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Wir schreiben das Jahr 2010 und
die Saison der Wohnmobilisten hat begonnen. Nach einem harten und
langen Winter folgte ein turbulentes Frühjahr. Die eigentlich
geplanten Wochen in der Provence sind aufgeschoben aber nicht
aufgehoben. Wir wollen zumindest einige Tage mit dem Wohnmobil in
den Urlaub fahren.
Was Womo hat die Gasabnahme und die Hauptuntersuchung ohne
Beanstandungen überstanden. Gleichzeitig setzten wir unseren Wunsch um,
das Fahrzeug mit einem Russpartikelfilter (HJS) auszurüsten. Der
Umwelt zu Liebe, dem Wiederverkaufswert steigernd und den
eingeführten Umweltzonen trotzend ist es unserer Ansicht nach eine
gute Entscheidung.
Nach ein paar kleinen Wochenendtouren, die hier nicht aufgeführt
werden, steht der Jahresurlaub an.
Das Wochenende um den 4.-6-.Juni 2010 wird überall als
"Sommerwochenende" angekündigt. Toll, wir planen. Aber wohin?
Es soll nicht zu weit sein, es soll schönes Wetter sein und und und.
Wir planen die holländische Nordseeküste vor und durchstöbern die
Wettervorhersagen im Internet. "Super" - Ab Sonntag Abend wird Regen
und Gewitter angekündigt, für die ganze nachfolgende Woche.
Egal welchen Wetterbericht (Dänemark, Nordsee, Ostsee, Frankreich
usw.) wir uns am 05.06.2010 anschauen, die nachfolgende Woche besteht
aus Regen und Gewittern.
Die Entscheidung fällt um 10:00 Uhr, Ostdeutschland im Bereich der
Sächsischen Schweiz hat für die Folgewoche die besten Aussichten.
Mal schauen was daraus wirklich wird.
Samstag, 05. Juni 2010, 10:30
Uhr KM Stand 46400
Wetter: blauer Himmel, ca. 22 Grad C
Ab in Richtung Osten. Unser erstes Ziel ist Friedrichroda am
Thüringer Wald. Wir suchen uns ein Wohnmobilstellplatz aus dem
Bordatlas aus.
Gegen 15:15 Uhr erreichen wir den gut ausgeschilderten Stellplatz.
Na ja, wenn wir jetzt unbedingt ein Schlafplätzchen haben müssten,
dann ja.
Aber so geht es weiter zum Camping Paulfeld in Catterberg, ca.
10 Kilometer von Friedrichroda entfernt. Auf diesem ACSI Platz sind
noch reichlich freie Plätze. Wir quartieren uns ein. Mit der
CampingCard ACSI kostet die Nacht mit Strom und Duschen 15,50 Euro.
Markise und Tisch mit Stühlen raus, jetzt ist Sommerurlaub. |

Campingplatz Paulfeld |
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Sonntag, 06. Juni 2010, 10:20 Uhr
KM Stand: 46728 Wetter: blauer Himmel und 23 Grad C
Eine relativ ruhige Nacht liegt hinter uns. Wir planen die
Weiterfahrt in Richtung Osten, dort soll das schöne Wetter noch
länger halten.
Die Else (für Neueinsteiger: so nennen wir unser Navigationsgerät) wird auf Ehrenfriedersdorf und den Campingpark
"Greifensteine" programmiert, ca. 213 KM. Gegen 13:00 Uhr
erreichen wir unser Ziel.
Die Rezeption hat geschlossen und heute am Sonntag ist mächtiger
Trubel rund um den See und den Campingplatz. Nicht gerade etwas für
uns.
Wir verlassen den Ort und tanken in Ehrenfriedersdorf erst einmal 68
Liter für 81,54 Euro beim Stand von 46947.
Zurückerinnernd an den Juni im Vorjahr entscheiden wir uns für den
ca. 20 Kilometer entfernten Waldcamping Erzgebirgsblick. Es ist kaum
etwas los auf dem Campingplatz. Bei 28 Grad C richten wir uns ein
und machen einfach Urlaub. Ein toller Campingplatz, sehr gepflegt,
fantastische sanitäre Anlagen, nette Platzwartfamilie. Einfach toll,
wir bezahlen die 20,80 Euro gerne. |

