Reisebericht Mecklenburg-Vorpommern
21.Juli bis 12. August 2004

Vorwort:
Wir beschließen Anfang 2004 uns von Bekannten ein Wohnmobil zu leihen und unseren Sommerurlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu verbringen. Als alte Camper  ist ein Wohnmobilurlaub für uns keine besondere Herausforderung. Allerdings wird es ein Urlaub in der Hauptferienzeit und wir rechnen schon mit überfüllten Stell- und Campingplätzen. Egal, wir sind ja unabhängig.
Die Vorbereitungen für den Wohnmobilurlaub finden hauptsächlich über das Internet statt. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass wir uns entschlossen haben unsere Reiseberichte ins Netz zu stellen.
Am Mittwoch, den 21.07.2006, gegen 12.00 Uhr ist es soweit. Das Wohnmobil Hymer Camp 55 ist reisefertig. Beim Stand vom 46900 Km geht es los. Die Fahrt führt am Sorpesee in Richtung Möhnesee. Wir haben für uns beschlossen, dass der Weg das Ziel ist. Unser erster Übernachtungsplatz ist Paderborn-Sande. Ausgesucht haben wir den Stellplatz  aus dem Reisemobil Bordatlas 2004. Er ist leicht zu finden, entspricht der Beschreibung und liegt an einem Baggersee an der DLRG-Station.  Ein gewaltiges Gewitter beendet den ersten Urlaubstag.
Am nächsten Morgen mach wir uns auf in Richtung Nord-Osten über Lage, Extertal, Walsrode, Fallingbostel und landen auf einem Übernachtungsplatz am Amelinghausener Waldfreibad. Ein großer gepflasterter Parkplatz mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit. Die Übernachtungsgebühr von 8,00 € inkl. Freibadbenutzung, Duschen, Strom und VE hat sich gelohnt. Ein morgendlicher Brötchenservice rundet das Angebot ab. Temperaturen von 30 Grad C haben uns zu einem gemeinsamen Frühschwimmen am nächsten Morgen veranlasst. Übrigens kamen unsere Fahrräder erstmalig zum Einsatz.
Am Freitag den 23. Juli, nach der Ent- und Versorgung setzen wir unsere Fahrt in Richtung Mecklenburg-Vorpommern fort. Unser Tagesziel: Kuppentin an der Elde-Müritz-Wasserstraße. Leider stellte sich heraus, dass der Stellplatz für uns mit dem Wohnmobil nicht zu erreichen ist. Der Zufahrtsweg ist durch Gewitterschauer unpassierbar geworden. 


Stellplatz Paderborn-Sande


Burgwallinsel

Wir fahren weiter zum nächsten Ziel in Jabel/Damerow ein Wisentgehege am Kölpingsee nahe der Müritz. Ein ruhig gelegener und großer Wiesenplatz von Wald umgeben. Nach einem sehr warmen Tag geht in der Nacht wieder ein schweres Gewitter runter. 
br> Am nächsten Morgen setzen wir die Fahrt fort. An verschiedenen Seen vorbei, machten wir einen Abstecher in die Mecklenburgische Schweiz nach Teterow. Auf dem Parkplatz der Fähre zur Burgwallinsel schlugen wir unser nächstes Quartier auf. Mit den Fahrrädern erkunden wir die nähere Umgebung und setzen für 1,00 € pro Person mit der Fähre auf die Insel über (30 Meter Wasserfahrt!!). Von den historischen Ausgrabungen haben wir nicht viel gesehen. Kaffee und Kuchen hat uns in dem Inselrestaurant, übrigens das einzige Gebäude auf der Insel, mehr interessiert. 


Natur soweit man schauen kann


Stellplatz am Wisentgehege/Kölpingsee

Der Ausblick von dem Beobachtungsturm über die Seen war ein besonderes Erlebnis. Für Radfahrer ist die Gegend rund um den See nicht besonders gut erschlossen. So beenden wir den herrlichen Sommertag auf dem Parkplatz mit einem Abendessen von Jürgen zubereitet.


Übernachtungsplatz vor der Burgwallinsel


Blick auf den Hafen von Altwarp

Am 25. Juli setzen wir nach einem ausgiebigen Frühstück die Fahrt in Richtung Sommersdorf fort. Über Kopfsteinpflaster und kleine Straßen erreichen wir nach 1 Stunde Fahrzeit den Stellplatz Sommersdorf am Kummerower See. Die Besichtigung des Campingplatzes bringt uns beide der Überzeugung näher, dass wir dort nicht nächtigen werden. Wir beschließen die Fahrt in Richtung Ostsee fortzusetzen. Das Stettiner Haff und der Ort Altwarp soll unser Ziel sein. Wie im Bordatlas beschrieben, finden wir die Wohnmobilstellplätze im Hafen.


Blick von der Fähre auf den Stellplatz


Die Fähre Nach Neuwarp

Ein super Stellplatz wir wir meinen. Ver- und Entsorgung sind gut. Die Übernachtung kostet 9,00€ und wir beschließen direkt zwei Tage an diesem Ort zu bleiben, schließlich schauen wir aus dem Wohnmobil direkt in den Hafen und das Stettiner Haff, einfach ein schöner Ausblick. Die Fahrräder bleiben in diesen Tagen am Wohnmobil. Dafür fahren wir mit dem Schiff  rüber nach Polen, bzw. Neuwarp. Unter ausführlicher Anleitung unseres Wohnmobilnachbarn gelang uns dieses Ereignis ohne Schwierigkeiten. Die beiden Tage verbrachten wir bei wechselhaftem Wetter.


