Reisebericht Deutschland 
schönes Mecklenburg Vorpommern und die Ostseeküste
Vom 24. Mai bis 8. Juni 2007

Donnerstag, 24. Mai 2007              KM Stand 21945      Start 07.20 Uhr
Es ist soweit, unser erster Urlaub in diesem Jahr kann beginnen. Das Fahrzeug ist voll getankt (1,15 Euro pro Liter), gereinigt, Vorräte sind gebunkert und keine Schäden aus dem Winterquartier festzustellen.
Es geht los in Richtung Osten nach Olsberg, zwischen Meschede und Brilon gelegen. Dort legen wir einen kurzen Verwandtenbesuch ein, bevor es in Richtung Berlin weitergeht. Es ist dunstig, trotzdem haben die Wetterfrösche einen schönen Tag versprochnen. Um 10.05 Uhr starten wir in Olsberg, nachdem wir unsere „Else“ auf Berlin programmiert haben. Es geht über die A 33 und die A 2 nach Berlin, vor der großen Pfingstreisewelle. Bei 22325 KM-Stand tanken wir hinter Helmstedt 49 Liter Diesel. Die Temperaturen sind recht hoch und wir legen auf dem Rastplatz eine kurze Pause ein.


Campingplatz Gatow,         Kladower Damm 207 - 213
14089 Berlin Spandau,     Tel: 030/ 36 54 340


Nur wenige Meter bis zur Havel
Ohne nennenswerte Staus erreichen wir gegen 17.00 Uhr Berlin Gatow, ein Ortsteil am westlichen Rand von Berlin. Am Kladower Damm (gegenüber der General Steinhoff Kaserne) fahren wir auf den Campingplatz,.Ausgesucht haben wir den Platz, da er am nächsten am Luftwaffenmuseum liegt, das wir am nächsten Tag besuchen wollen. Wir übernachten hier für 9,60 Euro, da kann man echt nicht meckern, Brötchenservice für den nächsten Tag  rundet das positive Bild dieses Campingplatzes ab. Wir merken ihn vor, für einen zukünftigen mehrtägigen Berlinbesuch (Bushaltestelle vor der Tür). Gegen Abend wird es deutlich voller auf dem Campingplatz, viele Fans des FC Nürnberg reisen frühzeitig zum DFB Pokalendspiel am Samstag im Berliner Stadion an. Ihre Fahrzeuge sind mit Fahnen geschmückt. Unseren Plan, am Freitag in den Spreewald zu fahren, geben wir auf. Mehrere telefonische Anfragen bei verschieden Campingplätzen im Großraum Lübbenau ergeben immer wieder: „Alles ausgebucht für Pfingsten, keine Chance.“ Wir entscheiden gleich in Richtung Ostsee aufzubrechen und finden in unserem Bordatlas einen neuen Wohnmobilstellplatz in Priepert (am großen Priepertsee) ein kleiner Ort querab von der B 96 zwischen Fürstenberg und Neustrelitz. Aber erst kommt Freitagmorgen das Museum.
 

Freitag, 25. Mai 2007

Punkt 09.00 Uhr stehen wir vor dem Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow. Na ja, eine Stunde zu früh, die Zeiten in dem Flyer vom Campingplatz sind nicht mehr aktuell. Wir hören noch den Wetterbericht, ab Mittag und Nachmittag soll es schwere Gewitter geben. Eigentlich nicht nachvollziehbar, es ist blauer Himmel und die Temperatur liegt bei 24 Grad C. Um 10.00 Uhr betreten wir das Gelände, ein ehemaliger militärischer Flugplatz der Royal Air Force bis 1995. Der Flugplatz wurde in der Mitte geteilt. Ein Teil wurde in ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern umgewandelt. Der Zweite Teil wurde zum Luftwaffenmuseum hergerichtet.

Seit 1995 gibt es dieses Museum hier, nachdem es von Uetersen/Appen (bei Hamburg) umgezogen ist. Die Sammlung umfasst ca. 200000 Exponate, wobei 155 Luftfahrzeuge ausgestellt sind. Ganz klar, Flugzeuge, Flugzeuge und Flugzeuge.