Blick über die Gebirgslandschaften aus Richtung
Waldcamping Erzgebirgsblick |

Waldcamping Erzgebirgsblick |

Waldcamping Erzgebirgsblick |
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Montag, 07. Juni 2010, 11:00 Uhr
KM Stand: 46967 Wetter: blauer Himmel mit leichten
Wolken, windig und 15 Grad C
Es hat in der letzten Nacht geregnet und um 08:00 Uhr ist der Himmel
fast wieder frei. Gegen 11:00 Uhr rollen wir an. Nach wenigen
Kilometern fahren wir in Zschopau einen Discounter an und "bunkern"
für die nächsten Tage. Unser nächstes Ziel ist Königstein an der
Elbe. Es geht vorbei an den ehemaligen Motorenwerken Zschopau
(MZ), in meiner Jugend wurden die Zweiräder unverdienter Weise
belächelt und auch spöttisch "Sachsen-Harley" genannt. Die weitere
Strecke führt uns durch unzählige kleine Straße des Erzgebirges,
landschaftlich zu empfehlen. Nach 117 Kilometern erreichen wir
"Camping Königstein", pünktlich zum Ende der Mittagszeit. Nach der
Anmeldung wird uns ein Shellplatz in der zweiten Reihe (Terrasse)
zugewiesen, längststehend mit Blick auf die Elbe unmittelbar unter
der Eisenbahnlinie und der Hauptstraße. Nach vorne geht es nicht
mehr raus hier, nur wieder rückwärts, mal schauen.
Wir richten uns ein, befreien die Fahrräder aus ihren Fesseln und
fahren in den Ort und werfen einen Blick auf die Festung Königstein. |

Idyllisch im Grünen gelegen legen wir eine
Mittagspause ein |

Die Festung
Königstein ist eine der größten
Bergfestungen in Europa |

Blick auf den Campingplatz
"Camping Königstein" |
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Dienstag, 08. Juni 2010, 09:30
Uhr leicht bewölkt, 18 Grad C
Wir machen uns mit den Fahrrädern auf den Weg in Richtung Kurort
Rathen um von dort die Bastei zu besichtigen. Kurz nach dem
Campingplatz setzen wir mit der Fähre auf die andere Elbeseite über
und fahren auf dem Radweg flussabwärts. Wir ignorieren einige
Hinweisschilder und stehen plötzlich mitten im Wald, auf einem
matschigen steil ansteigenden Weg mit moosigen Natursteinen. Egal,
wir schieben weiter. Es zieht sich bis Rathen in die Länge, bergauf
und bergab. Diese Strecke ist nicht zu empfehlen.
Im Kurort Rathen schlendern wir noch etwas durch den kleinen Ort um
dann den steilen Aufstieg zur Bastei zu beginnen.
Temperaturen um die 29 Grad C treiben uns den Schweiß auf die Stirn.
Oben angekommen genießen wir tolle Aussichten in alle Richtungen.
Übrigens, es führt auch eine Straße hier hoch und Parkplätze sind
auch vorhanden - langweilig - .
Wir genießen das Panorama, entspannen uns im Elbsandsteingebirge und
sehen dass, was wir nur aus Touristikprospekten kennen.
Aus der Felsenbühne kommend, unterhalb der Felsen ,lauschen wir den
Tönen aus der Operette "Gräfin Mariza". |

Blick vom Campingplatz auf die Festung Königstein |

Das Elbetal mit Blick auf die Felsen von Rathen |
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Blick von der Bastei über das Elbetal |

