Reisebericht Frankreich
Vom 16. September  bis 09. Oktober 2010
Stand: 12. Dezember 2010

Es ist September 2010,  wettertechnisch gesehen bisher  ein interessantes Jahr. Ein langer harter Winter ohne richtigen Frühling, der geht fast
nahtlos in einen heißen und trockenen Sommer über. Bis zum August, da fällt der meiste Regen seit Wetteraufzeichnung.  Die ersten
Septembertage sind gemischt aber schon recht frisch. Auf dem Kahlen Asten werden nachts Temperaturen von 4 Grad C gemessen. Das ist
einfach zu kalt.
Wir beschließen noch einmal in Richtung Süden, in die Provence, zu reisen. Vielleicht ist es da etwas wärmer und trockenen. Mal schauen, wir
werden berichten. Einfach mal wieder reinschauen. - Viel Spaß -

                   
Für die Vorbereitung

            
          

Donnerstag, 16. September 2010, 10:20 Uhr    KM 51128    bedeckter Himmel, trocken und ca. 13 Grad C
Die Nacht hat einiges an Regen gebracht. Um so schöner ist der Sonnenaufgang am Morgen. Wir starten erst gegen 10:20 Uhr in Richtung Süden.
Unser erstes Ziel soll Freiburg oder Breisach sein, ca. 450 Kilometer entfernt. Trotz vieler langer Baustellen geht die Fahrt relativ gut voran und wir beschließen noch bis nach Frankreich hinein zu fahren.
Es geht wieder los, die Autobahngebühren sorgen dafür, dass an den Mautstation leichter Stress aufkommt. Welche von den vielen Durchfahrtsstellen nehmen wir? Viele Kassenhäuschen sind mittlerweile unbesetzt. Automaten verrichten hier die Arbeit. 4,10 € will die Maschine in Kleingeld haben. Kein Problem, rein mit dem Hartgeld. Super, ich sehe noch, wie sich das Zwei-Eurostück  in Zeitlupe, sich überschlagend, aus meiner Hand entfernt, vorbei an dem Münzschlitz anschließend tief in einer Spalte zwischen Betonkante und Automat verschwindet. Für mich für immer. Hinter uns werden die andern Autofahrer schon ungeduldig, nur weil wir nicht so schnell ein weiters  Zwei-Eurostück besorgen können. Das fängt ja wieder gut an, hier auf den französischen Autobahnen. Wir werden an dem Problem arbeiten.
Der Bordatlas bietet uns einen Wohnmobilstellplatz in der Nähe der Autobahn an, Chavannes-sur-l´Etang, im Départment Haut-Rhin. Vorher tanken wir noch, schon in Frankreich, 63 Liter für 80,20 € beim Stand von 51638 Kilometer.  Nach kurzer Zeit erreichen wir den netten kleinen Stellplatz.
Alles vorhanden VE,  WC und Strom inkl. für 5,00 Euro die Nacht. Der Betrag wird am Abend von einer Gemeindemitarbeiterin kassiert.
Ein wirklich schöner Platz. Der Abend bringt uns noch einen romantischen Sonnenuntergang und anschließend, wir sind ja in Frankreich, noch einen Wein zum Abendessen. Der erste Urlaubstag könnte nicht besser enden.


Feuchter Sonnenaufgang am 16.09.2010 in Neuenrade

Wohnmobilstellplatz in (F) Chavannes-sur-l'Etang

Sonnenuntergang in Chavannes-sur-l'Etang

Der erste Abend in Frankreich mit einem Glas Wein

Freitag, 17. September 2010, 08:30 Uhr    KM 51661    bedeckter Himmel (hohe Schleierbewölkung), trocken und ca. 16 Grad C
Die Nacht ist trocken geblieben. Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass die Müllabfuhr gegen 05:20 Uhr genau neben uns den Glascontainer geleert hat und dass das "Team Orange" der Gemeinde laut lachend einen Witz nach dem anderen machten. Wir haben die Witze nicht verstanden aber wir waren dafür wach. Trotzdem, den Platz können wir nur weiterempfehlen.
Wir sind früh auf der Piste, der A6, weiter in Richtung Lyon. Südlich von Lyon haben wir uns einen Campingplatz ausgesucht. Kurz vor Lyon kommt wieder eine Mautstelle. Wir reihen uns in die längste Schlange ein. Diesmal gibt es kein Problem. Wir übergeben einer freundlichen älteren Dame das Ticket und die Kreditkarte, 38,30 Euro werden für die Strecke einbehalten und es geht weiter. Als wir den Campingplatz  gegen 15:00 Uhr erreichen, stellen wir fest, dass er bereits für dieses Jahr geschlossen hat. Plan -B- tritt in Aktion und wir fahren den Campingplatz Flower camping La Chátaigneraie an, in ca. 20 Kilometer Entfernung. Ein ruhiger, schön gelegener Campingplatz auf den Hügeln bei Anneyron mit Aussicht auf das Rhonetal und die Berge der Ardèche (so die Beschreibung aus dem ACSI). Stimmt aber trotzdem. Wir zahlen mit der CC Karte 13,00 Euro inkl. Strom und duschen. Für dreißig Minuten ist das Internet mit WIFI auch noch drin. Den Stellplatz können wir frei wählen. - Klasse -
Zum Abendessen kommt unser Kräutergarten das erste Mal in Aktion.