Wir besichtigen das Freigelände, die alten Start- und Landebahnen dienen als Parkfläche für die Luftfahrzeuge nach dem zweiten Weltkrieg. Anschließend geht es in die Hallen. Nach mehreren Stunden Besichtigung und 150 Fotos, sind wir geschafft. Es sind mittlerweile 30 Grad C und die ersten Wolken sind am Himmel zu sehen.  Wer sich für die Luftfahrt interessiert, sollte auf jeden Fall hier einmal vorbeischauen, es lohnt sich.


Breguet 1150 Atlantic


Lockheed F-104G Starfighter

Suchoi Su-20 Fitter-C

Denkmal in Gartow

Dassault Mirage IIIE


Fiat G-91 R3


Hawker Hunter F.MK 6

British Aerospace Harrier GR.1A

Dassault Alpha Jet

McDonnell Douglas RF-4E Phantom II

Aéroscope Nord N-2501 Nordatlas

H25

Sikorsky H-34G-II Choctaw

Tornado

Dassault Alpha Jet

Mikoyan-Gurevich MiG-29G Fulcrum-A

Lockheed F-104G Starfighter + Antje


Luftwaffenmuseum Berlin - Gartow

Es geht weiter in Richtung Mecklenburg Vorpommern. Auf der Fahrt zwischen Falkensee und Oranienburg gibt es eine Umleitung (großräumig). Die Straßen sind eine echte Zumutung, einspurig und Kopfsteinpflaster mit Schlaglöchern, 10m Kilometer lang.  Mehr als 20 km/h sind auf diesen Strecken nicht drin, wenn das Porzellan in den Staufächern nicht leiden soll.

Trotz dieser Herausforderung erreichen wird gegen 16.00 Uhr den telefonisch reservierten Wohnmobilstellplatz. Für 7,00 Euro ein sehr schöner Platz mit großen Parzellen. Da wir reserviert haben, bekommen wir einen Stellplatz in der ersten Reihe mit Blick auf den tiefer gelegenen Großen Priepertsee, super. Zum Abendessen gibt es frischen Spargel, hier aus der Region und bei schwülen 30 Grad C zieht ein gewaltiges Gewitter über uns hinweg. Es kühlt sich etwas ab und wir verbringen eine ruhige Nacht.


Wohnmobilstellplatz

in Priepert am Priepertsee

Schleuse in Strasen

Was  so alles mit ins Boot muß

Kanaleinfahrt in Priepert

Zum Hafenfest ein 115 Kilo schweres Wildschwein

Samstag, 26.05.2007

 Heute hält sich die Sonne ziemlich zurück. Es sind 20 Grad C und es sieht so aus, als würde es jeden Moment  anfangen zu regnen. Egal, wir satteln die Fahrräder, auch wenn der Wetterbericht wieder ab Mittag und Nachmittag für diese Region schwere Gewitter vorhersagt. So ca. 10 Kilometer haben wir mit den Fahrrädern abgerissen, rund durchs  Dorf Priepert und den Nachbarort. Dabei entdecken wir im Yachthafen von Priepert noch den zweiten Wohnmobilstellplatz aus dem Bordatlas, ein kleine Campingplatz „Havelperle“, echt schön für 14,00 Euro „all inklusiv“, sehr idyllisch, direkt am Wasser gelegen.

Für den ersten Tag sind 10 Kilometer ausreichen, finden wir und es geht zurück zum Stellplatz. Die Temperatur klettert auf über 33 Grad C und es zieht ein Gewitter über uns hinweg, wie am Vortag, ohne Schäden. Schade für das Hafenfest, wir bleiben am Platz und können das Feuerwerk auch von hier sehen.

