagen oder Zelt, jeweils mit Strom (Kurtaxe nicht inbegriffen).
Für nähere Infos gibt es natürlich die Internetseite unter - www.campingcheque.de
Wir fahren den Vertragsplatz "L'Océan" an und werden sehr freundlich und deutschsprachig empfangen. Die Anmeldeabwicklung mit den Camping Cheques läuft reibungslos. Für die Leistung würden wir ohne die Cheques 20,20 Euro die Nacht bezahlen. Wir werden das System im Auge behalten. Die Stellplatzsuche gestaltet sich schwierig, weil noch s o  v i e le  Plätze frei sind. Wir können uns schließlich für  ein schönes Plätzchen entscheiden und richten uns häuslich ein. Ausführlicher Strandgang bei sonnigem Himmel, eine 20 Kilometer Radtour ( über 100 Kilometer ausgeschilderte Radwege gibt es hier) ins Städtchen La Courade sur Mer und ein Abendessen mit Meeresfrüchten runden diesen Tag ab. - Schön hier in Frankreich -


Überfahrt über die Brücke auf die Ile de Re`

Großzügig angelegter Stellplatz am Camping "L'Ocèan"

Mittwoch 4. Juni 2008, 09:00 Uhr   KM Stand unverändert
Wir schlafen heute etwas länger und werden mit Sonnenschein und blauem Himmel geweckt. Die Außentemperatur liegt bei 19 Grad C und rechtfertigt das Frühstück im Freien. Endlich mal Zeit und Gelegenheit, den Reisebericht auf den neusten Stand zu bringen. Leider ist der Internetzugang auf diesem Platz sehr teuer, 8 € für eine Stunde und es funktioniert nur in der unmittelbaren Nähe zum Restaurant. Unsere lieben Leser müssen leider noch etwas warten.
Das Wetter bessert sich immer mehr. Wir machen einen langen Spaziergang am Strand und lassen den Abend bei angenehmen 26 Grad C ausklingen.


Rückblick auf die Stadt Royan

Donnerstag 5. Juni 2008   09:00 Uhr    KM Stand 30942
Regen weckt uns heute morgen schon recht früh. Nachdem die Rezeption um 09.00 Uhr geöffnet hat, können wir den Campingplatz aus der Poolposition vor der Schranke verlassen. Wir empfehlen diesen Platz ohne wenn und aber, hier stimmt für uns einfach alles.
Die Fahrt geht wieder in Richtung Süden, zurück über La Rochelle und Rochefort bis Royan, dort nehmen wir die Fähre und setzen über nach Le Verdon-sur-Mer. Es geht in 20 Minuten über die Gironde Mündung. Die Fähre ist nicht besonders voll, fährt trotzdem regelmäßig, auch in der Vorsaison. Wir bezahlen für die Überfahrt 43,80 Euro, ein stolzer Preis. Das Umfahren der breiten Mündungsregion mit dem Wohnmobil wäre uns ungefähr genau so teuer gekommen und hätte einige Stunden gedauert.
Wir suchen uns den Campingplatz "Les Sables d'Argent"  in Soulac-sur-Mer aus, übrigens auch ein Partner von Camping Cheque. Der Platz liegt unmittelbar am Sandstrand am Rande von Soulac-sur-Mer. Er  macht einen nicht ganz so gepflegten Eindruck wie "L'Ocean" ist aber auf Grund der Lage nicht zu Toppen. Wir suchen uns den schönsten und höchsten Platz, mit Blick auf das Meer aus, bauen auf, gehen an den Strand und sonnen uns anschließend. Zum Abendessen gibt es Miesmuscheln in Weinsoße, ein Schnäppchen aus dem Supermarkt, sie waren im Angebot. Das Kilo für Zwei Euro - gute Qualität - Kugel hat sie alleine verspeist.