Blick von der Bastei über das Elbetal |

Blick auf Felsen beim Aufstieg |

Wartturm |

Die Basteibrücke |

Einfach nur |

schöne Bilder |
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Der Abstieg gestaltet sich etwas
einfacher und nach einem kleinen Imbiss im Kurort Rathen geht es mit
den Fahrrädern wieder in Richtung Königstein. Diesmal benutzen wir
die andere Seite (an der Eisenbahnlinie) mit dem gut ausgebauten
Radweg. Am Campingplatz angekommen relaxen wir noch etwas und
beobachten den Wolkenturm, der sich über Dresden aufbaut.
Gegen 19:30 Uhr treffen uns noch die Ausläufer dieses Gewitters mit
viel Regen und Blitzen. Es sind keine größeren Schäden zu
verzeichnen und es klärt später wieder auf.
Eine etwas kühlere Nacht steht uns bevor, die können wir auch
gebrauchen. |
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Mittwoch, 09. Juni 2010, 08:30
Uhr blauer Himmel 23 Grad C windstill
Ein wirklich strahlend blauer Himmel steht für unseren heutigen
Ausflug bevor. Um 10:00 Uhr geht es mit den Fahrrädern unter
erneuter Hinzuziehung der Fähre auf die andere Elbeseite. Dort
folgen wir dem Radweg in Richtung Bad Schandau, flussaufwärts. Die
Kirnitzschtalbahn ist unser nächstes Bewegungsmittel. Die
historische Straßenbahn bringt uns ca. 8 Kilometer das Tal aufwärts
bis zum Lichtenhainer Wasserfall.
Ab hier geht es dann zu Fuß wieder einmal in aufsteigendes Gelände
zum "Kuhstall". Bei 30 Grad C braucht man ja nur schneller
gehen um etwas (Geh)Wind auf der Stirn zu spüren. Wir erreichen das
(Kuhstall)Felsentor mit einer Höhe von 11 m und einer Breite von 17
m nach 40 Minuten.
Auch hier oben genießen wir die fantastische Aussicht unter anderem
auf das Affensteinmassiv. Es gibt noch eine
"Himmelsleiter", die zwischen zwei Felsen steil und sehr eng nach
oben führt. Nichts für "Kugel", der bleibt stecken. "Es ist der
Rucksack" sind seine Worte. Wer es glaubt :-)
Nach dem Abstieg begutachten wir den Lichtenhainer Wasserfall,
künstlich angelegt gibt er halbstündig Wasser frei. Danach geht es
mit der Straßenbahn wieder nach Bad Schandau zurück, dann zum
Schiffsanleger, eigentlich wollen wir mit einem Schiff zurückfahren.
Aber die Fahrzeiten sind ungünstig und so geht die Tour über die
Hauptstraße zum Campingplatz zurück. |
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Die historische Kirnitzschtalbahn |

Das "Kuhstall" Felsentor |

Die Himmelsleiter |

Der Lichtenhainer Wasserfall |
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Gegen 15:20 Uhr erreichen wir den
Campingplatz und werfen einfach nur die Füße hoch. Es ist über 30
Grad C, sehr schwül und es steht ein gewaltiger
Cumulusnimbus nordwestlich von
Königstein. Es ist 16:03 Uhr, dann geht es los, alle Sachen
eingeräumt und alle Fenster dicht verschlossen. Es zieht ein
Unwetter über den Platz, was wir so auch noch nicht erlebt haben.
Blitze, Sturm und Regen (Gott sei Dank kein Hagel) in eine
wahnsinnigen Intensität. Das Wasser peitscht aus allen Richtungen
gegen das Wohnmobil und die Sicht sinkt auf unter 5 Meter. Den
Wohnwagen vor uns können wir nicht mehr erkennen. Spontan
beschließen wir heute wieder nicht zu Grillen. Es schüttet wie aus
Kübeln und die Böen lassen unser Vehikel schaukeln. Nach einer
Stunde ist alles erledigt und die Sonne scheint wieder. Hier und da
hat es bei den Anderen leichte Schäden und Wassereinbrüche gegeben.
Wir sind verschont geblieben. Der Platzwart beginnt die Spuren zu
beseitigen, die das Unwetter hinterlassen hat. Wir sitzen noch etwas
vor dem Wohnmobil bevor wir zum Schlafen in das abgekühlte
Schlafzimmer einziehen. |
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Donnerstag, 10. Juni 2010, 09:35
Uhr KM 47083 blauer Himmel 24 Grad C windstill
Die Nacht hat keine weiteren Katastrophen zum Vorschein gebracht und
wir können uns auf den weiteren Weg in Richtung Zittau machen.
Vorher müssen wir noch den Stellplatz verlassen. Die nasse Wiese
unter den Rädern macht ein vorsichtiges Fahren erforderlich. Es geht
und wir brauchen "nur noch" 100 m Rückwärts und dicht an den stehenden
Wohnmobilen vorbei. Ein paar mal vor und zurück und das steile Stück
auf Kies, dann ist es geschafft. Für die drei Übernachtungen inkl.
Strom bezahlen wir 65,00 Euro.
Nachdem wir noch einmal in Bad Schandau gebunkert haben geht die
Fahrt auf kürzestem Weg in das drei Ländereck Zittau, durch
Tschechien hindurch. Wenige hundert Meter hinter der Grenze liegt
mitten auf der Fahrbahn ein riesiger Felsen, der bereits abgesichert
ist. Als uns Else nach links in das nächste Tal schickt sehen wir
die Spuren des Gewitters vom Vortag. Überall sind Tschechische
Feuerwehrkräfte bei Aufräumarbeiten beschäftigt.
Die Fahrbahnen sind teilweise noch verschlammt und von Treibgut
belegt. Der Bach muss bei dem Unwetter mehrere Meter hoch aus seinem
Bett gekommen sein. Wir kommen gut durch und fahren parallel zum
Bach bergwärts. Die Spuren des Bachaustrittes sind noch lange zu
sehen.
Trotzdem genießen wir diese landschaftlich sehr schöne Strecke in
Richtung Varnsdorf. Von dort geht es ohne es zu merken wieder über die Grenze
nach Deutschland, dann zum Camping Trixi Park in Großschönau. Wir
richten uns auf diesem Platz häuslich ein. Es ist wenig los hier und
reichlich Platz vorhanden. Tolle sanitäre Anlagen, ein Naturfreibadanschluss und es ist ein CampingCard ACSI.
Gegen 16:00 Uhr, es ist um 30 Grad heiß, bereitet sich schon wieder
so ein Cumulusnimbus aus.
Erstaunlicherweise löst er sich dieses mal ganz auf. Heute Abend ist
der Grill drann, koste es was es wolle. Es gibt ein riesigen
Gemüse/Fleischspieß der sich 45 Minuten dreht und auch noch
schmeckt.
Der Tag verabschiedet sich mit einem wolkenlosen Himmel und wir sind
zufrieden. |