Sonntag, 27. Mai 2007

Ein richtiger Tag zum Faulenzen. Die Gewitterfront bringt uns vormittags weiteren Regen, über Mittag warm und Sonnenschein und am Nachmittag erneuten Regen. Die Temperaturen bewegen sich um 22 – 24 Grad C, absolut aushaltbar. Außer Essen, Lesen, bisschen am Laptop schreiben und Fernsehen machen wir heute gar nichts. So langsam fällt die Hektik der letzten Wochen von uns ab und wir tun uns die Ruhe an. Zum Abendessen gibt es Rumpsteaks mit Gurkensalat und Bratkartoffeln. –Lecker-

Pfingst-Montag 28. Mai 2007

Zu Beginn des Tages sieht es noch nach Regen aus. Über Mittag wird das Wetter besser und wir nutzen die Phase aus, um mit den Fahrrädern in den nächsten Ort Ahrensberg zu fahren. Toll, super Fahrradwege durch die Natur, wenig Pkw stören uns und die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite. Beim Fischer machen wir eine kleine Rast und es gibt geräucherten heimischen Fisch mit Kartoffelsalat und einem großen Bier. Dabei schauen wir uns die Schiffsbewegungen auf dem Wasser an und sind begeistert von den vielen Wassersportlern, die mit Muskelkraft durch diese Gewässer streifen. So ca. 20 Kilometer reißen wir auf den Rädern ab, für uns untrainierte Sauerländer macht sich der Muskelkater halt schon bemerkbar. Zum Abendessen gibt es Rouladen aus der Dose mit Gurkensalat und Kartoffeln.


Überdachte Brücke


Anlegeplatz beim Räucherfischlokal


An der Kanaleinfahrt in Priepert


Yachthafen von Priepert

Dienstag, 29. Mai 2007, 09.00 Uhr           KM Stand 22589

Die letzte Nacht war von gewaltigen Gewittern mit starkem Dauerregen geprägt. Jetzt am Morgen kommt die Sonne wieder hinter den Wolken hervor.
Wir bezahlen für die  vier Übernachtungen (inkl. Dusche) 41,50 €-
Wir können diesen Platz auf jeden Fall weiter empfehlen.

Wir rollen in Richtung Neustrelitz und füllen unsere Vorräte beim Discounter wieder auf. Es geht weiter in Richtung Stettiner Haff, laut "Else" 105 km entfernt. Wir haben uns aus dem Bordatlas den Ort Lukow Rieth ausgesucht, ein kleiner Stellplatz am Ende von Deutschland. Keine Hinweisschilder auf einen Wohnmobilstellplatz führen uns dort hin, wir verlassen uns voll auf „Else“. Schmale Straßen, Kopfsteinpflaster (20 Km/h mehr ist nicht drin), es wird immer enger. Jetzt kommen auch noch Betonplatten und die Rütteltour nimmt kein Ende.  Dann, Stiege 8, wir haben den Platz gefunden, direkt am Wasser gelegen und urgemütlich. Wir stehen voll in der Natur. Vier Stellplätze gibt es hier nur und die Freundlichkeit Hausherrin ist schon beeindruckend. Mit Blick aufs Haff richten wir das Fahrzeug aus, ziehen später noch etwas auf einen höher gelegenen Punkt um (das Wasser wird durch den Wind auf das Gelände gedrückt). Zusammen mit uns steht noch ein holländisches Paar  auf dem Stellplatz, auch die suchen sich noch ein höheres Plätzchen.


Stellplatz von Lukow-Rieth


mit dem benachbarten Berufsfischer

Ein Seeadler ist hier beheimatet und zieht seine Kreise und die Beute aus dem Wasser. Natur pur und Milliarden von kleinen schwarzen Fliegen (die stechen und beißen nicht) kommen aus dem Schilf und sind einfach nur lästig. Die Vermieterin berichtet uns von Wildschweinen, Marderhunden (?) und großen Ringelnattern, die auf dem Grundstück heimisch sind. Wir verziehen uns ins Wohnmobil zurück. Dann zieht von Polen ein Gewitter nach dem anderen herein, mit kräftigen Regenschauern. Diese Unwetter sind so heftig, dass es ein Stück aus der vorgelagerten Insel herausreißt und über das Wasser treibt, ca. 30 Meter groß und mit großen Bäumen bewachsen. Schade eigentlich, die Übernachtung kostet 10 Euro (Inkl. Strom), Frischwasser vorhanden und die Campingtoilette kann hier auch gelehrt werden. Die Entsorgung ist übrigens ein kleines Abenteuer. Gemeinsam mit der Vermieterin suchen wir eine eingezäunte Wiese auf, dort befinden sich, von Holzplatten verschlossene Sickergruben, in denen die Toilette entsorgt wird. Kein Problem, denkste. Kaum ist der Zaun geöffnet und ein auf der Wiese befindlicher Schafsbock greift uns an. Bewaffnet mit einer Gartenhacke hält die Vermieterin das Tier auf Distanz, bis die Toilette entleert ist. Hier am Ende von Deutschland ist alles etwas anders, aber eine tolle Natur und freundliche Menschen. Hier muss man mal gewesen sein.