Die Fähren von Royan nach Le Verdon-sur-Mer

Reichlich Platz für Fahrzeuge in der Vorsaison

Campingplatz Les Sables d'Argent mit Blick aufs Meer

Blick von der hohen Düne auf den Campingplatz

Freitag 6. Juni 2008   09:00 Uhr    KM Stand  31065
Es  ist stark bewölkt und windig aber trocken. Wir werden noch einen Tag hier verbringen, wann kann man schon einmal aus dem Mobil das Meer mit Sonnenuntergang sehen. Eine Erkundungstour mit dem Fahrrad nach Soulac-sur-Mer ist heute angesagt. Ein kleines Badestädtchen mit einer Touristenmeile, einer Markthalle und einem Discounter. Hier gibt es alles was der Tourist so braucht.
Am Nachmittag suchen wir noch die Bar am Campingplatz auf, die erst um 18.00 Uhr öffnet - ist ja noch Vorsaison -.
Hier gibt es kostenlos "WIFI". WIFI nennen die Franzosen hauptsächlich das was wir "WLAN" nennen, also schnurlos ins Internet gelangen. So surfen wir bei zwei Bier im Netz, schauen nach den Neuigkeiten in der Heimat, nach dem aktuellen Wetter, schaufeln die Daten für diese Seite rüber und mailen noch einige elektronische Postkarten.
Den Rest des Tages entspannen wir uns mit Blick auf das Meer.


Blick auf den Badeort

 

Sonnenuntergang in Soulac-sur-Mer

Samstag 7. Juni 2008   08:00 Uhr    KM Stand  unverändert
Es sind 15 Grad C und sonnig und wir frühstücken draußen mit leichter Gänsehaut. Im Laufe des Tages wird es schon noch wärmer, aber der kalte Wind bleibt. Standspaziergang, sonnen im Windschatten und faulenzen, mehr gibt es für heute nicht zu sagen, wir erholen uns einfach und schlafen erst spät ein.


Millionen von Miesmuscheln

Surfer bei Ebbe

Sonntag 8. Juni 2008   10:25 Uhr    KM Stand  31065
Für die drei Nächte bezahlen wir mit drei Camping Cheques a 14,00 Euro Wert, ohne wären es 20,00 Euro pro Nacht gewesen. Wir fahren weiter Richtung Süden, nächstes Ziel ist Hourtin Port. An der ersten Tankstelle, an der wir vorbei kommen, kostet der Diesel 1,75 €, die haben wohl ´nen Knall!! Zum Glück war das eine einsame Tankstelle auf dem Land, am Supermarkt kostet der Sprit immer noch so um 1,40 €. Wir finden den Stellplatz in der Nähe des Yachthafens ohne Probleme und richten uns häuslich ein. Es gefällt uns hier und wir beschließen, zwei Nächte zu bleiben. Am Abend kommt jemand von der Gemeinde und kassiert 6 €. Hourtin Port besteht aus der Hafenanlage, einem Hotel, einigen Restaurants, einer weitläufigen Ferienhausanlage mit ganz viel Platz für Kinder, einem Strand, einem großen Picknickplatz und dem Wohnmobilstellplatz. Der ist wirklich gut angelegt mit einzelnen Boxen mit ausreichendem Platz dazwischen, so dass wir unsere reichlich mit Knoblauch versehenen Garnelen draußen auf dem Gasgrill zubereiten können. Ein Nachbar berichtet uns, dass in seinem Führer vom schönsten Stellplatz am Atlantik geschrieben steht. Na ja!
 


Der WoMo Stellplatz in Hourtin Port

Eine schöne Anlage mit VE, leider kein Strom

Es gibt auch ein Toilettenhaus, Schlüssel beim Kassierer

Uns hat`s hier gut gefallen

Montag 9. Juni 2008   09:40 Uhr    KM Stand  unverändert weil wir ja noch einen Tag hier bleiben. Wir erkunden die Umgebung mit dem Fahrrad, Centre Ville von Hourtin sind nur 2 km entfernt. Der Ort ist klein und beschaulich, kein touristischer Rummel. Der Stellplatz hat sich sehr geleert, die meisten Franzosen sind Sonntag Abend noch weg gefahren. Der Herr zum kassieren kommt erst Dienstag morgen, aber er kommt! Übrigens, im Bordatlas steht dieser Stellplatz mit 90 Mobilen. Das ist falsch, wir haben 30 Einstellboxen gezählt.
Der ganze Tag war sonnig und ziemlich warm, abends ziehen dunkle Wolken auf und wir uns ins WoMo zurück. Es donnert, aber sonst passiert nicht viel. Essen gibt´s drin, ein bisschen Fernsehen, eine Runde Kniffeln und ab ins Bett.


