Reisebericht Italien
 Sardinien
Vom 23. April bis 16. Mai 2009
Stand: 17. Mai 2009

Saisonbeginn 2009
Ein langer Winter liegt hinter uns, genug Zeit zur Planung und Vorfreude auf den Urlaub 2009 verkürzten diese Wartezeit.
Wir wollen einfach nur schönes Wetter im Frühling genießen. Sardinien mit dem Wohnmobil ist genau das Richtige für uns.
Das Wohnmobil hat den strengen Winter ohne Schwierigkeiten überstanden. Reinigung, Unterbodenschutz usw. machen es wieder urlaubstauglich.


Sardinien 2009

                                                                                                              

Die Vorbereitungen:

                                                                  
 

                                                                                 
 

Donnerstag, 23. April 2009, 06:45 Uhr    KM Stand  37144   Wetter: bewölkt und frisch
Wir starten! Die Fahrt geht in Richtung Süden über die A 45 und die A 5 bis Freiburg. Wir erreichen unser erstes Ziel um 12:00 Uhr, den Wohnmobilstellplatz Freiburg an der Bissierstraße. Das Wetter zeigt sich mit einem blauen Himmel und 12 Grad C. Ein richtiger Urlaubsbeginn.
Der Stellplatzbetreiber ist sehr freundlich und gibt uns eine kurze Einweisung über den Stellplatz und den kürzesten Weg in die Stadt. Der Platz kostet 7,- Euro für die Nacht, inkl. Ver- und Entsorgung. Strom wird nach Verbrauch bezahlt und WLAN ist auch am Platz vorhanden. Wir sind von dem Stellplatz überzeugt und können ihn auf jeden Fall weiterempfehlen.
Nach einer Kaffeepause geht es zu einem Rundgang in die Stadt, eine reizvolle und schöne Stadt. Hier werden wir noch einmal hinfahren, es lohnt sich.
Auf der Anfahrt fallen uns die vielen Spargelfelder an der A 5 auf. Wir kaufen direkt noch 1 Kilo und verbringen den Abend im Wohnmobil bei frischen Spargel mit Schinken, einem Weiswein und einem herrlichen Sonnenuntergang.

Wohnmobilstellplatz in Freiburg im Breisgau

Freiburg  - bunt geschmückt

Die Kreuzkirche

Münster von Freiburg


Marktplatz von Freiburg

Freitag,  24. April 2009, 07:50 Uhr.00     KM Stand  37591   Wetter: sonnig und frisch
Eine ruhige Nacht mit 4 Grad C liegt hinter uns, daher gönnen wir uns zum Frühstück lauwarme Luft aus der Heizung.
Wir tanken noch in Freiburg beim KM Stand von 37593, 61 Liter für 62,15 Euro und ab geht es über die A5 und dann ab Basel über die A2/E35 weiter in Richtung Süden. Gegen 10:45 Uhr erreichen wir den St. Gotthard Tunnel und fahren ohne Stau in die Röhre ein.
Das Wetter wird immer schlechter und bei der Ausfahrt aus dem Gotthard Tunnel in 1090 m Höhe schneit es kräftig und es ist rundherum alles weiß. Unser heutiges Ziel, ein Stellplatz am Lago Maggiore wird bei aufliegenden Wolken und Regen aufgegeben.
Weiter südlich kann es nur besser werden. Die Fahrt geht weiter über die A9, A50 und die A1 bis kurz vor Parma.  Aus dem Bordatlas suchen wir den Stellplatz in Soragna aus, der zwar ein VE hat, uns aber als Innenstadtparkplatz nicht zusagt. Weiter geht es zum Stellplatz in Fidenza, den es vermutlich nicht mehr gibt. Wir haben ihn zumindest nicht gefunden. Gegen 14:50 Uhr tanken wir in Fidenza 64 Liter für 68,61 Euro beim KM Stand von 38104 Km. Dritte Option ist der Stellplatz in Fontanellato, ein großer leerer Stellplatz auf einem Großparkplatz direkt an der Autobahn A1. VE nicht brauchbar, total versaut und verstopft. -Schade-. Da Kugel sowieso in die Berge möchte, programmieren wir das Navi auf Terenzo. Gegen 16:30 Uhr erreichen wir ein echt malerisches Dörflein mit gut ausgestattetem Stellplatz neben dem Friedhof mit einer grandiosen Aussicht in ein Tal der Appeninen (südlich von Parma). Schöne Gegend  und nicht mehr so viel Industrie wie an der A1. Wir zahlen 5,00 Euro bei einer "Platzwartin", ohne Strom und Duschen, mit würden es 10,00 Euro sein. Wasser und Entsorgung sind dafür frei. Die Stellplatz-Einfahrt ist etwas schwer zu finden. Ein anderes Wohnmobil auf dem Stellplatz, dass schon von weitem zu erkennen war, hat uns zum Stellplatz geführt.
Jetzt planen wir noch für den nächsten Tag bei einem fast wolkenlosen Sonnenuntergang.