Blick vom Campingplatz Flower camping La Chátaigneraie

Stellplatz Flower camping La Chátaigneraie

Blick vom Flower camping La Chátaigneraie

Eingang zum Campingplatz

Der Kräutergarten ist das erst Mal mit dabei

Samstag 18. September 2010, 09:30 Uhr   KM 52081     stark bewölkt, 11 Grad C, trocken
Eigentlich sollte es heute regnen. Tut es aber nicht- schön - Wir starten in Richtung Süden, aber nicht mehr über die Autobahn. Das nächste Ziel ist der Campingplatz  "Les Cascades" , südlich der Ardeche in einem Eichenwald über den berühmten Wasserfällen von Sautadet. Die Fahrt  geht über schmale Straßen, durch Weinberge, steil bergauf und bergab, durch kleine schmale Dörfer. Vorher tanken wir 56 Liter für 66,32 Euro beim Stand von 52098.  Zum Campingplatz "Les Cascardes" geht es über eine schmale (sehr schmale) Steinbrücke, die nicht für größere Wohnmobile geeignet ist. (Anmerkung: Es gibt auch noch eine Anfahrmöglichkeit von Süden, auch über eine schmale Strasse aber ohne Brücke.) Am Campingplatz ist Mittagspause und wir schauen schon einmal über den Platz. Er sagt uns nicht zu, hier ist alles sehr schräg und die Spuren auf den wenigen geeigneten Stellplätzen zeigen, dass viele Fahrzeuge Schwierigkeiten hatten, den Platz wieder zu verlassen.
Plan - B -, es geht weiter, die Entscheidung fällt auf Avignon und den "CAMPING DU PONT  D' AVIGNON".
Wir erreichen Avignon Samstag Nachmittag bei trockenem  sonnigen Wetter. Dieses beliebte Ausflugsziel scheint sehr begehrt zu sein.
Der Campingplatz, gegenüber der berühmten Brücke von Avignon,
wird jetzt in der Nachsaison nur noch zu 1/3 bewirtschaftet. Dieses Drittel  (Stromplätze) ist dann zum Abend auch fast ganz besetzt.
Wir drehen noch eine gemütliche Runde entlang des Campingplatzes an der Rhône und werden bei lauer Luft mit einem tollen Anblick belohnt.


"CAMPING DU PONT  D' AVIGNON"

Pont St. Bénézet in Avignon

Sonnenuntergang an der  Pont St. Bénézet
Pont St. Bénézet in Avignon bei Nacht

Sonntag, 19.September 2010 , 08:10 Uhr       KM 52287      blauer Himmel, starker Wind, 12 Grad C
Der Wind hat stark zugenommen, aber es ist wolkenlos, leider etwas kühl mit 12 Grad. Der Wetterbericht hat es so vorhergesagt. Wir warten den Vormittag noch ab, bis es etwas weniger windig und wärmer wird. Dann besuchen wir Avignon. Beim Gang über eine Brücke blicken wir auf Pont St. Bénézet und im Hintergrund ist der
 Mont Ventoux, ein einsam aufragender, 1.912 m hoher Berg in der französischen Provence. Ihn haben wir auch noch als Ziel vorgesehen.


Blick auf Pont St. Bénézet in Avignon im Hintergrund der Mont Ventoux

Der Stellplatz auf dem CAMPING DU PONT  D' AVIGNON

Die Einkaufsmeile  von Avignon

Der Papstpalast

Blick auf Pont St. Bénézet in Avignon  

 