Seerosenteich in der Ferienhausanlage

ohne Worte

Dienstag, 10. Juni 2008  09:50 Uhr  KM Stand 31116
VE ist erledigt, wir sind wieder autark. Für Frischwasser haben wir 2 € bezahlt, egal, der Tank war fast leer und man weiß ja nicht, was kommt.
Das Wetter hat sich noch nicht entschieden, mal tröpfelt es, mal kämpft sich die Sonne durch, aber es ist recht warm dabei. Wir haben vor, am Becken von Arcachon in Andernos-les-Bains zum Camping Fontaine-Vieilla zu fahren. Vorher kaufen wir aber noch ein, unser Tritt hat die Grätsche gemacht. Wir erstehen einen neuen und noch ein paar weiter Kleinigkeiten wie Wein, Brot, Fleisch....Damit sind wir auch da wieder autark. Unser Einkaufsbummel hat sich etwas in die Länge gezogen und so erreichen wir den Campingplatz gerade zu Beginn der Mittagspause. Wir schauen uns den riesigen Platz an. Auch hier ist nicht viel los, wir könnten sogar einen Platz direkt am Strand bekommen, aber irgendwie ist das hier nicht das Richtige. Die Bucht von Arcachon hüllt sich gerade in fiesen Dunst, es tröpfelt und die Luft ist schwül warm. Wir entscheiden aus dem Bauch heraus und fahren weiter.
Am nächsten Supermarkt wird erst mal getankt, 1,39 € der Liter, 43 gehen rein ( 60 €) beim Km Stand von 31207. Im TomTom und im Bordatlas sind verschiedene Stellplätze Rund um Biscarrosse aufgelistet, wir schauen uns den Air de Camping in Biscarrosse -Plage und den am Port de Navarrosse am Etang de Cazaux an. Der erste liegt in einem hohen Pinienwald und ist sehr weitläufig, aber auch düster und feucht. Der andere liegt direkt an einem kleinem Yachthafen. Hier haben sich die Wohnmobilisten so blöd ausgebreitet, dass wir keinen Platz finden. Zugegeben, wir sind etwas verwöhnt. Die Alternative ist der vier Sterne Campingplatz Domaine de la Rive am Lac de Biscarrosse. Hier werden unser Camping Cheques akzeptiert und wir richten uns bei immer besser werdendem Wetter häuslich ein. Gegen Abend wird es Dunkel und rund herum ziehen Gewitterwolken auf. Es donnert, wir werden erstaunlicherweise vom Gewitter verschont. Kugel kocht heute Kartoffelsuppe, Antje zieht ihre Bahnen im Swimmingpool. Und wenn alles gut läuft, geht dies kürzlich ins Netz.


Campingplatzeinfahrt Domaine de la Rive in Biscarrosse

Campingplatz Domaine de la Rive

Kiefernwälder prägen hier die Landschaft

Mittwoch, 11. Juni 2008  09:00 Uhr  KM Stand  unverändert
Blauer Himmel, angenehme 20 Grad C beim Frühstück, typisches Atlantikwetter. Nach dem Frühstück geht es noch kurz über WIFI  (6,00 Euro für 1 Stunde im 24 Stunden Zeitfenster) an der Rezeption ins Netz, damit Sie dies lesen können. Heute geht es mit dem Fahrrad am See entlang Richtung Nordwest bis Sanguinet, ein kleines Örtchen am Etang de Cazaux et de Sanguinet. Kurz nach dem Campingplatz führt ein asphaltierter Fahrradweg quer durch die Kiefernwälder und anschließend direkt am See vorbei. Überall ausgestattet mit Picknickplätzen und ein Yachthäfchen reiht sich nach dem anderen an. Die am Weg liegenden Campingplätze haben zwar schon geöffnet, sind aber kaum belegt. Die Vorsaison macht es möglich.