Campingplatz
Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge |

Der Tag
verabschiedet sich mit einem wolkenlosen Himmel |
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Freitag, 11. Juni 2010, 08:35
Uhr blauer Himmel 22 Grad C windig
Es ist wieder ein schöner Tag. Starker Wind lässt die
Mittagstemperaturen von 30 Grad angenehm erscheinen. Heute ist
Relaxtag angesagt.
Mehr gibt es nicht zu berichten. |
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Samstag, 12. Juni 2010, 10:20 Uhr
KM 47143 23 Grad C, wolkenlos
Wir starten in Richtung Ebersbach, ca. 20 Kilometer nordwestlich von
Großschönau, dort bietet uns der Bordatlas einen Stellplatz an
einem Freibad an. Baustellen und undurchsichtige Beschilderungen
verhindern, dass wir den Weg zum Stellplatz finden. Egal, die Fahrt
geht weiter in Richtung Norden nach Boxberg / Nochten. Dort gibt es
im Tagebau den "Findlingspark Nochten" gestaltet in einer Landschaft
aus Kiefern, Tagebau und dem Kraftwerk Boxberg. Eine tolle
sehenswerte Anlage mit vielen, für uns interessante Pflanzen.
Wir nehmen einige Anregungen und Blumentöpfe mit nach Hause. |

Blick vom Findlinkspark in den Tagebau
Niederlausitz |

Kraftwerk Boxberg im Hintergrund |

Findlingspark Nochten |
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Wir steuern anschließend
Bad Muskau an, eine idyllische Park- und Kurstadt an der Lausitzer
Neiße, im UNESCO-Welterbe Muskauer Park, wenige Kilometer
nordöstlich von Nochten. Der Wohnmobilhafen ist gut ausgeschildert
und nicht überfüllt. Es ist warm und wir richten uns häuslich ein.
Der Platzwart offeriert uns ein umfangreiches Programm, ist an
diesem Tag nicht alles zu schaffen. Nach der Anmeldung und Bezahlung
von 10,00 Euro inkl. Strom und gesonderter Zuzahlung von 1,25 Euro
Kurtaxe (Pro Tag) machen wir uns fußläufig auf den Weg in den Ort
Bad Muskau. Uns erwartet nach Überschreitung der Neiße ein
riesiger Polenmarkt mit über 800 Ständen. Am Samstag schließt der
Markt um 17:00 Uhr und wir sind nach 90 Minuten fertig damit. Wir
gönnen uns 1 KG frischen Spargel und verbringen den Abend mit
Pellkartoffeln, Spargel, Schinken und Sauce Hollandaise.
Äähhh, es hat begonnen zu regnen, das wollen wir hier nicht
verschweigen. |