Blick auf Pont St. Bénézet in Avignon im Hintergrund der Mont Ventoux

Montag, 20. September 2010 , 10:50 Uhr       KM 52287      blauer Himmel, windstill, 12 Grad C
Eine ruhige windstille Nacht liegt hinter uns. Wir bezahlen mit zwei CampingCheques, also 28,- Euro für zwei Übernachtungen inkl. Strom. Der Platz ist es wert.
Wir starten ausgeruht in Richtung Mont Ventoux. Auf der Hinfahrt entscheiden wir, dass wir den Berg sofort erklimmen. Windstille und klare Sicht veranlassen uns zu dieser Entscheidung. Der Einstieg erfolgt von Malaucène aus und ist gut ausgeschildert. Auf der ca. 20 km steil ansteigenden Straße überholen wir unzählige Radfahrer, für die übrigens ein Teil der Fahrbahn extra markiert ist. Dieser Berg hat eine große Bedeutung für den Radsport und viel Markierungen auf der Fahrbahn setzen ein Zeichen dafür. Die Strecke ist gut zu fahren, nicht schnell aber man kommt hoch.
Auf dieser Nordauffahrt wird man immer wieder mit tollen Aussichten auf die Landschaften belohnt. Auch für größere Wohnmobile  ist die Strecke geeignet. In 1900 Metern Höhe angekommen bietet sich uns ein Ausblick in alle Richtungen. Die wenigen Parkplätze sind leider schon mit Pkw  besetzt, deshalb halten wir uns nur kurz am Gipfel auf.


Kein Schnee sondern  ein Kalkschotterfeld direkt unterhalb des Gipfels

Der Gipfel des Mont Ventoux  ist mit dem Wohnmobil erreicht

Blick nach Osten

Die Ostabfahrt

Es geht bergab, vorbei an der Radfahrertafel mit hunderten geopferten Trinkflaschen. Auch auf der Ostauf/Abfahrt kommen die Fahrradfahrer dem Gipfel näher. Wir haben hohen Respekt vor dieser Leistung und können den Stolz, die Freude und das Jubeln beim erreichen der Gipfels nachvollziehen, auch wenn jährlich 20 Radfahrer ihr Leben auf dieser Strecke lassen, durch Erschöpfung oder Unfälle.
Wir fahren mit unserem Womo langsam im zweiten Gang den Berg runter und machen in 1400 Metern Höhe ein Mittagspäuschen mit Blick auf den Gipfel, umringt von Hunderten von Schafen. Ein fantastisches Erlebnis hier oben, eigentlich eine Muss-Besichtigung.
Übrigens, auf der Talfahrt werden wir von vielen Radfahrern überholt, mit Geschwindigkeiten um die 70 Km/h. Vorsicht!
Wir suchen uns ein Nachtquartier unterhalb des Mont Ventoux. Der erste Platz in Vills-s,Auzon gefällt uns überhaupt nicht und der zweite Platz in Mazan ist voll belegt. Wir folgen den Hinweisschildern auf den nächsten Campingplatz in 5 Km Entfernung. "Camping le Bouquier" in Caromb hat noch ein Plätzchen für uns frei. Der Platz ist in Terrassen angelegt und durch Hecken und Bäume voneinander getrennt.  Die Übernachtung kostet für 2 Personen, Wohnmobil und Strom nur 15,00 Euro. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Rund herum wachsen in der Gegend um Vaucluse Wein, Oliven, Obst und früher im Jahr auch reichlich Lavendel und Kirschen. Fast ein Paradies.
Der Sommer hat uns hier jetzt eingeholt. 27 Grad C, blauer Himmel mit Schäfchenwolken. So kann es bleiben.


Schattiges Plätzchen auf dem Camping Le Bouquier

abgetrennt durch hohe Hecken

Dienstag, 21. September 2010 , 10:10 Uhr       KM    52402    blauer Himmel, windstill, 12 Grad C
Die Fahrt geht weiter. In Apt tanken wir beim Stand von 52460, 45 Liter und fahren in Richtung Roussillon (Vaucluse). Über Umwege (das Navi war immer anderer Meinung) erreichen wir dieses touristische Dörfchen, welches schon aus weiter Entfernung an den roten Felsen zu erkennen ist.
Wir benutzen einen gebührenpflichtigen Parkplatz, speziell für Wohnmobile, wo auch eine Übernachtung möglich ist. Bis in den Ort sind es dann noch ca. 1 Kilometer zu Fuß, ohne Probleme zu schaffen.


Roussillon

Bekannt ist Ort durch seine ockerhaltige rote Erde

Wir beschließen diesmal den langen Gang durch die Ockerfelsen zu machen. Ein 50 minütiger Rundweg ( 2,50 Euro pro Person) entlang der Felsen ist sehr beeindruckend. Die Fotos belegen das, auch wenn sie die tatsächlichen Farben nur unzureichend wiedergeben.