Staubewölkung mit Regen am Lago Maggirore

Schöner Stellplatz in Terenzo

Samstag, 25. April 2009, 08:40 Uhr  KM Stand 38162   Wetter:  wolkenlos und recht kühl
Eine kühle und sehr ruhige Nacht ist vorbei. Frühstück bei einem genialem Sonnenaufgang am Stellplatz in Terenzo. Es geht los: "Mittelmeer wir kommen". Zuerst klettern wir eine zierliche Bergstraße in Richtung A 15 und genießen das grandiose Panorama. Leider ist es etwas diesig und lässt Fotos nicht zu. Der Monte Cavalcalupo liegt in reichbarer Nähe als wir bis auf 950m klettern. Die Fahrt geht dann weiter über die A 15 in Richtung Mittelmeer. Es ist 10:22 Uhr und wir haben das Meer erstmalig in Sicht. Gegen 12:00 Uhr erreichen wir den Campingplatz unserer Wahl in Cecina. Der Camping Cheque Platz "Mareblu" liegt nur durch ein kleines Wäldchen vom Meer getrennt und macht einen netten Eindruck. Wir bekommen einen Platz ohne Schatten (ist so gewollt von uns) im Randbereich mit Strom. Ein wolkenloser Himmel und Temperaturen um die 23 Grad C vermitteln uns :"Jetzt ist Urlaub".
Es ist Wochenende und der Campingplatz hat für diese Jahreszeit schon einen guten Zulauf.
Wir satteln die Fahrräder und drehen noch eine Tour am Strand entlang und durch den kleinen Ort. Dann wird der Grill das erste Mal gelüftet.


Blick auf die Berge in der Toscana

Campingplatz Mareblue einige Kilometer hinter Livorno

Sonntag, 26. April 2009, 09:00 Uhr  KM Stand  38362  Wetter: tiefhängende Wolken, Regen  und 14 Grad C
Nach dem Wetterbericht und dem Satellitenfoto ist es klar, es wird hier regnen und so ist es auch. Trotzdem, wir beschließen noch einen Tag auf dem Campingplatz zu verbringen, in aller  R u h e. Wir bereiten uns schon einmal mit der Literatur auf die Insel Sardinen vor, Material dafür haben wir genug mitgenommen.
Bis Piombino sind es ca. 60 Kilometer, die werden wir morgen leicht schaffen. Bis dahin trotzen wird noch etwas dem Regen.
Ein kleiner Rundgang bis zum Strand ist schließlich doch noch drin, sogar trocken.


Der Strand vom Campingplatz Mareblu

Der Pool blieb bei diesem Sauwetter leer

Montag, 27. April 2009, 09:00 Uhr  KM Stand  38362  Wetter: Bewölkt, trocken 18 Grad C
Die erste Tankstelle gehört uns. Beim Stand von 38370 KM tanken wir 31,25 Liter für 32,00 Euro mit Tankservice, Kugel braucht nicht aussteigen.
Wir suchen uns den nächsten Supermarkt und gehen erst einmal ausführlich einkaufen um für die ersten Tage auf der Insel gerüstet zu sein.
Wir beschließen ein schönes Plätzchen in Piombino am Strand für die kommende Nacht zu suchen. Eigentlich ein Reinfall, denn hier ist nix und Piombino ist einfach nur eine nicht schöne Industriestadt. Wir fahren den gut ausgeschilderten Hafen von Piombino an, im Moment besteht die Hafenzufahrt aus einer riesigen Baustelle, bereitet aber  keine Probleme. Den restlichen Tag wollen wir hier nicht verbringen, obwohl es mit Übernachtung möglich wäre. Wir fahren weiter in Richtung Süden und folgen dort verschiedenen Hinweistafeln für Wohnmobile. Hier gibt es eine ganze Reihe von Stellplätzen am Strand. Wir stellen uns zu zwei bereits stehenden Mobilen. Sturm und dunkele Wolken kündigen nichts Gutes an. Es reicht noch für einen kurzen Sparziergang zum Strand, dann beginnt es zu regnen und zu stürmen. Dieser Sturm morgen bei der Überfahrt, herzlichen Glückwunsch, soviel Reisetabletten können wir hier nicht kaufen.
Wir kommen trotzdem gut in den Schlaf und der Sturm geht im Laufe der Nacht in leichten Wind über -Danke-


Wohnmobilstellplatz ca. 20 Kilometer südlich von Piombino

Stürmische See mit Blick auf Piombinos Industrie

Dienstag, 28. April 2009, 06:35 Uhr  KM Stand  38439  Wetter: Bewölkt, Regen 16 Grad C
Nieselregen begleitet unser frühes Aufstehen. Frühstück fällt aus, schließlich müssen wir 2 Stunden vor Abfahrt (10:00 Uhr) laut Vertrag im Hafen von Piombino stehen.  Wir sind pünktlich und um 07:15 Uhr läuft unsere Fähe von Sardinen ein. Es dauert noch bis 09:30 Uhr, dann fahren wir auf das Oberdeck des Schiffes. Gebucht haben wir die Überfahrt im Internet und brauchten den Ausdruck nur am Schiff vorzuzeigen, dort gab es an die Windschutzscheibe ein "Klebeticket".  Einfach und bequem, diese Art. Auf dem Oberdeck werden wir dann dicht zusammen gepfercht. Es heißt zwar "Camping an Board" nur viel hat es damit nicht zu tun.  Der Service auf dem Schiff ist recht sparsam, dafür haben wir unser eigenes Heim dabei. Es ist 10:00 Uhr, das Schiff setzt sich in Bewegung in Richtung Sardinien und es schüttet aus vollen Kübeln.
Es schaukelt mächtig und es gibt nicht zu beschreibende Bewegung auf dem Deck. Kugel hat sich vorsichtshalber mal eine Reistablette rein gepfiffen. Nach zwei Stunden werden wir mit einem blauen Himmel und ansteigenden Temperaturen belohnt. Es wird noch was.