Etang de Cazaux et de Sanguinet

Viele Grüße aus Biscarrosse

Donnerstag, 12. Juni 2008  10:30 Uhr  KM Stand  31260
Heute ist "Kaiserwetter" nachdem es am Vorabend heftig gewittert hat. Ein Blitzeinschlag am Camping hat uns den Strom geraubt. Kein Problem, die Batterien haben es gerichtet.
Wir bezahlen mit zwei Camping Cheques (Normalpreis wäre 2 X 22,00 Euro gewesen), entfernen soweit wie möglich den Sand, der durch den heftigen Regen hoch gespritzt ist, und starten in Richtung Mimizan Plage. Es geht über die D 652  nach Sanguinet  und dann auf die D 46 über Parentis-en Born, D 652, Gastes, Ste. Eulalie-en Born, Mimizan bis Mimizan Plage. Es hat sich hier wenig verändert in den letzen Jahrzehnten, so sind unsere Gedanken, als wir uns an frühere Urlaube mit dem Wohnwagen erinnern.
Der ausgeschilderte Wohnmobilstellplatz in Mimizan Plage (am Hubschrauber Landeplatz) ist einfach zu finden. Es ist ein großer, für Wohnmobile ausgezeichneter Parkplatz, hinter der Düne, ca. 100 Meter vom Strand entfernt. Ungefähr 90 Mobile finden hier  (vielleicht etwas zu schmal eingezeichnet) ihren Platz. Der neu asphaltierte und gekennzeichnete Stellplatz mit Strom an den Boxen, fließendem Wasser alle 30 Meter, zwei VE- Stationen / Bodeneinlass und Müllentsorgung lässt kaum Wünsche übrig. Nicht zu vergessen die Toiletten und die Außendusche um sich das Salzwasser abzuspülen. Die Gebühr beträgt für 24 Stunden 11,00 Euro inkl. Strom und VE. Da hat sich in diesem Jahr etwas verändert. Der Tarif muss schon ab dem 1. Juni bezahlt werden, nicht erst ab dem 15. Juni. Vorher liegt die Gebühr bei 5,50 Euro für 24 Stunden. Wir beschließen direkt zwei Tage hier zu verbringen, nachdem wir uns den Strand angesehen haben. Einfach Klasse, feiner weißer Sandstrand, kein Unrat, keine Quallen, klares Wasser und endlich mal richtige Wellen.
Eine halbe Stunde hält Kugel es in den Wellen des Atlantik aus, holt sich beim Sonnenbaden noch leichte Rötungen und bekämpft das salzige Wasser anschließend mit einem eisgekühlten Kronenburg, wie vor Jahrzehnten.
Die Fußballeuropameisterschaft bringt uns noch eine 1:2 Niederlage gegen Kroatien. Schämen brauchen wir uns dafür nicht, wir werden nur mitleidig von unseren Stellplatznachbarn angeschaut.


Wohnmobilstellplatz für ca. 90 Mobile in Mimizan Plage direkt hinter der Düne gelegen

Frisch asphaltierter und gekennzeichneter Stellplatz

mit zwei Ver- und Entsorgungsstationen

Freitag, 13. Juni 2008  08:30 Uhr  KM Stand  unverändert
Es hat in der Nacht mal wieder geregnet und der eigentlich blaue Himmel erscheint heute Morgen in einem freundlichen Mausgrau. Nix mit Baden, Wochenmarkt in Mimizan ist angesagt. Wir reiten unsere Drahtesel durch die Pinienwälder (zum Teile tolle Fahrradwege) vorbei an der Papierfabrik (jetzt fällt es uns wieder ein, es stinkt immer noch so wie früher) bis ins Zentrum von Mimizan. Ein Erlebnis, dieser Wochenmarkt, wieder ein Ort um zu sehen und gesehen zu werden. Wir schlendern durch die Reihen und erstehen Seife mit den beeindruckenden Düften (Honig / Lavendel Rosen/ Vanille). Am Nachmittag setzt der Regen wieder ein, schade eigentlich, da wir noch mal schwimmen wollten. Verschoben auf ein anderes mal. Es ist ein bisschen "Handarbeiten" und "PCen" angesagt.


In diesem Hotel haben wir schon einmal vor ca. 30 Jahren geschlemmt - es hat sich nicht verändert

Park von Mimizan

Wochenmarkt

 

 

 

 


Das typische Frischfisch -


und Gemüseangebot


Hier bedient die Chefin noch mit einem Lächeln

Abschied aus Mimizan

Samstag 14. Juni 2008  09:50 Uhr  KM Stand 31310
Die Nacht hat uns mit Regen beglückt und der Himmel heute Morgen sieht nicht  besonders gut aus. Wir beschließen Mimizan Plage zu verlassen. Mimizan hat einen der schönsten Strände hier an der Atlantikküste, den wir kennen, wir fahren mit einem weinenden Auge.
Unser nächstes Ziel liegt weiter südlich und heißt Messanges. Dort steuern wir den großen Campingplatz "Le Vieux Port" an, ein Camping Cheque Partnerplatz mitten unter hohen Kiefernbäumen. 1800 Stellplätze hat dieser Platz. Wir treffen gegen 11.00 Uhr ein und können uns einen Stellplatz nach angegebener Liste aussuchen. Der Campingplatz ist sehr belebt und hat eine Geräuschkulisse, die wir lange nicht mehr erlebt haben. An den Kennzeichen der Fahrzeuge erkennen wir, dass dieser Campingplatz fest in der Hand von spanischen Touristen ist.
Das "Gerummel" ist nicht unbedingt unsere Welt, aber die Nähe zum Strand überwiegt halt. Es geht ca. 300 Meter durch die Dünen bis an den bewachten Strand. Sauberer und feinster Sand macht hier das Baden im Atlantik zum Vergnügen. Wir genießen das Strandleben für zwei Stunden, dann rötet sich unsere Haut und es geht zurück in den Schatten unter den Kiefern.
Beim Betrachten des Wohnmobiles stellen wir fest, dass es auf dem Dach und den geöffneten Fenstern mit dicken Harztropfen von den Kiefern überzogen ist. Toll, der Versuch mit normalen Mitteln die Tropfen zu beseitigen scheitert kläglich. Das Zeug klebt wie "Zweikomponentenkleber", kein Chance der Reinigung. Wir beschließen auch auf Grund des "Klebers" und der Unruhe, den Platz am nächsten Morgen zu verlassen.


