Reisebericht Ostdeutschland
Vom 05. Juni  bis 18. Juni 2010
Stand: 18. Juni 2010

Wir schreiben das Jahr 2010 und die Saison der Wohnmobilisten hat begonnen. Nach einem harten und langen Winter folgte ein turbulentes Frühjahr. Die eigentlich geplanten Wochen in der Provence sind aufgeschoben aber nicht aufgehoben. Wir wollen zumindest einige Tage mit dem Wohnmobil in den Urlaub fahren.
Was Womo hat die Gasabnahme und die Hauptuntersuchung ohne Beanstandungen überstanden. Gleichzeitig setzten wir unseren Wunsch um, das Fahrzeug mit einem Russpartikelfilter (HJS) auszurüsten. Der Umwelt zu Liebe, dem Wiederverkaufswert steigernd und den eingeführten Umweltzonen trotzend ist es unserer Ansicht nach eine gute Entscheidung.
Nach ein paar kleinen Wochenendtouren, die hier nicht aufgeführt werden, steht der Jahresurlaub an.
Das Wochenende um den 4.-6-.Juni 2010 wird überall als "Sommerwochenende" angekündigt. Toll, wir planen. Aber wohin?
Es soll nicht zu weit sein, es soll schönes Wetter sein und und und.
Wir planen die holländische Nordseeküste vor und durchstöbern die Wettervorhersagen im Internet. "Super" - Ab Sonntag Abend wird Regen und Gewitter  angekündigt, für die ganze nachfolgende Woche. Egal welchen Wetterbericht (Dänemark, Nordsee, Ostsee, Frankreich usw.) wir uns am 05.06.2010 anschauen, die nachfolgende Woche besteht aus Regen und Gewittern.
Die Entscheidung fällt um 10:00 Uhr, Ostdeutschland im Bereich der Sächsischen Schweiz hat für die Folgewoche die besten Aussichten.
Mal schauen was daraus wirklich wird.

Samstag, 05. Juni 2010, 10:30 Uhr    KM Stand  46400   Wetter: blauer Himmel, ca. 22 Grad C
Ab in Richtung Osten. Unser erstes Ziel ist Friedrichroda am Thüringer Wald. Wir suchen uns ein Wohnmobilstellplatz aus dem Bordatlas aus.
Gegen 15:15 Uhr erreichen wir den gut ausgeschilderten Stellplatz. Na ja, wenn wir jetzt unbedingt ein Schlafplätzchen haben müssten, dann ja.
Aber so geht es weiter zum Camping Paulfeld  in Catterberg, ca. 10 Kilometer von Friedrichroda entfernt. Auf diesem ACSI Platz sind noch reichlich freie Plätze. Wir quartieren uns ein. Mit der CampingCard ACSI kostet die Nacht mit Strom und Duschen 15,50 Euro.
Markise und Tisch mit Stühlen raus, jetzt ist Sommerurlaub.


Campingplatz Paulfeld

Sonntag, 06. Juni 2010, 10:20 Uhr      KM Stand: 46728   Wetter: blauer Himmel und 23 Grad C
Eine relativ ruhige Nacht liegt hinter uns. Wir planen die Weiterfahrt in Richtung Osten, dort soll das schöne Wetter noch länger halten.
Die Else (für Neueinsteiger: so nennen wir unser Navigationsgerät) wird auf Ehrenfriedersdorf und den Campingpark "Greifensteine" programmiert, ca. 213 KM.  Gegen 13:00 Uhr erreichen wir unser Ziel.
Die Rezeption hat geschlossen und heute am Sonntag ist mächtiger Trubel rund um den See und den Campingplatz. Nicht gerade etwas für uns.
Wir verlassen den Ort und tanken in Ehrenfriedersdorf erst einmal 68 Liter für 81,54 Euro beim Stand von 46947.
Zurückerinnernd an den Juni im Vorjahr entscheiden wir uns für den ca. 20 Kilometer entfernten Waldcamping Erzgebirgsblick. Es ist kaum etwas los auf dem Campingplatz. Bei 28 Grad C richten wir uns ein und machen einfach Urlaub. Ein toller Campingplatz, sehr gepflegt, fantastische sanitäre Anlagen, nette Platzwartfamilie. Einfach toll, wir bezahlen die 20,80 Euro gerne.