Die Sardinienfähre von der Reederei Moby "LUIGI PA"

Warteschlange der Womos vor der Fähre

Vorbei geht es an den schneebedeckten Spitzen von Korsika

Entschädigung für die zurückliegenden Regenstunden

20 Wohnmobile und viele Lkws teilen sich die Fähre LUIGI PA

Mittwoch , 29. April 2009, 10:00 Uhr  KM Stand  38492  Wetter: Bewölkt 4/8, 16 Grad C, trocken und  sehr windig
Die Überfahrt am Vortag hat anstatt 8 Stunden fast 10 Stunden gedauert, bei dem starken Gegenwind kein Wunder. Nachdem wir den Hafen in Olbia um 20:00 Uhr verlassen haben fahren wir noch 30 Kilometer in Richtung Norden. Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir schließlich den Camping Cheque Platz "Centro Vacanze Isuledda" in Cannigione (ca. 3 Kilometer dahinter). Ein Platz im Dunklen ausgesucht und fertig.
Heute Morgen werden wir  etwas später wach und es schwankt jetzt nicht mehr. Trocken, bewölkt, windig, ein bisschen Sonne und 16 Grad.
Das erste Frühstück auf Sardinen mit riesigen Brötchen mundet super. Wir entschließen uns weiterzufahren.


Blick auf eine der Badebuchten vom Campingplatz

Camping Cheque Platz "Centro Vacanze Isuledda" in Cannigione

Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein wieder zurück auf der SS125, vorbei an Olbia in Richtung Süden. Wir erkunden die Küste Stück für Stück, kommen an diverse Strände und machen in Budoni am Strand Mittagspause. Zum ersten mal halten wir auf Sardinien die Füße ins Wasser. -FRISCH- Der Strand hier in Budoni ist schön und würde eine gute Übernachtungsmöglichkeit auf dem Parkplatz bieten.


Mittagspause am Strand von Budoni

Mittagsblumen auf dem Weg zum Strand

Traumhafte Aussicht aus dem Wohnmobilfenster

Wir fahren weiter und erreichen gegen 16:00 Uhr Capo Comino. In dem weitläufigen Gelände steht hier und da mal ein Wohnmobil, Taucher nutzen diesen Platz für ihr Hobby und einige Besucher verweilen mit dem Pkw nur kurz hier. Gegen Abend wird es sehr ruhig , die vorbeiführende Straße belästigt uns  nicht. Wir werden auch hier mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.


Übernachtungsplatz am Capo Comino

Der Sonnenuntergang am Stellplatz

Donnerstag, 30. April 2009,  09:00 Uhr   KM Stand 38608   Wetter: Bewölkung über der Insel, Sonnenschein über dem Wasser, windig 13 Grad C
Wir frühstücken mit Blick auf das Mittelmeer und verlassen diesen Strand weiter in Richtung Süden. Die Sonne lacht und es ist weiterhin windig. Über dem Landesinneren bilden sich dicke und dunkle Wolken, die sich über dem Meer wieder auflösen. Wir halten das Wetter im Auge und fahren die SS 125 in Richtung Dorgali weiter. Hinter Sos Alinos ist die SS 125 gesperrt und mit einer Umleitung ausgeschildert. Diese Umleitung entpuppt sich als ein aufgeschotterter Weg mit unbefestigten, abfallenden Rändern über mehrere Kilometer einspurig wie wir die ersten hundert Meter noch meinen. Doch dann kommt Gegenverkehr, grundsätzlich kein Problem, mal wartet Der, mal der Andere. Der Verkehr nimmt zu und an einem steilen Bachbett geht nichts mehr. Der Verkehr steht in beide Richtungen und bei jedem Versuch an dem steilen Stück anzufahren drehen die Räder durch, hinter uns stehen schon alle anderen Fahrzeuge. Irgendwann, durch Rangieren aller Fahrzeuge, wird der Knoten ohne Materialverlust gelöst. Nein, diesen Stress brauche ich nicht noch einmal.
Wir klettern das Gebirge hinauf und füllen in Dorgali unsere Vorräte wieder auf. Aufliegende Wolken und es beginnt zu regnen. Ist es mal für kurze Zeit wolkenfrei ergibt sich ein toller Blick in das Tal. Diese schmale und enge Strecke mit steil abfallenden Rändern ist nicht für jeden etwas. Wir klettern auf den Passo de Siliana in fast 1000 Metern Höhe. Hier oben schüttet es und bläst, dass das Wohnmobil nur noch schaukelt. Es geht ab jetzt wieder bergab. Hier oben sehen wir übrigens die freilaufenden Schafe, Ziegen und Schweine auf der Fahrbahn, die in anderen Reiseberichten beschrieben und abgelichtet wurden. Es gibt sie tatsächlich.
Als wir wieder Blickkontakt zum Meer haben, zeigt sich uns ein tolle Ausblick auf San Maria Navarrese, was unser nächstes Ziel sein soll, mit Stellplätzen. Je näher wir dem Meer kommen, desto besser wird das Wetter.