Campingplatz in Messanges

Platz unter hohen Bäumen in Le Vieux Port

Sonntag 15. Juni 2008  10:00 Uhr  KM Stand 31370
Wir verlassen "Le Vieux Port" ohne -VE- (Der Aufwand ist uns hier zu groß) in Richtung Süden. Unser Ziel ist St. Jean de Luz, einer der letzten Städte vor der spanischen Grenze. Der Weg geht vorbei an Hossegor, Capbreton, Bayonne und Biarritz bis St. Jean de Luz. Hier fahren wir den  Campingplatz "La Ferme Erromandi" direkt am Wasser gelegen an. Der Platz wurde uns von Wohnmobilfahrern aus Fürth, die wir auf unserer Strecke bereits dreimal getroffen haben, empfohlen. Wir treffen sie dort tatsächlich wieder. Der lang gezogene Campingplatz macht einen sauberen und gepflegten Eindruck, die Stellplätze großzügig gestaltet, teils mit Schatten durch nicht all zu hohe Bäume, teils schattenlos. Wir stehen auf einem Rasenplatz, der den Rasenplätzen in den Stadien der Europameisterschaft um nichts nach steht. Ein schöner Platz, wir können ihn weiter empfehlen.
Wir verbringen den Nachmittag mit den Wohnmobilnachbarn und tauschen Erfahrungen über Länder, Touren und Stellplätze aus. Ein Rundgang durch die Bucht am Abend beschließt den Tag und es fängt pünktlich wieder an zu regnen.


Die Bucht am Campingplatz

Stellplatz auf dem Campingplatz La Ferme Erromandi

Blick auf den Campingplatz

Das Meer unmittelbar am Campingplatz

Montag 16. Juni 2008  10:00 Uhr  KM Stand 31440
Wir frühstücken spät heute, es schüttet aus allen Rohren. Welch ein Sch.... Wetter. Der Plan, noch einen Tag länger hier zu bleiben, wird nach kurzer Diskussion aufgegeben.  Das Wetter ist erheblich schlechter geworden und Besserung ist nicht in Sicht. Erst gegen 1.00 Uhr lässt der Regen soviel nach, dass wir abrüsten können. Wir verabschieden uns bei unseren Nachbarn, zahlen 17,50 Euro (inkl. Strom) an der Rezeption und starten in Richtung Norden, ja  Norden ist richtig, es geht schon wieder zurück. An dieser Stelle viele Grüße an die "FÜ-XE"!
Unser erstes Ziel ist die Stadt Marmande, südöstlich von Bordeaux, an der Garonne, dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz. Wir fahren teilweise Autobahnen, hauptsächlich Landstraßen. Als wir Marmande erreichen stellen wir fest, dass es lediglich eine Entsorgungsstation ist, schön ist dieser Ort auch nicht. Also neues Ziel eingeben.
Aus dem Camping Cheque Atlas suchen wir uns den Platz "Les Hauts de Ratebout" in Sainte Foy de Belvès aus. Der Platz liegt am Rande des Tals der Dordogne im Pèrigord  Noir, auf einem Hügel mit toller Aussicht auf die Umgebung, mitten im tiefsten Frankreich. Kein Problem, unser Navigationsgerät führt uns sicher an diesen Campingplatz heran.
Wir sind begeistert, ein sehr gepflegter Campingplatz im Grünen mit 4 Sternen ausgestattet. Das freundliche Personal begrüßt uns in holländisch, auch nicht schlecht. Wir können uns ein von 6 vorgegebenen Stellplätzen aussuchen. Es ist schwierig, der Boden ist total durchgeweicht durch den Dauerregen in den lenzten drei Tagen. Kugel fährt in den besten Stellplatz (eng/etwas schräg und aufgeweicht) rein und bleibt direkt stecken. Kein vor und kein zurück. Wir versuchen  erst gar nicht hier alleine raus zu kommen, das ist unmöglich. Es regnet immer noch  und den Abend verbringen wir "Im Womo-Stadion" und verfolgen das EM Spiel Deutschland - Österreich. Deutschland gewinnt mit 1 : 0 und kommt eine Runde weiter.