Das Bürgermeisterfenster, der Glockenturm im Zentrum und das Rathaus

Reges Treiben herrscht in diesem Künstlerdorf und der Tourismus ist hier zuhause. Restaurants  sind im ganzen Dorf verteilt, auch wenn der Platz noch so klein ist. Auf dem Rathausplatz gönnen wir uns in einem Straßencafe noch eine Erfrischung, dann geht es weiter.
Wir steuern den Campingplatz  "Oxygene" östlich von Manosque an der Durance an, über 40 Kilometer auf schmalen, aber schönen Straßen.
Bei Rushhour geht es stockend durch Manosque. Als wir den Campingplatz erreichen stellen wir fest, dass er seit dem 15.09.2010 bereits geschlossen hat. Also Plan -B-, es geht weiter in Richtung  des Sees "Lac de Ste Croix, mit offenen Augen auf der Suche nach eine Übernachtungsmöglichkeit. In Grèoux les Bains finden wir einen kleinen Terrassencampingplatz "Le Verseau"direkt am Fluss. Der Platz ist fast voll belegt mit französischen Campern, andere Nationalitäten finden wir nicht. Antjes Französischkenntnisse sind hier besonders gefragt.
Zwischen hohen Hecken verbringen wir noch einen langen Abend vor dem Wohnmobil.


Stellplatz auf dem Campingplatz "Le Verseau"

Ein interessantes Sanitärgebäude in Le Verseau

Blick vom Camping auf Grèoux les Bains

Mittwoch, 22. September 2010 , 10:50 Uhr       KM  52522     blauer Himmel, windstill, 12 Grad C
Wir bezahlen 17,30 Euro für die Übernachtung und fahren in Richtung Moustiers Sainte-Marie am Lac de Ste Croix. Bei der Ausfahrt aus der Stadt finden wir noch einen großen Wohnmobilstellplatz vor, der sichtbar überfüllt ist.
Der nur leicht belegte Campingplatz "Saint Jean" in Moustiers Sainte
-Marie,  wird für die nächsten zwei Tage unser sein. Dieser ACSI Platz mit CampingCard kostet 13,00 Euro für 2 Personen, Wohnmobil und Strom, WiFi ist hier kostenlos. Schöner Platz am Fuß dieses malerischen Touristendörfchens.
Bei 25Grad C verbringen wir den Rest des Tages auf dem Campingplatz und relaxen.


Camping St Jean

Blick vom Campingplatz auf Moustiers Sainte Marie

Donnerstag,  23. September 2010, 08:00 Uhr   KM 52556    windstill, blauer Himmel, 10 Grad C
Es ist nachts sehr ruhig hier auf dem Campingplatz und wir Frühstücken bei 10 Grad C ausnahmsweise mal im Wohnmobil. Danach geht es fußläufig in das 700 Meter vom Campingplatz entfernte Dorf, natürlich bergauf. Wir besuchen diesmal die kleine Kapelle oberhalb des Zentrums und klettern steil bergauf. Von hier oben haben wir eine schöne Aussicht auf den Ort und den Lac de Ste Croix.
Auch hier geht die Saison langsam zu Ende. Der Supermarkt schließt am Wochenende und hat nur noch wenige Angebote im Regal stehen, für uns reicht es noch. Im Laufe des Tages wird es schön warm, wir können den Nachmittag in der Sonne genießen.


Blick auf Moustiers Sainte Marie

Der Glockenturm im Zentrum

Einmal mit der Digitalkamera durchs Dorf

 

Wohnmobilstellplatz am Fuße von Moustiers Sainte Marie

Blick auf den Campingplatz  St Jean

Freitag,  24. September 2010, 09:00 Uhr   KM  52556   windstill, blauer Himmel, 10 Grad C (Hinweis: diese Temperatur ist  nur die morgendliche erste Wahrnehmung. Später wird es bisher immer deutlich wärmer!)
Gemütlich packen wir zusammen, bezahlen für zwei Übernachtungen mit der CC 27,00 Euro (ein gutes Preis-Leistungsverhältnis) und fahren in Richtung des Lac de St Croix. Vorbei am Ausgang des "GRAND CANYON Du VERDON" mit seinem türkisfarbenen Wasser. Die Durchfahrt durch diesen spektakulären Canyon sparen wir uns. Wir sind ihn mit dem Wohnmobil 2005 (mit Pkw und Wohnwagen auch schon früher)  schon einmal  durchfahren. Atemberaubend schön diese Landschaft. Wir suchen anschließend den Wohnmobilstellplatz in Les Salles am Lac de St Croix auf, den es aber nicht mehr gibt, hier ist ein Neubaugebiet entstanden. Sonst hat sich nicht viel verändert.