Blick vom Passo de Siliana

Auf der Talfahrt Blick auf San Maria Navarrese

Die Stellplätze in San Maria Navarese finden wir gar nicht, daher entschließen wir uns die Nacht auf einer Art Campingplatz, direkt am Wasser zu verbringen. Wir zahlen 15,00 Euro, mit Strom, VE und duschen. Das ist in Ordnung, auch wenn der Platz schon bessere Zeiten gesehen hat.
Wir lassen uns häuslich nieder, legen uns etwas an den Strand und halten die Beine bis zu den Kniescheiben schon mal ins Wasser.
-ERFRISCHEND-


Übernachtung auf dem Campingplatz

Blick vom Stellplatz in San Maria Navarrese

San Maria Navarrese

San Maria Navarrese

Knoblauch, Butter, Kräuter, Garnelen und sardischer Wein

Guten Appetit
Freitag, 01. Mai 2009, 09:50 Uhr KM Stand 38724   Wetter: Sonnenaufgang im Meer, leichte Bewölkung, kein Wind, 20 Grad C
Frühstück, die Sonne steht über dem Meer, wunderschön, wir genießen es. Die Fahrt geht nach VE weiter in Richtung Süden. Auch hier ist der 1. Mai heute ein Feiertag und die Geschäfte haben geschlossen.  Wir fahren nahe an der Küste entlang und besuchen verschieden Strände. Ein Ziel ist der Lido von Orri, eine schmale Straße mit Parkstreifen, ganz nett, wir fahren aber weiter. Wir suchen weiter nach einem lauschiges Plätzchen und fahren schmale und enge Straßen direkt am Wasser entlang. In der Nähe von Torre di Bari  finden wir auf dem Parkplatz  der geschlossenen Pizzeria Foxi  direkt am Strand ein Plätzchen. Nur wenige Mensche sind hier rechts und links am Strand, ab und zu kommt ein Einheimischer mit seinem Auto vorbei und schaut nach ob das Meer noch da ist. Um 14:00 Uhr haben wir 22Grad C (im Schatten) und rekeln uns in der Sonne.
Abends brät Kugel deutsche Schnitzel vom Metzger seines Vertrauens, mit selbst gemachter Zigeunersauce und Pellkartoffeln, dazu ein sardischer Weißwein. Die Einheimischen schauen immer weniger vorbei und nur noch ein Angler Pärchen bleibt bis spät in die Nacht am Strand.

Beim Start werden wir durch den Schäfer freundlich begrüßt.

Park und Übernachtungsplatz in der Nähe von Torre di Bari

22 Grad C am Strand

 ohne viele Menschen

Samstag, 02. Mai 2009, 08:45 Uhr   KM Stand 38761   Wetter: Wolkenlos, etwas diesig, ca. 18 Grad C
Wir starten zur nächsten Tankstelle in Bari Sardo und fassen  44 Liter Diesel für 48,05 Euro beim Stand von 38765.  Nach einigem Rumgurken im Ort finden wir ein Supermarkt mit Parkplatz. Da es noch recht früh ist, ist das Parken noch kein Problem. Vorräte aufgefüllt, 1 Kilo Apfelsinen in einem Garagenhinterhof für 60 Cent gekauft und die Fahrt geht weiter. Wir folgen einer Beschreibung aus dem "Schulz" "Mit dem Wohnmobil nach Sardinien" und fahren zum Campingplatz "Coccorrocci" der nur über eine steile schmale Straße zu erreichen ist. In der Bucht, eingebetet zwischen zwei Felsen die in das Meer reichen ist sonst nicht. Die Übernachtung mit Strom kostet 24,30 Euro, ein stolzer Preis wie wir meinen. Die Sanitären Anlagen sind sehr ansprechend und sauber. Alles Andere befindet sich noch im "Winterschlaf". Mit uns verirren sich noch weitere vier Camper auf diesen Platz und weil Wochenende ist noch einige Italiener.


Unser Stellplatz unter typisch sardischen Baumbewuchs

Riesige Kakteen auf und um den Campingplatz Coccorrocci

Diese kleine Echse genießt wie wir die Sonne auf Sardinien. Sie sind schön und  s c h n e l l  .

Das Wetter ist herrlich und wir fühlen uns wie im Sommer angekommen. Der Kiesstrand mit seinen faustgroßen Steinen lädt uns nicht zum Sonnenbaden ein. Darum machen wir einen Sparziergang am linken Rand der Bucht. Ein Trampelpfad führt uns vorbei ein mehreren malerischen Buchten und hinauf auf den roten Felsen. Von hier oben sieht es grandios aus, die roten Felsen, das türkis schattierte Meer und der blaue Himmel.


 

 

 

 

 

 

 

 


Morgen verabschieden wir uns von der schönen Spiaggia Coccorrocci weiter in Richtung Süden.

Sonntag, 03. Mai 2009, 09:30 Uhr   KM Stand 38787     Wetter: Leichte Bewölkung, trocken 20 Grad C
Wir programmieren das Navi auf Porto Corallo, 66 Kilometer entfernt und fahren über die alte SS 125 in Richtung Süden. Es geht über kurvenreiche Strecken durch eine landschaftlich schöne Strecke bis zum Hafen Porto Corallo.


Der Turm am Hafen von "Porto Corallo"

Blick in Richtung Süden

Von Porto Corallo geht es weiter zum Campingplatz 4Mori, in der Nähe von Muravera. Der Campingplatz zeichnet sich durch einen feinsandigen breiten und sauberen Strand aus. Auf dem Platz selber hat auch her die Saison noch nicht richtig angefangen. Dauercamper beginnen ihr Domizil aufzubauen, ansonsten befinden sich nur noch 5 andere Camper mit uns auf dem Platz. Wir haben ein Plätzchen in der ersten Reihe zum Strand, gleich hinter dem Zaun und richten uns ein. Unser Mittagsimbiss ist angesagt, bei schönstem Sonnenschein vor dem Womo. Dann grummelt's. Dicke Gewitterwolken schieben sich aus dem Gebirge zum Meer. Alles wieder einräumen und warten was kommt.
Es kommen immer neue Gewitter mit mehr oder weniger viel Regen. Die Wetterlage verändert sich für den Rest des Tages nicht mehr, kurze Pausen mit Sonne, dann wieder Blitz und Donner. Wir haben die Pläne für das Abendessen geändert, kein Grill sondern "Zuppa Verdura con Salsiccia"