Eingang Campingplatz "Les Hauts de Ratebout"

Trotzdem ein schöner Stellplatz

Keine Chance hier raus zu kommen

Dienstag 17. Juni 2008  10:00 Uhr  KM Stand 31742
Es regnet immer noch.  Wir wollen weiterfahren und einfach nur das Wohnmobil wieder fahrtauglich machen. Ein netter holländischer Nachbar hilft uns. Nicht ganz einfach, der asphaltierte Weg ist sehr schmal und die angrenzenden Bäume lassen ein leichtes Rausziehen nicht zu. Das Allradfahrzeug schafft es mit mehreren Versuchen,das Mobil auf den Weg zu ziehen. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Wir bedanken uns mit einer Flasche Rose bei unserem sehr hilfsbereiten Nachbarn.  Wir bezahlen mit einem Camping Cheque und entschuldigen uns für den verwüsteten Stellplatz. Trotzdem können wir diesen Campingplatz weiter empfehlen. Für Wohnmobile ist er nur eingeschränkt  tauglich. Für größere Wohnmobile ist er nicht zu empfehlen, dafür ist es auf dem Platz zu eng zum Rangieren und verhältnismäßig schräg. Ein Höhenausgleich ist mit normalen Auffahrkeilen nicht zu schaffen.
Noch kurz ins WIFI geschaut und die Karawane zieht weiter in Richtung Nord-Ost. Unser nächstes Ziel ist ein Campingplatz in Boussac ca. 90 Kilometer nordöstlich von Clermont-Ferrand. Wir haben noch einen Camping Cheque und den wollen wir auf Campingplatz "Le Chateau de Poinsouze"  verbraten.  In Souillac tanken wir an einem Supermarkt für 1,44 Euro den Liter und bezahlen für 65 Liter 94 Euro.
Bis jetzt haben wir noch kein gutes Wetter gesehen. Während der Fahrt regnet es teilweise heftig und Besserung ist nicht in Sicht. Das ist sehr schade, denn unsere Fahrt geht durch die wunderschöne Landschaft des Périgord Noir mit Dörfern, deren Bauweise sicher einmalig ist (siehe Bild vom Eingang des Campingplatzes). Da hätten wir gerne mehr von gesehen. Am späten Nachmittag erreichen wir Boussac-Bourg in der Region Creuse und den Campingplatz am Chateau. Es sind immer noch dunklen Wolken am Himmel, aber es regnet wenigstens nicht. Wir bekommen für den Camping Cheque einen "Grand Confort" Stellplatz. Ca. 150qm groß, Stromanschluss, Wasseranschluss, Spülwasserabfluss und Sanitärabfluss. Wir sind begeistert. Ein Rundgang bestätigt unsere Meinung, dass ist der schönste  Campingplatz, den wir je besucht haben. Rasen wie auf einem Golfplatz bis an den See, top Sanitäranlagen, schöne aufgelockerte Grünbepflanzung und so weiter, hier passt einfach alles.
Viel ist hier noch nicht los, wir erholen uns und genießen. Diesen Platz müssen wir unbedingt weiterempfehlen.


"Le Chateau de Poinsouze" aus dem  15. Jh. mit seinem Park

Geheiztes Freibad am Chateau

Großzügig gepflegte Stellplätze

Mittwoch 18. Juni 2008  08:30 Uhr  KM Stand  32058
Ein ruhige Nacht liegt hinter uns. Blauer wolkenloser Himmel, zwar etwas frisch mit 14 Grad C, aber das macht nichts.
Wir frühstücken ausgiebig und bestätigen unseren Entschluss vom Vortag. Wir bleiben noch einen Tag hier, auch wenn es jetzt 24 € kostet, da wir keinen CC mehr haben.
Es wird gefaulenzt.