Blick über die Gebirgslandschaften aus Richtung Waldcamping Erzgebirgsblick

Waldcamping Erzgebirgsblick

Waldcamping Erzgebirgsblick

Montag, 07. Juni 2010, 11:00 Uhr      KM Stand: 46967   Wetter: blauer Himmel mit leichten Wolken, windig und 15 Grad C
Es hat in der letzten Nacht geregnet und um 08:00 Uhr ist der Himmel fast wieder frei. Gegen 11:00 Uhr rollen wir an. Nach wenigen Kilometern fahren wir in Zschopau einen Discounter an und "bunkern" für die nächsten Tage. Unser nächstes Ziel ist Königstein an der Elbe. Es geht vorbei an den ehemaligen  Motorenwerken Zschopau (MZ), in meiner Jugend wurden die Zweiräder unverdienter Weise  belächelt und auch spöttisch "Sachsen-Harley" genannt. Die weitere Strecke führt uns durch unzählige kleine Straße des Erzgebirges, landschaftlich zu empfehlen. Nach 117 Kilometern erreichen wir "Camping Königstein", pünktlich zum Ende der Mittagszeit. Nach der Anmeldung wird uns ein Shellplatz in der zweiten Reihe (Terrasse)  zugewiesen, längststehend mit Blick auf die Elbe unmittelbar unter der Eisenbahnlinie und der Hauptstraße. Nach vorne geht es nicht mehr raus hier, nur wieder rückwärts, mal schauen.
Wir richten uns ein, befreien die Fahrräder aus ihren Fesseln und fahren in den Ort und werfen einen Blick auf die Festung Königstein.


Idyllisch im Grünen gelegen legen wir eine Mittagspause ein

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa

Blick auf den Campingplatz "Camping Königstein"

Dienstag, 08. Juni 2010, 09:30 Uhr   leicht bewölkt, 18 Grad C
Wir machen uns mit den Fahrrädern auf den Weg in Richtung Kurort Rathen um von dort die Bastei zu besichtigen. Kurz nach dem Campingplatz setzen wir mit der Fähre auf die andere Elbeseite über und fahren auf dem Radweg flussabwärts. Wir ignorieren einige Hinweisschilder und stehen plötzlich mitten im Wald, auf einem matschigen steil ansteigenden Weg mit moosigen Natursteinen. Egal, wir schieben weiter. Es zieht sich bis Rathen in die Länge, bergauf und bergab. Diese Strecke ist nicht zu empfehlen.
Im Kurort Rathen schlendern wir noch etwas durch den kleinen Ort um dann den steilen Aufstieg zur Bastei zu beginnen.
Temperaturen um die 29 Grad C treiben uns den Schweiß auf die Stirn. Oben angekommen genießen wir tolle Aussichten in alle Richtungen. Übrigens, es führt auch eine Straße hier hoch und Parkplätze sind auch vorhanden - langweilig - .
Wir genießen das Panorama, entspannen uns im Elbsandsteingebirge und sehen dass, was wir nur aus Touristikprospekten kennen.
Aus der Felsenbühne kommend, unterhalb der Felsen ,lauschen wir den Tönen aus der Operette "Gräfin Mariza".


Blick vom Campingplatz auf die Festung Königstein

Das Elbetal mit Blick auf die Felsen von Rathen


Blick von der Bastei über das Elbetal


Blick von der Bastei über das Elbetal


Blick auf Felsen beim Aufstieg

Wartturm

Die Basteibrücke

Einfach nur

schöne Bilder

Der Abstieg gestaltet sich etwas einfacher und nach einem kleinen Imbiss im Kurort Rathen geht es mit den Fahrrädern wieder in Richtung Königstein. Diesmal benutzen wir die andere Seite (an der Eisenbahnlinie) mit dem gut ausgebauten Radweg. Am Campingplatz angekommen relaxen wir noch etwas und beobachten den Wolkenturm,  der sich über Dresden aufbaut. Gegen 19:30 Uhr treffen uns noch die Ausläufer dieses Gewitters mit viel Regen und Blitzen. Es sind keine größeren Schäden zu verzeichnen und es klärt später wieder auf.
Eine etwas kühlere Nacht steht uns bevor, die können wir auch gebrauchen.