Campingplatz 4Mori

Ausblick vom Stellplatz auf das Meer

Einer der schönsten Sandstrände an diesem Abschnitt der sardischen Ostküste

Es ist Vorsaison mit  6 Sonnenschirmen und 3 Liegen

Für den Rest des Tages wandern Gewitter aus den Bergen zum Strand

Montag, 04. Mai 2009, 09:50 Uhr   KM Stand 38874     Wetter: Wolkenlos, trocken 18 Grad C
Wir bezahlen für die Übernachtung inkl. ADAC Rabatt 12,80 Euro. Die Werbung für diesen Campingplatz verspricht mehr als er hält, die Lage und der Strand sind in Ordnung. Wir fahren zurück bis Muravera um unsere Vorräte aufzufüllen. Wir finden nur einen schlecht sortierten "Supermarket" am Rande der Stadt. Das Parken mit einem Wohnmobil ist hier bei den Supermärkten nicht so einfach, es ist eng oder es sind keine Plätze vorhanden. Die Einkaufbeute fällt hier eher mager aus.
Unser nächstes Ziel ist Capo Ferrato und der CC Platz  "Capo Ferrato" Dieser relative kleine (90 Stellplätze) Platz liegt direkt an der Costa Rei. Wir bekommen einen Eckstellplatz direkt am schönsten Strand Sardiniens, nur durch einen Zaun getrennt.


Costa Rei, der schönste Strand Sardinens, heißt es überall

Der Hinweis auf diesen Strand ist nicht zu verfehlen

Campingplatz "Capo Ferrato"

Glasklares Wasser, feiner sauberer Sandstrand und blauer Himmel

Der Blick vom Stellplatz aus in südliche Richtung

Etwas größere "Sandkörner" sind hier keine Seltenheit

Mit zunehmender Brise treibt es auch die Kite-Surfer aufs Wasser

Der Strand an der Costa Rei

Der Strand ist um diese Jahreszeit noch sehr leer und so können wir uns ein riesiges Stück aussuchen zum Sonnenbaden.  Die Wassertemperatur von ca. 17 Grad C hält Kugel nicht von zwei längeren Schwimmeinlagen ab. Ein Gewitter, das um uns herumzieht, lässt uns in Ruhe und wir haben Sonne bis zum Abend bei 22 Grad C Außentemperatur. Trotz der aufkommenden Brise verbringen wir den Abend am Grill vor dem Wohnmobil mit einem sardischen Wein. - T O L L -

Dienstag, 05. Mai 2009, 08:00 Uhr   KM Stand 38916     Wetter: Wolkenlos, trocken 16 Grad C
Wir frühstücken draußen bei blauem Himmel und blinzeln in Richtung Meer und Sonne. Wir bleiben noch einen Tag, es ist einfach schön hier.
Heute morgen schlendern wir mal in das Dörfchen und finden einen "Rei Supermarket". Das Angebot hält sich in Grenzen und die Preis sind auffällig hoch. Auf jeden Fall gibt es hier frisches Brot und wir nehmen gleich zwei davon mit.


Blick beim Frühstück mit Sonnenaufgang im Meer

Zahlreiche Neubauten an der Costa Rei

 

Campingplatz "Capo Ferrato" an der Costa Rei und nicht am Capo Ferrato mit unserem Stellplatz

Mittwoch,  06. Mai 2009, 08:30 Uhr   KM Stand 38916   unverändert       Wetter: Wolkenlos, windstill, trocken 14 Grad C
Der Dritte Tag an dieser Stelle weckt uns mit einem wolkenlosen Himmel und 14 Grad C Außentemperatur. Wir werden erst morgen weiterfahren und den Tag noch hier verbringen.  Es ist windstill und angenehm warm in der Sonne, ein Bad im glasklaren Wasser bietet sich förmlich an.  Gute Entscheidung, denn pünktlich um 12:00 Uhr setzt ein frischer Wind aus Richtung SÜD/OST ein der uns leicht frösteln lässt. Also Windschatten gesucht und entspannt.


11:00 Uhr. Die Sonne sorgt schon für ein Flimmern über dem Strand

Genau hinsehen, er ist es  tatsächlich  11:15 Uhr

Donnerstag, 07. Mai 2009, 08:10 Uhr   KM Stand 38916 unverändert   Wetter:
Wir zahlen mit 3 Camping Cheques, holen uns noch einige Tipps für die weitere Fahrt. Wir fahren weiter in Richtung Süden auf der SS 125. Die Straße führt teilweise an der steilen Küste entlang und ist wunderschön. Unser Navi führt uns erst einmal um die Hauptstadt von Sardinien. Cagliari begrüßt uns erst einmal mit Stau und Dreck. Südwestlich der Stadt finden wir einen großen Supermarkt und füllen unsere verbrauchten Vorräte wieder auf. Das Einkaufen kostet uns zwei Stunden und wir beschließen die Stadt nicht zu besuchen. Die Fahrt geht in Richtung NW auf der SS 131 in Richtung Orisanto. Der CC Platz "Spinnaker" ist das Ziel. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir den Campingplatz. Richtig begeistert sind wir von dem Platz nicht. Es gibt nur wenige Stellplätze für Wohnmobile/Wohnwagen, von den wir einen mit Schotteruntergrund und schräger Lage nehmen.
Ein Blick auf den nahe gelegenen Strand begeistert ns auch nicht. Verwöhnt von dem klaren Wasser an der Ostküste finden wir hier trübes Nordseewasser (von der Farbe her)  vor. beim Blick nach links fallen de Industrieanlagen ns Auge, fast so wie in Piombino. Der Platz und die Sanitäranlagen sind sauber, das Personal freundlich. Wir werden nach der Übernachtung weiterfahren.