 

 

Wir verlassen die Landschaft rund um den Lac de St Croix und fahren weiter in Richtung Sillans La Cascade, ca. 35 Kilometer südlich des Sees.
Wir besuchen die Attraktion dieses kleinen Örtchens, den Wasserfall und seinen Fluss Bresc. Vorher entsorgen wir auf dem Wohnmobilstellplatz am Rande der Gemeinde (kostenlos). Oberhalb des Ortes finden wir einen Parkplatz mit einem Hinweisschild in Richtung "La Cascades", ca. 1 Kilometer. Erst geht´s talwärts und dann, wir haben noch nicht viel gesehen, wird der Weg doch etwas anspruchsvoller. Gutes Schuhwerk ist hier vorausgesetzt, es wird jetzt etwas geklettert. Über Wurzeln, Steine, Schlamm und alles was sich so im Urwald befindet. Doch wir werden dafür belohnt. Naturbelassen schlängelt sich dieser Fluss durch das Tal, gespeist von einem ca. 20 Meter hohen Wasserfall. Diese wild romantischen Eindrücke lassen sich überhaupt nicht richtig auf den Fotos wiedergeben, schade.
Wir fahren weiter und entschließen uns bis zum Mittelmeer zu fahren. Der Campingplatz "Le Pont d' Argens" in St, Aygulf ist unser geplantes Ziel.


La Cascade in Sillans

Riesenplatanen in dieser urwaldartigen Landschaft

Der Campingplatz (CC) ist nur zu einem Viertel belegt. Als wir uns einen Stellplatz suchen stellen wir fest, dass es hier vor kurzem stark geregnet hat. Die Stellplätze sind größtenteils verschlammt und riesige Pfützen stehen auf den Verbindungswegen. Wir suchen den aus unserer Sicht besten Platz aus und richten uns ein. Dann geht noch mal ein richtige Schauer runter. Die Nacht verläuft fast ruhig, fast - bis auf die Zunahme des Windes, wie in der Wettervorhersage angekündigt. Wir kurbeln die Markise ein und stellen fest, das es mittlerweile sternenklar ist.

Samstag, 25. September 2010,  08:00 Uhr  KM   52665    10 Grad C, wolkenlos, windstill
Es ist ein schöner Morgen und von dem Regen am Vortag ist nicht mehr viel zu sehen. Der Wind hat den Rest abgetrocknet.
Mit den Fahrrädern geht es in den Ort Frejus, ca. 4 Kilometer entfernt. Heute Morgen ist Markt und das bunte Treiben ist etwas für unsere Augen.
So kennen wir die französischen Märkte. Sehen und gesehen werden ist hier die Devise. Auch wenn die Preise hier deutlich über denen in den Supermärkten liegen wird viel gekauft.
Am Nachmittag geht es noch mal kurz zum Strand.  - Kanal - Kiter - Nudistenstrand - alles ist hier vorhanden.
Der Abend endet mit einem französischen Rose Wein, in Butter und Knoblauch geschwenkten Garnelen.


Campingplatz "Le Pont d' Argens"

Wochenmarkt in Frejus

Bunte Vielfalt mit Produkten aus der Provence

Paella, das Auge isst auch mit

Garnelen in Butter und Knoblauch angebraten mit Weißbrot

Sonntag, 26. September 2010, 08:00 Uhr  KM   52665    12 Grad C, wolkenlos, windstill
Die Temperaturen klettern so langsam nach oben. Am Mittag satteln wir die Räder für einen Ausflug nach St Aygulf. Hier ist nicht viel los, während die Parkplätze an den Stränden rappel voll sind. Später machen wir noch einen Spaziergang am Wasser entlang. - Keine besonderen Vorkommnisse mehr an diesem Tag.

Montag, 27. September 2010,  11:00 Uhr KM 52665    21 Grad C, blauer Himmel, windstill
Die Reise geht weiter. Wir bezahlen für die drei Übernachtungen 46,32 Euro (inkl. Kurtaxe) mit der CC von ACSI.  Die Fahrt geht an der  Küste entlang bis zum Campingplatz "Les Prairies de la Mer" in Port-Grimaud mit direktem Zugang zum Meer.  Wir zahlen im voraus 30,00 Euro mit der CC ACSI für zwei Übernachtungen. Anschließend erkunden wir etwas die Umgebung. Neben dem Campingplatz finden wir die Einfahrt in den Port von Grimaud. Sehr interessant, diese kleine Hafenanlage. Rund um die kleinen engen Häuser liegen die Yachten aneinander gereiht. Besonders gut kann man es  erkennen, wenn man einen Blick bei Google Earth auf den Hafen wirft.
Wir fahren allerdings mit den Fahrrädern hierdurch, soweit es möglich ist. Dabei entdecken wir die An/Ablegestelle für das Wassertaxi nach St. Tropez. Das planen wir für morgen.