Am See kann geangelt werden

Ein Riesenbaum im Schlosspark

Blick auf die Stellplätze am kleinen See

Donnerstag 19. Juni 2008  10:45 Uhr  KM Stand  32058
Wir rollen. Das Wetter ist schön, blauer Himmel und angenehm frische 17 Grad C  begleiten uns. Das Navigationsgerät wird auf Charmes an der Mosel programmiert. Über 500 Kilometer stehen auf der dem Display. Wir verfahren uns teilweise beim Versuch einzukaufen. Der Tag ist etwas turbulent, mal fahren wir in die falsche Richtung, mal verpassen wir die Ausfahrt oder wir finden den Supermarkt nicht. Heute ist der Wurm drin, weiter in Richtung Nordost. An der RN  79 suchen wir einen Supermarkt auf, großes Einkaufen und günstiges Tanken. Der Liter kostet 1,425 Euro und wir tanken 53 Liter für 75,50 Euro beim KM Stand 32238.  Es geht weiter, die Strecke zieht sich, aber wir scheinen "den Wurm" überwunden zu haben.
Am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel Charmes. Dieser Wohnmobilstellplatz ist uns schon von der Reise im Jahr 2005 bekannt.  Ein Stellplatz für ca. 50 Wohnmobile direkt am Hafen zwischen Kanälen der Mosel. Hier liegen Boote und Wohnmobile zusammen und teilen sich Strom- und Wasseranschlüsse. Kein Problem, hier geht es gemütlich und ruhig zu.  VE ist hier obligatorisch und für 6,00 Euro die Nacht ist der Strom inklusive. Ein Sanitärhäuschen direkt am Platz wartet mit Toiletten und Duschen (1,50 Euro) auf.
Die Hafenmeisterin kassiert und notiert, höflich und lustig,  zusammen mit einer Mitarbeiterin die Beträge für die Wohnmobile und die Boote. Die Beiden bekommen von zwei älteren Kapitänen, die gerade angelegt haben, eine Einladung zum Grillen für den Abend, der die beiden Damen nachkommen. Sie haben Spaß bis spät in die Nacht.
Wir verfolgen noch das EM Spiel Deutschland - Portugal  ( 3 : 2 ) am Fernsehen. Auch für uns "Nichtfußballinteressierte"  ein spannender Abend.


Aire de Camping - car am Hafen  zwischen Kanälen  der Mosel, ein beliebter Platz

                                             Blick von der Brücke auf

den Wohnmobilstellplatz in Charmes                          

Freitag 20. Juni 2008  11:00 Uhr  KM Stand 32564
Wenn im Bordatlas von einem ruhigen Platz gesprochen wird, so können wir das nicht bestätigen. Der Fahrzeuglärm ist ziemlich laut bis spät in die Nacht und setzt früh morgens wieder ein. Pünktlich fangen die Kirchenglocken an zu schlagen, alle Zeiten, wie es  sich gehört. Richtiges Ausschlafen ist nicht möglich. Das Geschrei der Krähen (war in 2005 auch schon) in den angrenzenden hohn Bäumen sorgt auch nicht für eine Entspannung. So, damit der Kritik genug. Die Lage ist einfach schön hier und das morgendliche Baguette kann in 100 Meter Entfernung gekauft werden.
Wir starten heute spät, weiter in Richtung Heimat. Beim Discounter decken wir uns noch einmal mit allen Sachen ein, die es  bei uns in Deutschland nicht gibt.
Unser Ziel ist Saarburg in Deutschland. Wir finden im Bordatlas einen neuen Stellplatz direkt am Ufer der Saar, mit allem ausgerüstet und einem "Hot Spot" fürs Internet.  Nichts wie hin.
Dank Navigationsgerät und guter Ausschilderung finden wir diesen neuen Stellplatz recht einfach. Wir suchen uns ein Plätzchen, richten uns ein und machen einen kurzen Rundgang. Ca. 40 Wohnmobile finden hier einen gekennzeichneten Platz. VE, Toiletten, Strom und Müllentsorgung sind hier vorhanden. ALDI liegt auf dem Anfahrtsweg in der Nähe. Die Übernachtung kostet 6,00 Euro und für Strom schluckt der Automat 0,50 Euro für KWh.
Nur den Hot Spot gibt es hier nicht, wie im Bordatlas angegeben. Der "Platzwart" erzählt uns beim Kassieren, dass die Telecom den Antrag abgelehnt hat. Es gibt Schlimmeres. Der Platz ist zu empfehlen und füllt sich am Freitag Nachmittag.