Die Fliegenplage von Lukow-Rieth

Mittwoch, 30. Mai 2007 , 09.35 Uhr   KM Stand 22720

Wir starten in Richtung Altwarp, ein bekannter Wohnmobilstellplatz aus dem Bordatlas und von dem Besuch im Jahr 2004. Wir finden keinen Platz in der ersten Reihe und fahren weiter in Richtung Mönkebude. Dieser Stellplatz Mönkebude unter Bäumen auf eine matschigen Wiese, ohne Blick aufs Wasser sagt uns auch nicht zu, wir sind halt wählerisch. Wir schauen uns noch einen Stellplatz in Anklam an und fahren weiter in Richtung Usedom.  Wir tanken vorsichtshalber noch einmal 25 Liter Diesel für 1,18 Euro der Liter beim KM Stand von 22817. Jetzt sind wir wild entschlossen den Waldwohnmobilstellplatz in Bansin aufzusuchen, der uns vor 3 Jahren schon so gut gefallen hat. Vorher werfen wir noch einen Blick auf den ausgeschilderten Wohnmobilstellplatz an der Kirche in Heringsdorf. Wir waren uns einig, schrecklich und bloß schnell weg.
Wir erreichen den Stellplatz und stehen fast auf dem gleichen Platz von damals. Wir richten uns häuslich ein. Runter mit den Fahrrädern und erstmal eine kleine Tour durch den längsten Campingplatz (den wir je gesehen haben) gemacht, in Richtung Zinnowitz. Abendessen, Füße hoch und der Tag klinkt langsam aus.


Waldparkplatz (für Wohnmobile) von Basin


Promenade von Bansin

Donnerstag, 31. Mai 2007

Es ist strahlender Sonnenschein, etwas frisch, wie Antje meint und wir frühstücken im Wohnmobil. Gegen 11.00 Uhr, beschließen wir die Fahrräder mal so richtig zu bewegen. Es geht in Richtung Heringsdorf, durch den Wald mit Steigungen bis 56 Meter Höhe!!!!! Toll ausgebaute Radwege führen durch Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck, vorbei an den renovierten Villen, Hotels, Pensionen und Altersheimen. Es geht vorbei an Gärten, Seebrücken, Gaststätten, Restaurants, Biergärten u.s.w. Das Auge hat viel zu tun auf dieser Strecke, von dem herrlichen Strand mal ganz abgesehen. In Ahlbeck beschließen wir auch noch bis nach Polen weiterzufahren. Einmal über den Polenmarkt und wieder zurück. Nach der Rückkehr am Nachmittag und ca. 35 Kilometern Fahrradtour, gönnen wir uns eine Dusche und ein Abendessen aus riesigen Kugel - Schaschliks (das verstehen nur Eingeweihte).


Die Seebrücke

von Heringsdorf

Promenade von Bansin

Nachmittags an der Promenade von Heringsdorf

Freitag, 01. Juni 2007

Blauer Himmel, wir lösen noch einmal für einen Tag (ab heute 11,00 Euro) nach. Zum ersten mal frühstücken wir im Freien und entspannen uns dann. Antjes Vorrat an Krimis reicht noch ein paar Tage und Jürgen (Kugel) "tut sich mit dem MP3-Player Musik auf die Ohren".
Mit dem Fahrrad geht es am Nachmittag einmal bis Ückeritz, kurz zum Strand, Kirschbier beim „Rollmobs“ trinken, Abendessen und fertig für den Tag. Eine wirklich tolle Erholung, so könnte jeder Tag sein.