Mittwoch, 09. Juni 2010, 08:30 Uhr   blauer Himmel 23 Grad C  windstill
Ein wirklich strahlend blauer Himmel steht für unseren heutigen Ausflug bevor. Um 10:00 Uhr geht es mit den Fahrrädern unter erneuter Hinzuziehung der Fähre auf die andere Elbeseite. Dort folgen wir dem Radweg in Richtung Bad Schandau, flussaufwärts. Die Kirnitzschtalbahn ist unser nächstes Bewegungsmittel. Die historische Straßenbahn bringt uns ca. 8 Kilometer das Tal aufwärts bis zum Lichtenhainer Wasserfall.
Ab hier geht es dann zu Fuß wieder einmal in aufsteigendes Gelände zum "Kuhstall".  Bei 30 Grad C braucht man ja nur schneller gehen um etwas (Geh)Wind auf der Stirn zu spüren. Wir erreichen das  (Kuhstall)Felsentor mit einer Höhe von 11 m und einer Breite von 17 m
nach 40 Minuten.
Auch hier oben genießen wir die fantastische Aussicht unter anderem auf das Affensteinmassiv. Es gibt noch eine "Himmelsleiter", die zwischen zwei Felsen steil und sehr eng nach oben führt. Nichts für "Kugel", der bleibt stecken. "Es ist der Rucksack" sind seine Worte. Wer es glaubt :-)
Nach dem Abstieg begutachten wir den Lichtenhainer Wasserfall, künstlich angelegt gibt er halbstündig Wasser frei. Danach geht es mit der Straßenbahn wieder nach Bad Schandau zurück, dann zum Schiffsanleger, eigentlich wollen wir mit einem Schiff zurückfahren. Aber die Fahrzeiten sind ungünstig und so geht die Tour über die Hauptstraße zum Campingplatz zurück.


Die historische Kirnitzschtalbahn

Das "Kuhstall" Felsentor

Die Himmelsleiter

Der Lichtenhainer Wasserfall

Gegen 15:20 Uhr erreichen wir den Campingplatz und werfen einfach nur die Füße hoch. Es ist über 30 Grad C, sehr schwül und es steht ein gewaltiger Cumulusnimbus nordwestlich von Königstein. Es ist 16:03 Uhr, dann geht es los, alle Sachen eingeräumt und alle Fenster dicht verschlossen. Es zieht ein Unwetter über den Platz, was wir so auch noch nicht erlebt haben. Blitze, Sturm und Regen (Gott sei Dank kein Hagel) in eine wahnsinnigen Intensität. Das Wasser peitscht aus allen Richtungen gegen das Wohnmobil und die Sicht sinkt auf unter 5 Meter. Den Wohnwagen vor uns können wir nicht mehr erkennen. Spontan beschließen wir heute wieder nicht zu Grillen. Es schüttet wie aus Kübeln und die Böen lassen unser Vehikel schaukeln. Nach einer Stunde ist alles erledigt und die Sonne scheint wieder. Hier und da hat es bei den Anderen leichte Schäden und Wassereinbrüche gegeben. Wir sind verschont geblieben. Der Platzwart beginnt die Spuren zu beseitigen, die das Unwetter hinterlassen hat. Wir sitzen noch etwas vor dem Wohnmobil bevor wir zum Schlafen in das  abgekühlte Schlafzimmer einziehen.   