Reisemobilstellplatz in Bad Muskau |
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Sonntag, 13.Juni.2010, 10:00 Uhr
20 Grad C, leicht bewölkt, wesentlich kühler als am Vortag
In der Nacht hat es gleichmäßig durchgeregnet, jetzt sind die
Regenwolken verschwunden und es zeigt sich eine Rückseite mit
kühler, klarer Luft und einige schnell ziehende Wolken. Auf
Anraten des Platzwartes fahren wir mit den Fahrrädern zum Bahnhof
der Waldeisenbahn Muskau, lösen ein Park zu Park Ticket in Richtung
Endbahnhof Kromlau (8,60 Euro einfache Fahrt mit Fahrrad für 2
Personen bei Vorlage der Kurkarte). Die Schmalspurbahn führt uns
durch Heidelandschaften mit "Moorpackungsabau für Kurbetriebe" bis
zum Endbahnhof Kromlau. Von dort geht die Fahrt mit den Rädern
durch einen riesigen Rhododendron Park und auf dem "Frosch-Radweg"
zurück nach Bad Muskau. Anschließend durchradeln wir das
UNESCO-Welterbe Muskauer Park (Radfahren ist hier nicht verboten).
Hier hat der Fürst Pückler seine Spuren hinterlassen mit Gärten und
Schlössern. Man muss es einfach nur mal gesehen haben. Wer den Park
durchquert und die Neiße überschreitet ist unbemerkt in Polen, ohne
Grenzformalitäten, vor 25 Jahren noch undenkbar.
Man könnte hier noch viel mehr machen, aber uns fehlt etwas die
Zeit. Übrigens, als Highlight gewinnt Deutschland sein erstes Spiel
der Weltmeisterschaft 2010 gegen Australien. Was wollen wir mehr? |

Die Waldeisenbahn Muskau |

Schmalspurbahnbahnhof Bad Muskau |

Ein Strauß Kornblumen am Rande des Fahrradweges |

Schloss im Muskauer Park |
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Montag, 14. Juni 2010, 09:30 Uhr
KM 47243 15 Grad C bewölkt
Es wäre noch zu erwähnen, dass der Brötchenservice gut funktionierte
und die Teilchen auch gut schmeckten. Der Stellplatz ist zu
empfehlen, bei Problemen hilft der Platzwart gerne weiter.
Wir fahren weiter in Richtung Westen und statten dem Flugplatz
Klix einen kurzen Besuch ab. Schließlich haben wir hier 1997
drei Wochen Urlaub verbracht. Wir erkennen einiges wieder, leider
ist hier im Moment "Tote Hose" und wir fahren weiter. Noch während
der Fahrt werfen wir unseren eigentlichen Plan über den Haufen und
beschließen Dresden anzufahren. Wir entscheiden uns für den
Campingplatz Dresden-Mockritz (viel Auswahl gibt es hier nicht) und
suchen uns in der Mittagszeit einen Platz aus. Gar nicht so einfach,
es ist sehr voll und einige Stellplätze auf Grund ihrer Schräglage
unbrauchbar. Wir können uns aber doch für einen Platz entscheiden
und richten uns ein. Es ist kein typischer Urlaubscampingplatz.
Dresdenbesucher nächtigen hier für ein paar Tage , was die
internationalen Autokennzeichen belegen und die Platzleitung hat
sich offenbar darauf eingestellt. Wir erhalten beim Anmelden
ungefragt einen Stadtplan, Informationen über die Buslinie usw.
Genial! |

Camping Dresden-Mockritz |

Kathedrale |
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Dienstag, 15. Juni 2010, 09:00 Uhr 15 Grad C bewölkt
Wir fahren mit dem Bus (Bushaltestelle unmittelbar vor dem
Campingplatz) nach Dresden. Wir lösen beim Busfahrer ein
Familientagesticket für 7,00 Euro (bis 5 Personen können den
ganzen Tag mit Bus und Straßenbahn in Dresden fahren) und fahren in
15 Minuten bis zum Hauptbahnhof und anschließend 3 Stationen mit der
Straßenbahn weiter bis zum Zwinger. Gutes Schuhwerk ist
selbstverständlich und es geht los. Zwinger, Semperoper, Brühlschen
Terrasse, Frauenkirche usw. |