Die Felsenküste in St. Aygulf

Campingplatz "Les Prairies de la Mer" in Port-Grimaud

Dienstag, 28. September 2010,  11:00 Uhr   KM 52691   21 Grad C, blauer Himmel, windstill
Mit dem Fahrrad fahren wir  in den Port-Grimaud. Der " Wasserbus" geht erst über Ste. Maxime und dann nach St. Tropez. Für die Hin/Rückfahrt bezahlen wir 10,00 Euro pro Person. Fahrzeit etwa 40 Minuten. Je näher wir dem Hafen kommen, um so drubbeliger wird es auf dem Wasser.
Wir kommen mitten in die Startvorbereitungen für eine große Regatta, wobei unzählige Boote unsere Route queren. Offensichtlich eine Großveranstaltung mit allem was dazu gehört. So voll ist auch St. Tropez. Wir tippeln einmal über den Wochenmarkt, der auch total überfüllt ist und beschließen den Rückzug mit unserer Fähre anzutreten, gar nicht mal so leicht. Die Fähren halten sich nicht an den Fahrplan, vermutlich wegen der Regatta. Nach mehreren Anläufen gelingt es uns dann aber doch, Port-Grimoud wieder zu erreichen. Wir beschließen den Abend mit einem Blick bei Dunkelheit auf die das beleuchtete St. Tropez vom Campingplatz aus.


St. Tropez

Die Hafenpromenade von St. Tropez

Der Hafen von St. Tropez

Die Hafeneinfahrt von St. Tropez

Mittwoch, 29. September 2010, 10:00 Uhr    KM 52773  06:00 Uhr     8 Grad C , blauer Himmel, wenig Wind
Der Blick auf das Thermometer am frühen Morgen lässt uns das Frühstücken im Freien für heute wieder vergessen, 8 Grad! Um 10:00 Uhr starten wir in Richtung Griens bei Hyères auf der Halbinsel. In Hyères wird noch einmal im Supermarkt gebunkert. Dann geht es bis zur Spitze und dem Campingplatz "La Tour Fondue". Der Platz ist noch gut belegt und es dauert etwas länger, bis wir einen freien und nicht so schrägen Stellplatz gefunden haben. Der Erkundungsgang  zeigt uns viel Ruhe an. Für Wassersport, speziell dem Tauchen, scheint hier ein Eldorado zu sein.
Uns kommen einige Camper mit voller Tauchausrüstung auf dem Platz entgegen.   Im Hafen (Überfahrt zu den vorgelagerten Inseln) gibt es ein Gemüse/Obststand und einen Bäcker, rund 100 Meter vom Camping entfernt.
Das Abendessen genießen wir beim Sonnenuntergang am Wohnmobil.


Blick vom Hafen auf den versteckten Campingplatz "La Tour Fondue"

Campingplatz "La Tour Fondue"

Im Hafen von La Tour Fondue

Donnerstag, 30. September 2010, 09:00 Uhr  KM  52773   08:00 Uhr      13 Grad C, blauer Himmel und windstill
Erst einmal relaxen und dann die Wanderschuhe in Bewegung gebracht. Hört sich wild an, ist es aber nicht, wenn wir davon sprechen. Wir marschieren ein paar Kilometer ins Dorf Giens. Dort gibt es im Straßenrestaurant zum Mittag gegrillte Sardinen, Salat, Fritten und Wein. Die überzähligen Kalorien werden auf dem Weg zum Campingplatz wieder abgearbeitet.


Blick in die Bucht von Almanarre

Giens Dorfkern

Blick vom Aussichtspunkt in Giens

Freitag, 01. Oktober 2010,  09:30 Uhr    KM   52773      15 Grad C , bewölkt, leichter Wind
Der Campingplatz "La Tour Fondue" will so langsam in den Winterschlaf und wir starten weiter. Wir bezahlen 31,70 Euro für zwei Nächte mit der CC, aber nicht mehr hier am Platz, wir müssen den Betrag am Campingplatz "La Presqu' Ile de Giens" bezahlen, der hat noch länger geöffnet.
In der letzten Nacht hat es geregnet und heute morgen ist es trocken und bewölkt.  Wir fahren noch am Strand (Flugplatz) entlang, das Halten mit Wohnmobilen wurde hier mehr als schwer gemacht. Dann geht es auf die Strecke (A57) in Richtung  Salon de Provence, an Toulon und Marseille vorbei.
Unser Ziel , den Campinglatz  "Camping Nostradamus" in Salon de Provence erreichen wir am Mittag. Ein Inspektionsgang führt zu dem einstimmigen Ergebnis, dass wir weiterfahren. Er sagt uns beiden nicht zu. So langsam wird es etwas schwieriger einen noch geöffneten Campingplatz zu finden. Unser CampingCard  ACSI Atlas bietet uns in Châteaurenard, ca. 10 Kilometer südlich von Avignon, den Camping
"La Roquette" an. Ein toller Platz, es ist ruhig hier, trotzdem ist noch alles in Betrieb. Wir werden freundlich empfangen und beschießen direkt 3 Tage hier zu verbringen.