Donnerstag, 10. Juni 2010, 09:35 Uhr    KM 47083  blauer Himmel 24 Grad C  windstill
Die Nacht hat keine weiteren Katastrophen zum Vorschein gebracht und wir können uns auf den weiteren Weg in Richtung Zittau machen.
Vorher müssen wir noch den Stellplatz verlassen. Die nasse Wiese unter den Rädern macht ein vorsichtiges Fahren erforderlich. Es geht und wir brauchen "nur noch" 100 m Rückwärts und dicht an den stehenden Wohnmobilen vorbei. Ein paar mal vor und zurück und das steile Stück auf Kies, dann ist es geschafft. Für die drei Übernachtungen inkl. Strom bezahlen wir 65,00 Euro.
Nachdem wir noch einmal in Bad Schandau gebunkert haben geht die Fahrt  auf kürzestem Weg in das drei Ländereck Zittau, durch Tschechien hindurch. Wenige hundert Meter hinter der Grenze liegt mitten auf der Fahrbahn ein riesiger Felsen, der bereits abgesichert ist. Als uns Else nach links in das nächste Tal schickt sehen wir die Spuren des Gewitters vom Vortag. Überall sind Tschechische Feuerwehrkräfte bei Aufräumarbeiten beschäftigt.
Die Fahrbahnen sind teilweise noch verschlammt und von Treibgut belegt. Der Bach muss bei dem Unwetter mehrere Meter hoch aus seinem Bett gekommen sein. Wir kommen gut durch und fahren parallel zum Bach bergwärts. Die Spuren des Bachaustrittes sind noch lange zu sehen.
Trotzdem genießen wir diese landschaftlich sehr schöne Strecke in Richtung Varnsdorf. Von dort geht es ohne es zu merken wieder über die Grenze nach Deutschland, dann zum Camping Trixi Park in Großschönau. Wir richten uns auf diesem Platz häuslich ein. Es ist wenig los hier und reichlich Platz vorhanden. Tolle sanitäre Anlagen, ein Naturfreibadanschluss und es ist ein CampingCard ACSI.
Gegen 16:00 Uhr, es ist um 30 Grad heiß, bereitet sich schon wieder so ein Cumulusnimbus aus. Erstaunlicherweise löst er sich dieses mal ganz auf. Heute Abend ist der Grill drann, koste es was es wolle. Es gibt ein riesigen Gemüse/Fleischspieß der sich 45 Minuten dreht und auch noch schmeckt.
Der Tag verabschiedet sich mit einem wolkenlosen Himmel und wir sind zufrieden.


Campingplatz Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge

Der Tag verabschiedet sich mit einem wolkenlosen Himmel

Freitag, 11. Juni 2010, 08:35 Uhr     blauer Himmel 22 Grad C  windig
Es ist wieder ein schöner Tag. Starker Wind lässt die Mittagstemperaturen von 30 Grad angenehm erscheinen. Heute ist Relaxtag angesagt.
Mehr gibt es nicht zu berichten.

Samstag, 12. Juni 2010, 10:20 Uhr     KM 47143    23 Grad C, wolkenlos
Wir starten in Richtung Ebersbach, ca. 20 Kilometer nordwestlich von Großschönau,  dort bietet uns der Bordatlas einen Stellplatz an einem Freibad an. Baustellen und undurchsichtige Beschilderungen verhindern, dass wir den Weg zum Stellplatz finden. Egal, die Fahrt geht weiter in Richtung Norden nach Boxberg / Nochten. Dort gibt es im Tagebau den "Findlingspark Nochten" gestaltet in einer Landschaft aus Kiefern, Tagebau und dem Kraftwerk Boxberg. Eine tolle sehenswerte Anlage mit vielen, für uns  interessante Pflanzen. Wir nehmen einige Anregungen und Blumentöpfe mit nach Hause.


Blick vom Findlinkspark in den Tagebau Niederlausitz

Kraftwerk Boxberg im Hintergrund

Findlingspark Nochten

Wir steuern anschließend  Bad Muskau an, eine idyllische Park- und Kurstadt an der Lausitzer Neiße, im UNESCO-Welterbe Muskauer Park, wenige Kilometer nordöstlich von Nochten. Der Wohnmobilhafen ist gut ausgeschildert und nicht überfüllt. Es ist warm und wir richten uns häuslich ein. Der Platzwart offeriert uns ein umfangreiches Programm, ist an diesem Tag nicht alles zu schaffen. Nach der Anmeldung und Bezahlung von 10,00 Euro inkl. Strom und gesonderter Zuzahlung von 1,25 Euro Kurtaxe (Pro Tag) machen wir uns fußläufig auf den Weg in den Ort Bad Muskau. Uns erwartet nach Überschreitung  der Neiße ein riesiger Polenmarkt mit über 800 Ständen. Am Samstag schließt der Markt um 17:00 Uhr und wir sind nach 90 Minuten fertig damit. Wir gönnen uns 1 KG frischen Spargel und verbringen den Abend mit Pellkartoffeln, Spargel, Schinken und Sauce Hollandaise.   Äähhh, es hat begonnen zu regnen, das wollen wir hier nicht verschweigen.