Stellplatz in Bansin (Usedom)


Strandpromenade auf dem Weg von Bansin über Heringsdorf nach Ahlbeck

Am 28. Juli starten wir am Morgen Richtung Ückermünde. Am Stettiner Haff entlang führt uns der Weg  über Anklam auf die Insel Usedom. Der Bordatlas versprach uns einige Wohnmobilstellplätze an der Ostseeküste. In den Seebädern war, wie zu erwarten, alles belegt. Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, als uns ein kleines Schild, 3 Kilometer hinter Basin, in einen Waldweg Richtung Küste wies. Nach  ca. 1 Kilometer enger Straße tauchte ein Parkplatz mit angeschlossenem Wohnmobilstellplatz auf, idyllisch gelegen und gut ausgestattet. Hier blieben wir 5 Tage. Ein gut ausgebauter Fahrradweg am Strand entlang führte uns bis Swinemünde. Die nahe Lage zu dem wunderschönen Strand veranlasste uns mehrere Tage dort zu verbringen. 


Blick von einer der Seebrücken auf den Strand


Campingplatz auf Mönchgut (Rügen)

Nach 5 Tagen Aufenthalt auf Usedom zieht es uns weiter. Zunächst fahren wir über Ückeritz, Zinnowitz, Karlshagen nach Peenemünde und absolvieren dort das kleine  "Pflichtbesichtigungsprogramm". Dann gehts weiter über Greifswald Richtung Rügen. Wir entschließen uns zur ersten Fährenfahrt von Stahlbrode nach Maltzien. Nach langer Suche können wir auf einem Campingplatz auf der Halbinsel Mönchgut einen Stellplatz für zwei Nächte ergattern. Ausgewiesene Wohnmobilplätze sind auf der Insel Rügen Mangelware. Wir verbringen bei gutem Wetter zwei Tage am Strand und radeln einige Kilometer mit unseren Fahrrädern. Dann geht es weiter über Sellin, Binz und Sassnitz. Den Königsstuhl lassen wir auf Grund des hohe Touristenaufkommens aus. Wir landen anschließend in Dranske und finden auch hier mit knapper Not einen Stellplatz im Caravancamp "Ostseeblick", es ist ja schließlich Hochsaison. 


Caravancamp Ostseeblick in Dranske


Caravancamp Ostseeblick in Dranske

Vom Wohnmobil aus haben wir einen wunderbaren Blick auf die Insel Hiddensee und wir beschließen, auch diese Insel zu erkunden. Dazu müssen wir erst mal mit den Fahrrädern nach Wiek, ein kleiner Ort auf der anderen Seite des Wieker Bodden. Von dort geht die Fähre nach Hiddensee. 


Romantischer Sonnenuntergang in Dranske


Blick auf den Wieker Bodden

 


Der berühmte Leuchtturm von Hiddensee


Mit unseren Fahrrädern geht es auf die Insel Hiddensee. Wir verbringen einen herrlichen Tag bei wolkenlosem Himmel. 


Die Fähre nach Hiddensee


Blick über Hiddensee

Wir bleiben 4 Tage in Dranske und verlassen Sonntags die Insel über die Brücke nach Stralsund. Es war der erste Stau in diesem Urlaub. Weiter geht es über Zingst und Fischland. Platz zum Übernachten finden wir nicht, es ist einfach voll. Wir landen schließlich in Graal-Müritz ein Kurort mit einem ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz in der Nähe des Hallenbades. Auch Graal-Müritz hat einen wunderschönen Strand mit Promenade und Seebrücke. Das Urlaubende rückt näher und nach der 19. Übernachtung geht die Fahrt nach Rostock weiter.


Schöne alte Segelschiffe im Rostocker Hafen


Wohnmobilstellplatz in Ratzeburg

Es ist der Montag nach der Hanse-Sail. Im Hafen von Rostock ist immer noch Hochbetrieb. Wir finden einen Parkplatz im Hafenbereich und können uns ungestört die alten Segelschiffe anschauen. Später machen wir noch einen Bummel durch die großzügige Einkaufsmeile. Rostock hat uns gut gefallen. Wir fahren trotzdem weiter nach Wismar. Eigentlich wollten wir hier übernachten, aber der Wohnmobilstellplatz m Hafen gefiel uns nicht und wir fuhren weiter. Wir landeten schließlich in Ratzeburg. Wir fanden einen Stellplatz direkt am See, der in unserem Bordatlas nicht verzeichnet war. 


Stellplatz in Amelinghausen


Flugplatz in Wolfhagen Graner Berg

Da wir am Vortag viele Kilometer gefahren sind, wird unser nächster Streckenabschnitt nicht ganz so lang. Wir beschließen den Übernachtungsstellplatz in Amelinghausen noch einmal anzufahren. Es ist immer noch schönes Wetter und wir gehen im angeschlossenen Freibad schwimmen.
Ein Tag bleibt uns noch bevor wir wieder nach hause müssen. Wir beschließen noch einmal eine lange Strecke zufahren um ein Wohnmobilhändler in der Nähe von Kassel aufzusuchen (der Virus hat uns erfasst).
Unsere letzte Nacht verbringen wir am Flugplatz in Wolfhagen. Am nächsten Morgen geht es in Richtung Heimat. Gegen Abend erreichen wir Neuenrade- Schade -
Schlusswort:
Die Entscheidung für den Wohnmobilurlaub haben wir nicht bereut. 22 Tage bei schönem Wetter in Mecklenburg Vorpommern waren für uns ein Erlebnis und haben uns darin noch einmal mehr bestärkt ein eigenes Wohnmobil zuzulegen. Die Entscheidung in der Hochsaison zu fahren war kein Fehler. Wir würden es wieder machen, einen Platz zur Übernachtung haben wir immer gefunden.

zurück

Home