Der letzte Sonnenaufgang am Campingplatz Capo Ferrato

Der Stellplatz auf dem Campngplatz "Spinnaker"

Blick auf den dicht beschatteten Campingplatz

Der  Strand in Richtung NW

und in Richtung SO

Freitag, 08. Mai 2009, 09:50 Uhr   KM Stand 39098   Wetter: Wolkenlos, windstill 20 Grad C ein schöner Tag
Wir entsorgen, lassen einen Camping Cheque hier und fahren in Richtung der Habinsel Sinis , wo wir uns einige Stellplätze anschauen möchten. Wir beginnen mit Is Arutas, ein Parkplatz direkt am Strand mit Duschen zum Salzwasser abspülen. Hier stehen schon einige Wohnmobile, wir fahren weiter. Unterwegs werden wir von einer Rinderherde aufgehalten. Teile von ihnen werden wir mit nach Deutschland nehmen (das Womo ist voll Sch..... ). Wir erreichen den als Womo - Parkplatz ausgeschilderten Bereich hinter Putzu Idu, durchlöcherte und unbefestigte Fahrbahnen, widersprüchliche Beschilderungen, es geht trotzdem. Es dauert nicht lange, dann werden wir vom Besitzer des nahe gelegenen Strandimbiss barsch aufgefordert, den Platz zu verlassen. Machen wir auch, nicht ohne einige schöne Fotos von hier mitzunehmen.


Keine Seltenheit auf der Insel Sardinen, Herden benutzen auch die Fahrbahnen, gehupt wird hier nicht.

Womo Parkplatz hinter dem Ort Putzu Idu

Ein traumhafter Blick auf Capo Mannu

Steilküste an der

Cala Saline

Viel haben wir von ihnen gelesen, hier gibt es sie, die Flamingos

Fischer am Strand von Putzu Idu

Noch mal der Stellplatz Capo Comino ,weil er schön ist
Samstag, 09. Mai 2009,  08:30 Uhr    KM Stand 39307    Wetter: Wolkenlos, leichter Wind 18 Grad C              
Wir haben gestern die Insel auf der SS131 überquert und sind zum Capo Comino gefahren. Hier haben wir zu Beginn unseres Aufenthaltes auf Sardinien schon eine Nacht in Ruhe verbracht. Nun fahren wir noch ein Stück auf der SS125 an Olbia vorbei zum Camping Isuledda. Der Platz hat uns so gut gefallen, hier werden wir die verbleibenden Tage bis unsere Fähre geht, bleiben. Wir suchen uns aber ein Plätzchen in der 2. Reihen. Am Strand bläst ein sehr kräftiger und frischer Wind, das ist uns zu ungemütlich. Der Campingplatz ist jetzt richtig aus dem Winterschlaf erwacht und man kann überall auf der kleinen Halbinsel auf Terrassen in der Nähe des Strandes stehen.
Es ist wunderschön hier.                                                             

Stellplätze in der vorderen Reihe am Strand sind seht begehrt

Gepflegte Grünanlagen

auf dem gesamten Platz

Centro Vacanze

Isuledda

Wer hier seinen Lieblingsstellplatz nicht findet, der ist selber schuld

Sonntag, 10. Mai 2009,  08:30 Uhr   KM Stand  39403     Wetter: dünne Schleierbewölkung, 20 Grad C, frischer Wind
Wir frühstücken im Freien und genießen den letzten Tag auf Sardinen.  Es ist den ganzen Tag immer über sehr windig.


Für Wassersportler

ein ideales Gebiet

Montag, 11. Mai 2009, 07:00 Uhr   KM Stand 39403    Wetter: Wolkenlos 18 Grad und noch Windstill
Der Wecker brummt um 06:00 Uhr, wir müssen ja pünktlich an der Fähre ankommen. Leise machen wir uns reisefertig, in der Hoffnung, die Nachbarn nicht zu wecken. Um 07:45 Uhr fahren wir bereits in den Hafen ein, einen Parkplatz suchend und schon werden wir angehalten. Wir zeigen unser Ticket mit dem Hinweis: "Piombino" vor und werden weitergewunken. Dann kommt die Kontrolle, einmal das Ticket, zwei mal den Ausweis und die Überprüfung des Wohnmobils auf "geschmuggelte Passagiere" und es geht weiter. Schon sind wir als erstes Fahrzeug überhaupt in der Fähre verschwunden. Wir schauen uns noch etwas fragend an und müssen auch schon das Wohnmobil verlassen mit dem Hinweis: "No Camping an Board". Wir haben noch nicht einmal 08:00 Uhr, das geht aber  mächtig voran. Bei der Besichtigung der Fähre finden wir erst einmal den Namen: "Moby Tommy", sie macht einen ordentlichen Eindruck.
Die Leinen werden pünktlich um 10:00 Uhr eingezogen und wir schauen etwas wehmütig auf diese schöne Insel zurück.