Reisemobilstellplatz in Bad Muskau

Sonntag, 13.Juni.2010, 10:00 Uhr  20 Grad C, leicht bewölkt, wesentlich kühler als am Vortag
In der Nacht hat es gleichmäßig durchgeregnet, jetzt sind die Regenwolken verschwunden und es zeigt sich eine Rückseite mit kühler, klarer Luft  und einige schnell ziehende Wolken. Auf Anraten des Platzwartes fahren wir mit den Fahrrädern zum Bahnhof der Waldeisenbahn Muskau, lösen ein Park zu Park Ticket in Richtung Endbahnhof Kromlau (8,60 Euro einfache Fahrt mit Fahrrad für 2 Personen bei Vorlage der Kurkarte). Die Schmalspurbahn führt uns durch Heidelandschaften mit "Moorpackungsabau für Kurbetriebe" bis zum Endbahnhof Kromlau. Von dort geht die  Fahrt mit den Rädern durch einen riesigen Rhododendron Park und auf dem "Frosch-Radweg" zurück nach Bad Muskau.  Anschließend durchradeln wir das UNESCO-Welterbe Muskauer Park (Radfahren ist hier nicht verboten). Hier hat der Fürst Pückler seine Spuren hinterlassen mit Gärten und  Schlössern. Man muss es einfach nur mal gesehen haben. Wer den Park durchquert und die Neiße überschreitet ist unbemerkt in Polen, ohne Grenzformalitäten, vor 25 Jahren noch undenkbar.
Man könnte hier noch viel mehr machen, aber uns fehlt etwas die Zeit. Übrigens, als Highlight gewinnt Deutschland sein erstes Spiel der Weltmeisterschaft 2010 gegen Australien. Was wollen wir mehr?


Die Waldeisenbahn Muskau

Schmalspurbahnbahnhof Bad Muskau

Ein Strauß Kornblumen am Rande des Fahrradweges

Schloss im Muskauer Park

Montag, 14. Juni 2010, 09:30 Uhr       KM 47243    15 Grad C  bewölkt
Es wäre noch zu erwähnen, dass der Brötchenservice gut funktionierte und die Teilchen auch gut schmeckten. Der Stellplatz ist zu empfehlen, bei Problemen hilft der Platzwart gerne weiter.
Wir fahren weiter in Richtung Westen und statten dem Flugplatz  Klix einen kurzen Besuch ab. Schließlich haben wir hier 1997  drei Wochen Urlaub verbracht. Wir erkennen einiges wieder, leider ist hier im Moment "Tote Hose" und wir fahren weiter. Noch während der Fahrt werfen wir unseren eigentlichen Plan über den Haufen und beschließen Dresden anzufahren. Wir entscheiden uns für den Campingplatz Dresden-Mockritz (viel Auswahl gibt es hier nicht) und suchen uns in der Mittagszeit einen Platz aus. Gar nicht so einfach, es ist sehr voll und einige Stellplätze auf Grund ihrer Schräglage unbrauchbar. Wir können uns aber doch für einen Platz entscheiden und richten uns ein. Es ist kein typischer Urlaubscampingplatz. Dresdenbesucher nächtigen hier für ein paar Tage , was die internationalen Autokennzeichen belegen und die Platzleitung hat sich offenbar darauf eingestellt. Wir erhalten beim Anmelden ungefragt einen Stadtplan, Informationen über die Buslinie usw. Genial!


Camping Dresden-Mockritz

Kathedrale

Dienstag, 15. Juni 2010, 09:00 Uhr       15 Grad C  bewölkt
Wir fahren mit dem Bus (Bushaltestelle unmittelbar vor dem Campingplatz) nach Dresden. Wir lösen beim Busfahrer ein Familientagesticket für 7,00 Euro  (bis 5 Personen können den ganzen Tag mit Bus und Straßenbahn in Dresden fahren) und fahren in 15 Minuten bis zum Hauptbahnhof und anschließend 3 Stationen mit der Straßenbahn weiter bis zum Zwinger. Gutes Schuhwerk ist selbstverständlich und es geht los. Zwinger, Semperoper, Brühlschen Terrasse, Frauenkirche usw.