Strand in der Nähe des Waldparkplatzes Bansin

Ostseestrand

Ostseestrand Ückeritz

Radkunst beim Fahrradverleih am Campingplatz

Freitag, 02. Juni 2007         09.25 Uhr       Km Stand 22850

Ver- und Entsorgt, zum Glück keine Schlange an der Station und dann rollen wir wieder. Das Wetter hat stark nachgelassen, es ist bedeckt und kühl. Es geht in Richtung Wismar auf der stark befahrenen B 111. Bei ALDI füllen wir noch kurz unser Lager auf. Rostock wird umfahren, schließlich findet der G 8 Gipfel hier statt und für heute sind Großdemonstrationen angekündigt. Da auch der „Schwarze Block“ dabei ist, sind Ausschreitungen vorprogrammiert, das müssen wir nicht haben. Auf dem Stück Autobahn in Richtung Wismar kommen uns Hunderte von Polizeifahrzeugen entgegen, halt ein typischer G 8 Gipfel.
In Wismar fahren den stadtnahen Wohnmobilpark im Westhafen an. 50 großzügig angelegte Parzellen bieten ausreichend Platz. Ver- und Entsorgung sind vorhanden und einen Brötchenservice gibt es auch.  8,00 Euro für 24 Stunden, der Preis ist in Ordnung. Die Entsorgung ist übrigens nur zu den Bürozeiten der Betreiber von 8 bis 9 und von 18 bis 19 Uhr möglich. In der übrigen Zeit ist alles mit einem Vorhängeschloss gesichert.  Vermutlich zu viele "Fremdentsorger", die auf dem benachbarten Großparkplatz ohne Gebühren übernachtet haben.


Wohnmobilpark Wismar

Stellplatz Wismar in der nähe des Hafen

Ab geht es (zu Fuß) in den alten Hafen. Touristen, die mit Reisebussen angereist sind, bevölkern den Hafenbereich. Dreimal vorbei an Verkaufsständen auf Fischkuttern, dann können wir nicht mehr widerstehen.  „Bitte zwei Fischbrötchen, mit Krabben und Matjes-Danke“. Das Auge isst schließlich auch mit und bei soviel Auswahl einfach ein Muss, wir sind hier ja schließlich am Meer. Wir schlendern noch etwas durch die historische Altstadt und lassen das Abendessen heute ausfallen. Kugel macht noch eine zweite Runde bei den Fischbrötchen.                                     Im Hafenbereich sehen wir viele junge Leute aus aller Herren Länder. Sie alle schiffen sich auf der "Dar Mlodziezy" ein. Ein Kamerateam ist auch dabei. Später bekommen wir in den Nachrichten mit, dass hier der J8- Gipfel stattfindet, die jugendliche Ergänzung zum G8, der diese Zeit nachrichtentechnisch dominiert. Und wir waren dabei!!!!


Touristenschlangen an Verkaufskuttern

Mit leerem Magen kommt man hier nicht vorbei

             Guten      

Appetit

Polnisches Segelschulschiff  "Dar Mlodziezy"

 

Sonntag, 03. Juni 2007       09.00 Uhr       KM Stand 23061

Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Obwohl heute verkaufsoffener Sonntag in Wismar ist, beschließt Kugel weiterzufahren - typisch-.
Laut Vorhersage soll das Wetter an der Küste gut werden, sonnig mit 24 Grad C. Unser Ziel ist Lübeck – Travemünde, laut Bordatlas gibt es einen ziemlich großer Platz am Hafen. Vorher müssen wir erst einmal tanken.  1,10 Euro, 8 Cent weniger als auf Usedom, das macht sich schon bemerkbar. 59 Liter, für 65,43 Euro beim KM Stand von 23065. „Else“ führt uns anschließend in das Hafengebiet von Travemünde auf den Wohnmobilstellplatz.