Wir fahren als Erste in die Fähre Moby Tommy ein

Blick auf den Leuchtturm bei der Ausfahrt aus Olbia

Ein letzter wehmütiger Blick auf die Schönheit von Sardinien

Bei voller Fahrt geht der Lotse an Bord

Ständiger Begleiter während der Überfahrt
Bei blauem Himmel genießen wir die Rückfahrt fast nur auf Deck, Plätzchen für ein Nickerchen sind überall zu finden. Bereits nach 7 Stunden (keine 10 Stunden wie bei der Hinfahrt) erreichen wir Piombino. Nach dem Motto wer zu erst kommt fährt als letztes von der Fähre, geht die Fahrt dann nach Norden in Richtung Pisa, ca. 120 Kilometer entfernt. Wir fahren zuerst den Stellplatz  "Area attrezzata Nord-Est" am nordöstlichen Stadtring an. Ein größerer Parkplatz mit Stromsäulen an einer stark befahrenen Straße. Kein anderes Wohnmobil zu sehen, auch wenn dieser Platz kostenlos ist, wir fahren den nächsten Stellplatz "Area attrezzata Zona Nord auf einem großen Busparkplatz an. Für Wohnmobile ist ein Bereich besonders eingegrenzt. Wir bezahlen bei freundlichem Empfang 12,00 Euro für 24 Stunden, inkl. VE. Es stehen hier bereits 15 Wohnmobile. In die Jeans geschlüpft, das Mobil verschlossen und 10 Minuten später in die nächste Pizzeria gestürmt. 

Reisemobilstellplatz in Pisa

Der Dom von Pisa

Da lugt ein Turm um die Ecke

So und so schief, egal aus welcher Perspektive

Führungen aller Nationalitäten

rund um den Turm von Pisa

Wie oft mag dieser Ort wohl schon fotografiert worden sein ?

Dienstag, 12. Mai 2009, 11:00 Uhr  KM Stand 39554   Wetter:  Wolkenlos, windstill, 18 Grad C
Die Nacht ist angenehm ruhig hier und die Stadt  beginnt erst morgens gegen 06:00 Uhr  zu leben, dafür aber richtig. Frische Brötchen gibt es ca. 200 Meter entfernt in einer Bäckerei, sehr lecker. Während des Frühstücks füllt sich nebenan der Reisebusparkplatz. Hunderte von Menschen werden in Richtung des historischen Stadtzentrums geführt. Sagenhaft was sich hier abspielt. Na ja, wir haben es noch vor uns, unsere Reisegruppe besteht aber nur aus ZWEI.
Wir erreichen den Stadtkern nach ca. 1 Kilometer Fußmarsch und bestaunen natürlich auch diesen schiefen Turm. Muss man ja mal gesehen haben und da wir in der Nähe waren haben wir es gemacht. Hier treffen wir die Bustouristen vom Parkplatz wieder, keine Ahnung, wie viele es sind, das lässt sich schlecht schätzen. Wir haben 09:15 Uhr, es ist windstill und es wird schwül warm, genau das "richtige" Wetter für eine Besichtigung.
Wir lassen den "krummen Hund"  in Pisa stehen und setzen die Fahrt gegen Mittag fort.
Wir tanken  am Rand von Pisa 43 Liter  (45,58 Euro) beim KM Stand von 39557. Unser nächstes Ziel ist Lucca, ca. 20 Kilometer nordöstlich von Pisa, mit einem Reisemobilstellplatz (Lucca S. Anna) "Area attrezzata per camper II Serchio".  Wir bezahlen 18,00 Euro für diesen Stellplatz, nicht ganz billig aber dafür können wir alle Leistungen  (Strom, VE, WC, Duschen und WLAN) in Anspruch nehmen. Wir parken in eine der mit Hecken umgebenen, vielleicht etwas zu klein geratenen Boxen ein. Bei fast 30 Grad C bleiben wir erst einmal unter der Markise. Erst gegen 16:30 Uhr besuchen wir fußläufig die historische Innenstadt (ca. 15 Minuten). Eine große und alte Befestigungsanlage rahmt diesen Ort ein. Schmale und enge Gassen finden wir vor, in denen ein reges Treiben herrscht. Kleine Geschäfte laden zum Bummeln ein und eine vielseitige Gastronomie zum Verweilen. Lucca ist ein sehenswürdiges Städtchen - schön-.


Reisemobilstellplatz in Lucca

San Michele in Foro

San Frediano

Aus dem historischen Altstadtkern von Lucca

Mittwoch, 13. Mai 2009,  09:30 Uhr   KM Stand 39581     Wetter: Trocken, bewölkt und 19 Grad C
Wir versuchen noch in der näheren Umgebung von Lucca einzukaufen, vergebens. Wir beschließen auf der weiteren Strecke in Richtung  Lago Maggiore unsere Vorräte noch mal aufzufüllen. Es gelingt uns nicht wirklich, die Supermärkte seinen alle an anderen Straßen zu liegen, und so fahren wir  weiter. Gegen 16:00 Uhr erreichen wir den Lago Maggiore und auch eine Einkaufsmöglichkeit. Wir machen das Lager voll, wir haben ja schließlich noch ein paar Tage. Dann fahren am Nordöstlichen Ufer des Sees entlang auf der Suche nach einem Wohnmobilstellplatz, bzw. einem Campingplatz. Bevor wir uns versehen überschreiten wir schon die Grenze in die Schweiz. Die Eindrücke entlang der Uferstraße sind einfach überwältigend. Irgendwann sind wir die Suche leid und nehmen den nächstgelegenen Campingplatz. Camping "Delta" am Seeufer ist ausgeschildert, wir fahren auf den Platz. Ein Tafel am Eingang weist uns darauf hin, dass wir uns einfach ein Plätzchen suchen sollen. Die Anmeldung kann am nächsten Tag erfolgen. Kein Problem, es ist nicht viel los und wir parken mit Blick auf den Lago Maggiore ein. Strom passt leider nicht, wir haben keinen Schweizer Stecker mit, macht nichts, dann nur mit den Batterien. Wir machen noch einen "Inspektionsgang" über den Platz, seht gepflegt, viel Grün, gute und saubere Sanitäre Anlagen. Kein Grund zum Meckern, ein toller Platz.