Camping "La Roquette" in Châteaurenard

Camping "La Roquette" in Châteaurenard

Samstag, 02. Oktober 2010,  08:00 Uhr        KM 52974        blauer Himmel, windstill, keine Wolke am Himmel
Ein schöner Morgen mit frischem Baguette und Croissants, tollem Himmel und angenehmer Atmosphäre. Mit den Fahrrädern geht es in den nahegelegenen Ort, vorbei an den Sportstätten und Schulen, der Beschilderung Centre Ville folgend. Wir machen einen Rundgang durch die Stadt und dann den Aufstieg zum Château von Châteaurenard.


Château Feodal in Châteaurenard

Blick vom Château

Die Innenstadt von Châteaurenard

Château Feodal in Châteaurenard

Im Park von Châteaurenard

Sonntag, 03. Oktober 2010, 08:10 Uhr     KM    52974        blauer Himmel, 15 Grad C, leichter Wind
Ein schöner Morgen, aber eine Wetteränderung zeichnet sich ab. Der Wind hat stark zugenommen. Das ändert unseren Plan für heute nicht. Es ist Wochenmarkt in der Stadt und wir satteln die Räder, mit der Erwartung, dass es hier nicht viel geben kann. Wir werden eines Besseren belehrt.
Die Innenstadt ist voll von Menschen und Marktständen. Viele Bekleidungsstände, etwas für die Frau des Wohnmobiles. Der männliche Teil beschäftigt sich mehr mit dem Essbaren des Marktes. So sind drei Stunden auch schnell vergangen. Die "Beute" wird anschließend am Platz begutachtet.
Den Rest des Tages verbringen wir am Pool bei starkem Wind und Sonnenschein, vielleicht das letzt Mal für diesen Urlaub. Für die Nacht sind schon starke Regenfälle angekündigt. Wir lassen es auf uns zukommen.


 

Montag, 04. Oktober 2010     10:30 Uhr      KM 52974   22 Grad C starker Südwind, starke Bewölkung
Der Wetterbericht hat es angekündigt, warmer starker Südwind. Es ist noch trocken. Wir bezahlen mit der CC für 3 Übernachtungen 39,00 Euro für diesen tollen Platz. In unmittelbarere Nähe füllen wir unsere Vorräte auf und es geht in Richtung Norden. Kurz hinter Orange verlassen wir die Autobahn und tanken an einem Supermarkt 65 Liter für 72,15 Euro beim Stand von 53038 Kilometern.
Die Fahrt geht weiter über die Autobahn bei starkem Regen. Aus dem Bordatlas suchen wir uns den Stellplatz "Parc des Oiseaux" in Villars-les-Dombes  nordöstlich von Lyon aus. Es ist ein großer Parkplatz an einem Vogelpark in der Seenlandschaft La Dombe.
Jetzt schüttet es richtig. Wir stellen uns zu den anderen 4  Wohnmobilen auf dem höchsten Punkt. Im Laufe des Nachmittages werden es dann ca. 40 Wohnmobile. Dauerstarkregen zwingt alle in den Wohnmobilen zu bleiben. Erst am Abend reicht es für einen ganz kurzen Rundgang.
Bei der Platzüberprüfung stellen wir fest, dass eigentlich ein anderer Teil zum Parken für die Wohnmobile vorgesehen ist, den nutzt jedoch keiner (Stellplätze auf Wiese, unmittelbar an der Straße). Die VE, zumindest das, was davon übrig geblieben ist, ist nicht mehr zu nutzen. Für eine kostenlose Übernachtung hier ist der Platz aber in Ordnung.


 

Dienstag, 05. Oktober 2010, 09:15 Uhr   KM 53245        10 Grad, Landregen, windig  (sehr ungemütlich)
Kein frisches Baguette, jetzt geht es an das gebunkerte Dosenbrot.  Den Besuch des Vogelparks schenken wir uns, wegen des Dauerregens. Wir fahren weiter Richtung Nordost, wechseln zwischen Autobahn und Landstrasse ab. In Cernay wird getankt beim Km Stand von 53568, 60l für 68 Euro. Dann, das Wetter hat sich deutlich gebessert, nehmen wir den Aufstieg zum Grand Ballon in Angriff. Die schmale Strasse schlängelt sich durch hohe Laubwälder, die, je höher wir kommen, immer bunter werden. Hier auf 1000 Meter sieht es schon richtig nach Herbst aus. Oben auf dem Kopf angekommen hat sich der Grand Ballon eine Nebeldecke übergezogen, nix ist mit grandioser Aussicht. Wir fahren zur anderen Seite wieder runter und fahren zum Stellplatz in Ungersheim beim Museumsdorf. Er gefällt uns gar nicht, darum auf zum nächsten. Aber wie schon häufiger, jetzt ist der Wurm drin. Die nächsten vier Stellplätze an der Strecke sind alle voll belegt. Mittlerweile fast 18 Uhr, wir folgen der Beschilderung eines Camping Municipal in Ribeauvillé. Hier ist noch gut was los. Wir checken für eine Nacht für 15,50€ ein. Sehr hübsch hier. Zum Platz gehört auch ein Storchenpärchen, das über den Platz stolziert und sich füttern lässt.