Stellplatz zwischen den Schiffen und der Halle

Travemünde

 Oh ha, der Stellplatz hat ein "besonderen Charme". Kleine enge Einfahrt, Parkplatz auch für Pkw, Schotter, Boxen von der Größe eines Schuhkartons und eine schroffe Platzführung irritieren uns etwas. Der Hinweiszettel, den wir nach dem Bezahlen von 11,00 Euro für die Nacht , ausgehändigt bekommen, ist auch schon etwas Besonderes. Egal, wir wollen ja nur eine Nacht bleiben und als wir uns umschauen finden wir noch einen Platz in der ersten Reihe direkt an einem alten Hallengebäude mit Blick auf die Fischerboote. Da der Stellplatz nicht voll belegt ist, kommen wir einigermaßen klar. Bewölkter Himmel und starker kühler Wind aus NO lassen uns etwas dicker bekleidet zum Hafenbummel aufbrechen. Zweifelsfrei, es ist Sonntag, das Hafenviertel und die Promenade sind voll von Touristen wie wir. Also machen wir auch eine Hafenrundfahrt mit einem Abstecher ins offene Meer, bei Windstärke 6-7. Anschließend im Fischereihafen noch eine Portion Backfisch mit Pommes und Knoblauchsauce –lecker-, das Abendessen fällt natürlich aus. Noch eine kleine Fahrradtour rund um den Hafen und endlang der Strandpromenade und wir beenden den Tag im WoMo mit Fernsehen.


Promenade Travemünde

Segelschiff Passat

Das russische Segelschulschiff "Mir"

Ausfahrt in die Lübecker Bucht

Montag, 4. Juni 2007           10.00 Uhr       KM Stand 23108

Nach dem Frühstück und dem Besuch des Wochenmarktes fahren wir los. Über Scharbeutz, Timmendorfer Strand und Grömitz landen wir schließlich in Heiligenhafen. Alle diese Orte haben Wohnmobilstellplätze, die wir uns angeschaut haben. Die Stellplätze sind alle auf Großparkplätzen und annehmbar, mal mehr, mal weniger.


Stellplatz in Heiligenhafen

Überdachter Entsorgungsplatz Heiligenhafen
In Heiligenhafen satteln wir die Fahrräder  und erkunden die Umgebung. Im Hafen beobachten wir die Anlieferung von Frischfisch von einem Kutter, vernichten Backfischbrötchen, schlecken ein Softeis und amüsieren uns über die anderen Touristen. So ist Urlaub. Wir radeln noch zu einer Freizeitanlage am Ende des Binnensees. Auf den ersten Blick sind wir beide der Meinung es handelt sich hier um eine Bausünde der 70’er Jahre. Wo sind hier die Menschen? Es wirkt alles sehr kalt und nackt. Nein, nichts für uns. Wir radeln weiter am Strand entlang, sauber und ordentlich. Den Abend verbringen wir beim Mobil am Stellplatz, die Gebühr von 10,00 Euro ist per Parkschein am Automaten zu entrichten.

Blick auf die Fehmarnsundbrücke

Yachthafen von Heiligenhafen

Frischfischanlieferung vom Kutter

Rathaus in Heiligenhafen

Dienstag, 5. Juni 2007        09.00 Uhr       KM Stand 23181

Trotz Duschen und Vollversorgung sind wir früh auf der Piste. Wir beginnen gerade mit den Außenabbauarbeiten, da fängt es an zu regnen. Der Wetterbericht berichtet für Holstein mäßiges Wetter. Wir fahren in Richtung Süden und in Richtung Heimat, unser nächstes Ziel ist Lauenburg an der Elbe, ca. 140 km entfernt. Nach Besichtigung des Stellplatzes im Hafengebiet, beschließen wir weiter bis nach Lüneburg zu fahren. Es ist ein super Stellplatz mit großzügigen Parzellen auf Rasengittersteinen, Stromsäulen sind vorhanden. Eine Ver – und Entsorgung befindet sich ca. 50 Meter vom Stellplatz entfernt, am Busparkplatz mit dem öffentlichen WC.
Wir zahlen 8,00 Euro am Automaten und besichtigen fußläufig Lüneburg. Ein schönes altes Städtchen und toll zum Einkaufen. Wir können Platz und Stadt  weiterempfehlen.