Campingplatz "Delta" in der Schweiz in Locarno am Lago Maggiore

Informationstafel am Campingplatz "Delta"

Die Aussicht vom Campingplatz

Blick über den Lago Maggiore

Donnerstag, 14. Mai 2009, 09:45 Uhr    KM Stand  40014      Wetter: Bewölkt, windstill und 20 Grad C
Wir werden am frühen Morgen durch Vogelgezwitscher und Geräuschen aus der angrenzenden Yachtwerft geweckt. Beim Frühstück übt über dem See das "PC 7 Team" der Schweizer Luftwaffe sämtliche Kunstflugfiguren, wenigsten etwas vom Fliegen in diesem Urlaub.
Beim bezahlen an der Rezeption schluckt Kugel etwas (wir hätten vorher das Kleingedruckte lesen sollen), die Übernachtung in der ersten Reihe am See für 1 Wohnmobil und zwei erwachsene Personen beträgt mit Kurtaxe in der Nebensaison 56,00 CHF ohne Strom. In der Hauptsaison läge der Betrag ohne Strom bei 96,00 CHF, nicht schlecht.
Wir programmieren das Navi auf den Stellplatz Freiburg im Breisgau, der hat uns auf der Hinfahrt gut gefallen. Beim KM Stand von 40027 tanken wir 55 Liter für 85,80 CHF kurz hinter Locarno. Die Fahrt geht in Richtung Norden ab Bellinzona auf der Autobahn 2.  Gegen 11:03 Uhr fahren wir in den St. Gotthard Tunnel ein (ohne Stau), gegen 11:18 Uhr werden wir im Norden wieder ausgespuckt. Es ist trocken und Schnee liegt hier oben auch nicht, gut so.
Gegen 13:00 Uhr überschreiten wir die Grenze nach Deutschland und 10 Kilometer später beginnt es zu regnen. Das haben wir nicht anders erwartet.
Als wir den Wohnmobilstellplatz erreichen ist es hier aber trocken und warm. Natürlich suchen wir noch einmal die Innenstadt von Freiburg auf, da wir gerade mal hier sind. Bei 25 Grad C ist die Innenstadt voll von Menschen, alle Straßencafes sind voll, fast wie im Sommer. Ein schönes Bild. Den Rest des Tages verbringen wir am Stellplatz wo fast alle Mobilisten vor ihren Wohnmobilen sitzen.


An der Autobahn 2 liegen die Bergspitzen noch im Schnee

Einfahrt in den St. Gotthard Tunnel

Freitag, 15. Mai 2009, 09:30 Ur    KM Stand 40331    Wetter: Stark bewölkt mit wenigen Sonnenstrahlen, trocken und 18 Grad C
Wir verzichten mal auf Fotos vom Stellplatz in Freiburg, entsorgen, bezahlen 7,00 Euro + 50 Cent für eine KW/h Strom und starten in Richtung Norden. Wir tanken  noch beim KM Stand von 40483, 56,9 Liter für 61,26 Euro. Dann machen wir noch einen Abstecher in das Auto & Technik Museum Sinsheim. Wir waren vor 6 Jahren schon einmal hier, es lohnt sich trotzdem. Wir bezahlen 13,00 Euro pro Person nur für den Museumsbesuch und verbringen einige Stunden mit faszinierender Technik. Anschließend schauen wir uns noch den Stellplatz  "Schwimmbadweg" in Sinsheim an, na ja, für ne Übernachtung geht es. Wir bleiben aber nicht hier.


Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM

Begehbare Flugzeuge der Vergangenheit

Abenteuer Technik für Jung und Alt

Ein Besuch in Sinsheim lohnt sich immer

Wir machen einen kleinen Umweg nach Bad Rappenau zum Wohnmobilstellplatz "Weinbrennerstraße". Ein gut ausgestatteter Stellplatz mit VE und Stromanschlüssen.  Bezahlt wird pro Person 3,00 Euro an der Kasse des Hallenbades. Ein etwas umständliches und zeitaufwendiges Anmeldesystem wartet dort auf den Wohnmobilisten. Es reget in Strömen und die Radiosender geben Unwetterwarnungen heraus, also verbringen wir den Rest des Tages bei Blitzen und Donner im Wohnmobil. Kein romantischer Abschluss für die letzte Übernachtung in diesem Urlaub.

Samstag, 16. Mai 2009, 09:10 Uhr   KM Stand 40550     Wetter: 4/8 Bewölkung, windstill, trocken und nur noch 14 Grad C
Das Unwetter hat sich in der Nacht verzogen und die Sonne scheint schon wieder zwischen den Wolken durch. Das Navi zeigt uns noch 324 Kilometer bis Neuenrade an. Auch die schaffen wir noch.
Ein toller Urlaub mit vielen interessanten Eindrücken ist vorbei, leider. Sardinien ist trotz der weiten Reise und den Umständen der Fährfahrt eine Reise wert.


Sardinen 2009

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