Der Dresdner Zwinger

Der Zwinger

Die Semperoper

Wir besichtigen die Frauenkirche und erklimmen den Turm (teils mit dem Aufzug) für 8,00 Euro pro Person und genießen einen grandiosen Ausblick auf Dresden (sehr zu empfehlen).  An den Schiffsanlegern schauen wir nach einer Verbindung nach Meißen. 5 1/2 Stunden Fahrzeit sind uns aber zu viel und wir streichen den Ausflug. Natürlich gehört auch ein Bummel durch die Einkaufszeile von Dresden zum Ausflug. Auch ein harter Tag für die Füße geht einmal zu Ende und wir sind am Abend froh, dass wir die Glieder am Campingplatz etwas hochlegen können.


Die Münzgasse mit Blick auf die Frauenkirche

Die Frauenkirche

- Fürstenzug - der Welt größtes keramisches Wandbild

Shopping in Dresden

Blick von der Frauenkirche flussaufwärts

Blick von der Frauenkirche flussabwärts

Rundblick von der Frauenkirche

Auch das gehört zu Dresden

Mittwoch, 16. Juni 2010, 09:50 Uhr       KM 47386      12 Grad C  weißblauer Himmel windig
Es ist kühler geworden, aber noch trocken. Wir beschließen weiter in Richtung Westen zu fahren. Es geht über die A4 bis Gera, von dort über die B 7 in Richtung Jena. Zwischendurch tanken wir 65 Liter für 83,14 Euro beim Stand von 47543 und füllen unser Lager noch einmal auf.
Wir steuern den Campingplatz  (Unter dem Jenzing) in Jena, Am Erlkönig 3, an. Mit den Fahrrädern geht es anschließend in die Innenstadt, teils über gut ausgeschilderte Radwege entlang der Saale. Eine kurze Strecke mit Straßenbahnschienen ist etwas störend, ansonsten einfach zu erreichen.
Der Weg führt uns zum Einkaufszentrum "neue mitte jena" und dem Intershop Tower. Für 3,00 Euro pro Person geht es hoch in die 28 Etage. Dort werden wir bei klarer Sicht  mit einer tollen Aussicht belohnt. Ein starker und kühler Wind lässt uns hier oben ganz schön schwanken.


Camping Jena

Marktplatz in Jena

Im Hintergrund die evangelische Stadtkirche

Der Jen Tower oder Intershop Tower

Antjes Blick vom Intershop Tower

Jena von oben

Rundblick vom Intershop Tower

Rundblick vom Intershop Tower

Donnerstag, 17. Juni 2010, 09:00 Uhr   KM Stand unverändert    blauer Himmel, 12 Grad C windig
Wir frühstücken im Freien, auch wenn es noch etwas kühl ist. Die Nachttemperaturen sind in den einstelligen Bereich gesunken. Nach telefonischer Absprache reservieren wir den Platz neben uns für ein kurzes Familientreffen am heutigen Tage. Wir beschließen noch eine Nacht hier in Jena zu verbringen und tauschen noch reichlich familiäre Infos aus.

Freitag, 18. Juni 2010, 09:00 Uhr    KM Stand  47574     wolkenlos, kühl 12 Grad C
Wir verabschieden uns von der Familie begleichen die Rechnung beim Platzwart (28,83 Euro für zwei Tage mit Strom) und machen uns auf den Weg in Richtung Heimat. Es geht über die A 4, die A 7 auf die A 44 bis zur Ausfahrt Breuna. Hier schlendern wir noch über das Ausstellungsgelände des Wohnmobildiscounters, was aber keine Gelüste bei uns weckt. In Warburg fahren wir auf den Schützenplatz in der Stadt, der auch als Wohnmobilstellplatz ausgeschildert ist. Antenne raus und Fernseher ein. Es spielt Deutschland gegen Serbien. Enttäuschend ist das Spiel, Deutschland unterliegt mit 0:1.
Wir beschließen auf direktem Wege nach hause zu fahren, da der Wetterbericht für den Rest des Tages bereits Regenschauer angekündigt hat.
Beim KM Stand von 47979 und 1251 gefahrenen Kilometern erreichen wir am späten Nachmittag wieder Neuenrade.
Es war eine richtige Entscheidung, wie wir meinen, die Fahrt in den Osten zu verlegen. Die Provence ist zwischenzeitlich "abgesoffen" während wir überwiegend schönes Wetter melden konnten. Bei uns in Deutschland ist es schließlich auch schön und interessant.

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