Wohnmobilstellplatz Saarburg  unmittelbar an der Saar

Blick auf den Sessellift und die Sommerrodelbahn

Blick auf den Wohnmobilstellplatz

Wir besuchen Saalburg zu Fuß vom Stellplatz aus. Wir lassen uns von der Sesselbahn in die Höhe bringen( 3,50 Euro pro Person), genießen den tollen Ausblick und wandern von dort aus zu dem ausgeschilderten Greifvogelpark, an dem regelmäßig Vorführungen der Greifvögel stattfinden. Wir  staunen über die riesigen Raubvögel und wandern zurück in die Innenstadt. Dem Pflichtbesuch einer der Lokale am Wasserfall in der idyllischen Innenstadtkommen wir gerne nach. Ein schönes Städtchen an der Saar.


Die Saarburg

Innenstadt mit vielen Restaurants, Cafes und Kneipen

Der Wasserfall

und die alte Mühle

Wie wär's mit einer Schifffahrt??

Blick von der Bergstation  der Saarburger Sesselbahn

                                                       Greifvogelpark

Saarburg                                                                      

Eine "Schmuseeule"

Der Vogelpark auf jeden Fall ein Besuch wert

Samstag 21. Juni 2008  11:00 Uhr  KM Stand 32743
Wir packen das letzte Mal für diesen Urlaub ein, versorgen uns im nahe liegenden Discounter für zu Hause mit dem Wichtigsten und fahren noch nicht ganz in Richtung Heimat. Wir entscheiden uns noch kurz über Luxemburg zu fahren, um dort den günstigeren Diesel zu tanken. Der Ort -Wasserbillig- in Luxemburg besteht fast nur aus Tankstellen. Die Deutschen nutzen diesen Preisvorteil aus. Wir zahlen schließlich "nur" 1,255 pro Liter Diesel. Beim Stand von 32762 Km tanken wir 58 l für 72,50 Euro. Nur wenige Kilometer weiter in Deutschland liegt der Dieselpreis um 30 Cent höher.
Bei schönem Wetter mit angekündigten 30 Grad C geht es weiter an der Mosel entlang in Richtung Koblenz. Die Moselregion dürfte in Deutschland das dichteste Netz von Wohnmobilstellplätzen haben. Ein Stellplatz folgt dem nächsten und überall ist noch etwas Platz. Auf der Straße kommen uns unüblicher Weise kaum Mobile entgegen, die stehen alle bei blauem Himmel an den Plätzen -würden wir auch machen, wenn wir nicht zurück müssten.
Über Trier, Koblenz, den Westerwald und die A45 Richtung geht es in Richtung Heimat. Gegen Abend erreichen wir beim KM Stand von 33124 Neuenrade.

Schnell ist die Zeit vergangen und es war mal wieder ein toller Urlaub in Frankreich. Wir haben auch diesmal keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Menschen in Frankreich sind freundlich und hilfsbereit. Wohnmobile sind an der Atlantikküste herzlich willkommen. Die Anzahl der Entsorgungsstationen, Park- und Stellplätze zeigt es deutlich.
Wenige französische Worte reichen aus, um in diesem Land  reisen zu können.
Die allgemeinen Preise sind höher  als in Deutschland, auch in den reichlich vorhandenen Supermärkten. Übrigens LIDL und ALDI sind auch vertreten.
Wer gerne Fisch isst findet in den französischen Supermärkten ein reichhaltiges und frisches Angebot. Auch hier sollte man nach Sonderangeboten schauen.
Wir haben nur an Supermärkten getankt, da dort die Literpreise in der Regel 10 - 15 Cent  unter den Preisen der Normaltankstellen liegen.
Die Mautgebühren der Autobahnen sind für Wohnmobile schon recht hoch. Wer nicht unbedingt schnell reisen muss kann die kostenfreien Landstraßen nutzen, die teilweise autobahnähnlich ausgebaut sind.
Als besonders positiv haben wir den Einsatz der Camping Cheques kennen gelernt. Das erste Mal eingesetzt zeigte sich, dass der Preis von 14,00 Euro (Stellplatz, 2 Personen und Strom) in der Vorsaison seht günstig ist. Manche Wohnmobilstellplätze mit Stromanschluss,  - VE - (2 Euro Frischwasser + 2 Euro Entsorgung)  ohne Duschen können da mit dem Preis nicht mithalten und haben dann noch den Charme eines Großparkplatzes.
Übrigens, viel Kleingeld bereithalten, da die meisten Stellplätze mit Parkscheinautomaten ausgestattet sind.
3433 Kilometer sind in der Zeit vom  28.05. - bis zum 21.06.2008 von uns zurückgelegt worden. Wir haben viel in der Zeit gesehen und direkt beschlossen Frankreich einmal im Inneren zu besuchen.
Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Wir freuen uns schon drauf.

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