Le Grand Ballon in den Vogesen

In 1325 Metern Höhe keine Sicht in den Wolken

Le Grand Ballon ohne Wolken

Außergewöhnliches Wolkenspiel

Campingplatz Municipal Pierre De Coubertin in Ribeauvillé

Einer der Campingplatz Störche

Mittwoch, 06. Oktober 2010, 07:15 Uhr    KM 53700    7 Grad C, blauer Himmel, windstill
Ruhige trockene und kalte Nacht. Heute haben wir zum ersten mal die Heizung leicht ans Laufen gebracht, riecht leicht nach verbranntem Staub.
Es geht weiter in Richtung Deutschland, da ist das Wetter laut Vorhersage für die nächsten Tage schön. Wir verlassen Frankreich, nicht ohne noch einmal in einem der großen Supermärkte einzukaufen. Kurz vor Strasbourg verlassen wir unser Urlaubsland und fahren den Wohnmobilstellplatz in Bühl an. Bei 25 Grad C verbringen wir noch einen schönen Herbsttag. Der Stellplatz hier in Bühl hat VE aber keinen Stromanschluss. Die Übernachtung kostet 5,00 Euro und wird am Parkscheinautomat bezahlt.


Wohnmobilstellplatz in Bühl

Donnerstag, 07. Oktober 2010,  09:45 Uhr  KM 53806   12 Grad C, dichter Nebel
Es ist sehr nebelig heute morgen, jetzt ist Herbst. Wir fahren in Richtung Norden. Für die Nacht haben wir uns den Wohnmobilstellplatz in Weilmünster ausgesucht. Da dürfte nicht viel los sein, ist ja keine Weinlese da. Von wegen, es ist 14:30 Uhr und der Platz (der ist kostenlos) ist rappelvoll mit großen Womos und hinter uns stehen die nächsten Mobile schon in Warteposition. Wie immer kommt Plan -B- zum Tragen, nachdem wir in Weilmünster getankt haben beim Stand von 54052 57,69  Liter für 71,48 Euro.
Wir fahren nach Herborn, dort bietet uns der Bordatlas einen Wohnmobilstellplatz am Hallenbad an. Der Stellplatz ist gut ausgeschildert und liegt am geschlossenen Wellenbad. VE und 6 Stromanschlüsse sind vorhanden. Der Platz ist kostenlos und für drei Mobile ausgeschildert. Tatsächlich können mehrere Mobile hier stehen. Das Bad ist geschlossen und die Parkplätze rundherum werden für Besucher nicht mehr gebraucht.
Der Besuch der Altstadt von Herborn lohnt sich.


Wohnmobilstellplatz am Wellenbad in Herborn

Altstadt von Herborn

Freitag, 08. Oktober 2010,  09:50 Uhr  KM 54092   12 Grad C, dichter Nebel
Frische Brötchen gibt es um die Ecke im Gewerbepark, das Frühstück ist gesichert. Wir fahren weiter in Richtung Heimat. Es bleibt nebelig und vermittelt einfach herbstliche Gefühle. Wir steuern unseren letzten Übernachtungsplatz nicht weit von zuhause an. Jetzt kommt die Sonne auch durch, man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Von den "Stellplatzbetreibern" werden wir freundlicherweise zum Abendessen (und zum Frühstück am nächsten Morgen) eingeladen und sitzen gemeinsam bis zum traumhaften Sonnenuntergang draußen. Dankeschön dafür.


Letzter Übernachtungsplatz im Sauerland

Samstag, 09. Oktober 2010, 08:45 Uhr,     KM 54230    12 Grad C, blauer Himmel, windstill
Guten Morgen letzter Urlaubstag. Ein roter Sonnenaufgang begrüßt uns im Wohnmobil. Wir bauen langsam ab und verabschieden uns.
Wir erreichen Neuenrade wieder nach drei super  Urlaubswochen in Frankreich. Keine Beschwerden über das Wetter, das ist nicht immer so. Auch unsere Ziele waren gut gewählt (wir hatten ja immer einen Plan B) und wir haben viele nachhaltige Eindrücke gesammelt.
Jetzt kommen die Zeiten für die Urlaubsplanung im nächsten Jahr.
Mal schauen was wir finden.

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