Der Dresdner Zwinger |

Der Zwinger |

Die Semperoper |
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Wir besichtigen die Frauenkirche
und erklimmen den Turm (teils mit dem Aufzug) für 8,00 Euro pro
Person und genießen einen grandiosen Ausblick auf Dresden (sehr zu
empfehlen). An den Schiffsanlegern schauen wir nach einer
Verbindung nach Meißen. 5 1/2 Stunden Fahrzeit sind uns aber zu viel
und wir streichen den Ausflug. Natürlich gehört auch ein Bummel
durch die Einkaufszeile von Dresden zum Ausflug. Auch ein harter Tag
für die Füße geht einmal zu Ende und wir sind am Abend froh, dass wir
die Glieder am Campingplatz etwas hochlegen können. |

Die Münzgasse mit Blick auf die Frauenkirche |

Die Frauenkirche |

- Fürstenzug - der Welt größtes keramisches
Wandbild |

Shopping in Dresden |

Blick von der Frauenkirche flussaufwärts |

Blick von der Frauenkirche flussabwärts |

Rundblick von der Frauenkirche |

Auch das gehört zu Dresden |
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Mittwoch, 16. Juni 2010, 09:50 Uhr
KM 47386 12 Grad C weißblauer
Himmel windig
Es ist kühler geworden, aber noch trocken. Wir beschließen weiter in
Richtung Westen zu fahren. Es geht über die A4 bis Gera, von dort
über die B 7 in Richtung Jena. Zwischendurch tanken wir 65 Liter für
83,14 Euro beim Stand von 47543 und füllen unser Lager noch einmal
auf.
Wir steuern den Campingplatz (Unter dem Jenzing) in Jena, Am
Erlkönig 3, an. Mit den Fahrrädern geht es anschließend in die
Innenstadt, teils über gut ausgeschilderte Radwege entlang der
Saale. Eine kurze Strecke mit Straßenbahnschienen ist etwas störend,
ansonsten einfach zu erreichen.
Der Weg führt uns zum Einkaufszentrum "neue mitte jena" und dem
Intershop Tower. Für 3,00 Euro pro Person geht es hoch in die 28
Etage. Dort werden wir bei klarer Sicht mit einer tollen
Aussicht belohnt. Ein starker und kühler Wind lässt uns hier oben
ganz schön schwanken. |

Camping Jena |

Marktplatz in Jena |

Im Hintergrund die evangelische Stadtkirche |

Der Jen Tower oder Intershop Tower |

Antjes Blick vom Intershop Tower |

Jena von oben |

Rundblick vom Intershop Tower |

Rundblick vom Intershop Tower |
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Donnerstag, 17. Juni 2010, 09:00
Uhr KM Stand unverändert blauer
Himmel, 12 Grad C windig
Wir frühstücken im Freien, auch wenn es noch etwas kühl ist. Die
Nachttemperaturen sind in den einstelligen Bereich gesunken. Nach
telefonischer Absprache reservieren wir den Platz neben uns für ein
kurzes Familientreffen am heutigen Tage. Wir beschließen noch eine
Nacht hier in Jena zu verbringen und tauschen noch reichlich
familiäre Infos aus. |
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Freitag, 18. Juni 2010, 09:00 Uhr
KM Stand 47574 wolkenlos, kühl 12 Grad
C
Wir verabschieden uns von der Familie begleichen die Rechnung beim
Platzwart (28,83 Euro für zwei Tage mit Strom) und machen uns auf
den Weg in Richtung Heimat. Es geht über die A 4, die A 7 auf die A
44 bis zur Ausfahrt Breuna. Hier schlendern wir noch über das
Ausstellungsgelände des Wohnmobildiscounters, was aber keine Gelüste
bei uns weckt.
In Warburg fahren wir auf den Schützenplatz in der Stadt, der auch
als Wohnmobilstellplatz ausgeschildert ist. Antenne raus und
Fernseher ein. Es spielt Deutschland gegen Serbien. Enttäuschend ist
das Spiel, Deutschland unterliegt mit 0:1.
Wir beschließen auf direktem Wege nach hause zu fahren, da der
Wetterbericht für den Rest des Tages bereits Regenschauer
angekündigt hat.
Beim KM Stand von 47979 und 1251 gefahrenen Kilometern erreichen wir
am späten Nachmittag wieder Neuenrade.
Es war eine richtige Entscheidung, wie wir meinen, die Fahrt in den
Osten zu verlegen. Die Provence ist zwischenzeitlich "abgesoffen"
während wir überwiegend schönes Wetter melden konnten. Bei uns in Deutschland
ist es schließlich auch schön und interessant. |
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