Stellplatz in Lüneburg

Innenstadt von Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg


Lüneburger


Fische

Mittwoch, 6. Juni 2007 09.30         Km Stand 23344

„Else“ ist auf Amelinghausen programmiert, zum Entsorgen. Nach 18 Kilometern erreichen wir den Stellplatz am Waldbad. Vor uns steht noch ein großes Wohnmobil zum Entsorgen. Der hinterlässt eine solche Sauerei, dass wir beschließen uns eine andere Entsorgungsstation auszusuchen. In Neustadt am Rübenberg tanken wir 46 Liter für 52,82 Euro bei einem Km-Stand von 23470. Gegen Mittag treffen wir in Steinhude ein, der Stellplatz (7,50 Euro) hat noch viel Platz. Er macht einen gepflegten Eindruck, mit VE, Toiletten, Duschen, Strom und Brötchenservice ist  für  uns ein TOP-Platz.
Die Fahrräder gesattelt und ab ins Hafenviertel, nett hier und bei 28 Grad C ist es einer der schönsten Tage in diesem Urlaub. Der Gasgrill kommt noch einmal zum Einsatz und wir verbringen den Abend bis 23.00 Uhr vor dem Wohnmobil –schön-.
Den ganzen Tag über fliegen hier die Transall Maschinen der Bundeswehr vom nahe gelegenen Fliegerhorst Wunsdorf über den Stellplatz hinweg. Für uns Luftsportler kein Problem, für einige andere vielleicht eine Belästigung.
Noch immer kommen Wohnmobile an und suchen einen Stellplatz. Platz ist fast Voll-Wahnsinn -


Wohnmobilstellplatz in Steinhude

Wohnmobilstellplatz Steinhude

Transall beim Start

Transall beim Landeanflug aus dem Wohnmobil

Donnerstag, 7. Juni 2007               Km Stand 23480

Am Bäckereifahrzeug stehen schon 35 Leute Schlange, dann stellen wir uns halt an, es ist genug da. Die Luft ist schwül warm und diesig, nicht so schön wie am Vortag. „Else“ bekommt den Auftrag den Flugplatz Brilon zu finden, klappt auch. Wir werden hier die Nacht verbringen, da wir am nächsten Morgen noch einen Besuch im benachbarten Olsberg vorhaben. Bei 4/8 Cu und 24 Grad C und leichtem Wind lässt es sich in den Stühlchen vor dem Mobil mit dem Blick auf den Flugbetrieb gut aushalten. Antjes Büchervorrat ist immer noch nicht am Ende.


Flugplatz Brilon (Sauerland)

Tandemsprung zur Landung in Brilon

Freitag, 8. Juni 2007           08.40 Uhr       KM Stand 23663

Wir stehen frühzeitig auf, frühstücken gut und erledigen das Urlaubsabschlußritual (Reinigung der Abwasserschläuche und des Tanks). - Rekordverdächtige Zeit –
Die Schüttelei auf den letzten 85 Kilometern reinigt den Tank und sorgt wieder für frischen Geruch. Ein kurzer Besuch noch in Olsberg und es geht weiter in Richtung Neuenrade. Gegen 11.30 Uhr treffen wir beim KM Stand von 23751 wieder in Neuenrade ein.

Nachwort: Nach dem Wohnmobilurlaub im Jahr 2004, war auch dieses Jahr Mecklenburg Vorpommern und die Ostseeküste wieder ein Erlebnis. Wir haben viel Neues gesehen und erlebt und Bekanntes gesucht und genossen. Zu den Kosten haben wir festgestellt, dass gerade auf der viel gescholtenen Insel Usedom das Bratwürstchen auf der Promenade nur 1,50 € kostete. Stellplätze ohne Gebühren gibt es in den Feriengebieten nur selten, aber wenn sie gut geführt sind und der Service stimmt, sind uns um die10 € nicht zu viel.

 

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